INIK - Institut für Neue Industriekultur

Das Institut für Neue Industriekultur betreibt angewandte Forschung und Entwicklung in den Bereichen Architektur, Städtebau und Regionalplanung. Zu den ergänzenden interdisziplinären Forschungsgebieten gehören der industrielle Produktionsprozess, die sozialen Aspekte der Industriearbeit, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Produktion und die künstlerische Reflexion des Industriellen. Arbeitsschwerpunkte des Instituts sind Industriestandorte in peripheren Räumen. Das Institut ist vorrangig in der grenzübergreifenden Region zwischen Berlin, Poznań, Dresden und Wrocław tätig. Institutssitze sind Cottbus, Wrocław und Saarbrücken.

Leistungsangebot

Das Institut für Neue Industriekultur initiiert, konzipiert, organisiert und realisiert eigene Forschungsprojekte in den von ihm bearbeiteten interdisziplinären Wissenschaftsbereichen. Daneben agiert es als Träger und Kooperationspartner für Forschungsvorhaben der Hochschulen, Wissenschaftsgesellschaften, Verwaltungen und Stiftungen in Deutschland, Polen und der EU.

Im Rahmen seiner Tätigkeit bietet das Institut die Möglichkeit des Wissenstransfers durch Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und Ausstellungen sowie Veröffentlichungen im institutseigenen Verlag.

Institut abv

Die planungsgruppe abv GmbH ist als Aninstitut die erste Ausgründung der Hochschule Lausitz (FH) und arbeitet als wirtschaftlich selbstständiges Unternehmen. Das Büro bietet jungen Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, einen Einstieg in den Berufsalltag zu finden und Erfahrungen in den verschiedenen Leistungsphasen sowie bei der Aufgabenbewältigung im Rahmen interdisziplinärer Zusammenarbeit zu sammeln.

Unser Büro arbeitet in allen Leistungsphasen, dadurch sind wir in der Lage, unsere Fachkenntnisse als Generalplaner anzubieten. Unter architektonischen, städtebaulichen und funktionellen Aspekten entwerfen wir Gebäude, deren Ausdruck dem Verständnis der Architektur unserer Zeit, der Verwendung zeitgemäßer, innovativer Materialen und gebäudekundlichen und bauphysikalischen Anforderungen entspricht.

Unser junges Büro kann auf umfangreiche Fachkunde unserer Gesellschafter zurückgreifen, deren langjährige praktische Tätigkeit in eigenen Büros die verschiedenen Fachbereiche der Architektur, Städtebau, Versorgungstechnik und Bauingenieurwesen in unserem Büro zusammenführen und so Synergieeffekte für die Planung und Realisierung unserer Projekte entstehen. Die kooperative Zusammenarbeit mit Fachplanern verschiedener Sparten ist für uns die Grundlage für ein optimales Ergebnis. Die frühzeitige Einbeziehung erforderlicher Fachkompetenz macht kostengünstiges, räumlich effektives, bauphysikalisch hochwertiges und architektonisch anspruchsvolles Planen möglich. In ständiger fachlicher Auseinandersetzung innerhalb des Teams, regelmäßig tagenden Planungsrunden und Bauberatungen pflegen wir das Gespräch, um optimal und frühzeitig Zuarbeiten und Anregungen aller am Bau Beteiligten in die Planungen einarbeiten zu können.

In unserem Büro sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, deren Motivation die termingerechte Umsetzung architektonisch und technisch hochwertiger Entwürfe ist. Grundlage unserer Architektur ist die Auseinandersetzung mit dem Entwurf an Hand von Modellen und konzeptionellen Skizzen, die auf einem Leitbild basieren. In weiterführenden Schritten wird jedoch die Computertechnik unverzichtbarer Bestandteil unserer Planungen. Mit Hilfe von CAD-Programmen sowie gängiger Layout- und Grafikbearbeitungssoftware sind wir in der Lage, die Entwürfe in räumlicher Qualität umzusetzen und diese in Entscheidungsprozesse, bildlich dargestellt, einzubringen. 

Aussichtspavillon Weißwasser

Dem Entwurf der Variante 2 liegt die Idee zu Grunde, mittels einer architektonischen Rundumplastik am Wegekreuz der Radwege vom Kromlauer Park, vom Findlingspark Nochten sowie von der Stadt Weißwasser ein Erkennungszeichen zu fixieren. Der Radweg erhält somit eine räumlich-bauliche Gliederung, die seine touristische Lukrativität erhöht. Gerade aus dieser Absicht heraus soll eine Erlebnisarchitektur entstehen, die die Entwicklung des Tagebaues, das Kraftwerk Boxberg sowie in der Zukunft eine Bergbaufolgelandschaft über Architektur in Szene setzt. Folgerichtig sind ein Ausstellungs- und Informationszentrum sowie ein Aussichtsturm die bestimmenden Funktionselemente des touristischen Zielpunktes.

Das Erdgeschoss des Informationszentrums nimmt eine Ausstellungsarena, eine Teeküche sowie Sanitäranlagen auf. Aus der Ausstellungshalle, die nach Süden orientiert ist, öffnet sich der Blick in Form eines Schaufensters auf den Tagebau und das Kraftwerk. Innen- und Außenraum verschmelzen. Gleichermaßen entwickelt sich das Foyer über den Teeküchenbereich in die im Osten befindlichen Picknickwiese. Erreicht wird das durch einen Tresen, der die Teeküche begrenzt und sich durch eine Glaswand in den Freiraum erstreckt. Im Obergeschoss befinden sich Büroräume und ein Beratungsraum. In der Hierarchie der Funktionen ist vom Erdgeschoss zum Obergeschoss ein abnehmender Grad der öffentlichen Nutzung zu erkennen. Im Außenraum sind Erdgeschoss und Obergeschoss über Rampen und Treppenanlagen zu erschließen und zu erkunden.

Sowohl logische als auch analoge Denkprozesse bestimmen den Entwurf der organhaften Architektur, die mit der Topografie der Landschaft wächst. Ordnen sich die Funktionen im Inneren vorrangig nach logisch-praktischen Gesichtspunkten, so werden für die Gestaltung des Erscheinungsbildes Metapher zur Landschaft gesucht. Eine Analogie zum speziellen Charakter des Bergbaus sowie zur unverwechselbaren geografischen Ausbildung des Muskauer Faltenbogens nimmt der Baukörper auf und ist geprägt durch Schichtenbildung der Geschosse sowie Verdrehungen und Verwerfungen über die Funktionsebenen. Die organhafte Ausformung der baulich-räumlichen Umwelt bildet eine korrelative Einheit mit dem natürlichen Raum und gleichermaßen ein unverwechselbares Merkzeichen. Der Turm ist ebenfalls organisch ausgeprägt und besitzt in unregelmäßigen Abständen Aussichtsplattformen. In den unteren Bereichen orientieren sich diese zum Tagebau bzw. zur Bergbaufolgelandschaft und zum Kraftwerk. Sind die Mühen des Aufstieges vollständig bewältigt, erlebt der Besucher ein Rundumblick über das Lausitzer Areal. Die Materialen, die beim Gebäude zum Tragen kommen, sind Stein, Glas und Stahl. Das hervorstechende Verkleidungselement der Fassade ist das Naturmaterial Holz.

Stadtwerke Senftenberg

Bauherr: Stadtwerke Senftenberg
Bauvolumen: 3,5 Mio. €
Planung: Juni 2003 - 2006
Realisierung: 2003 - 2006
Bruttorauminhalt: 18.700 m³
Nutzfläche: 3.300 m²

Konzept

Die räumliche Erweiterung der Stadtwerke ermöglicht es, den bisher getrennten Geschäftsbereichen als funktionierende Gesamteinheit sowohl in ihrer Funktionalität, als auch in ihrer äußeren Gestalt eine neue Entsprechung zu geben. Die Auslagerung des Technischen Bereiches aus der Kerneckestraße in das Areal Laugkstraße macht neue Lager- und Werkstattflächen notwendig. Das Konzept der Verfasser sieht daher eine bauliche und funktionale Verbindung der Geschäftsführung, des Kaufmännischen Bereiches, dem Bereich Marketing und Vertrieb sowie dem Technischen Bereich vor, die durch ein Verbindungselement zusammengefasst werden. Dieses Element bildet das Rückrat der Umstrukturierung und spiegelt diese sowohl im inneren als auch im äußeren Erscheinungsbild durch seine Ausformung und Materialität wieder. Die Verbindung aller Gebäude miteinander gewährleistet die Erreichbarkeit jedes Punktes im Haus.

Entwurf

Wesentlicher Bestandteil des Entwurfes ist die Neuorganisation der Stellflächen für Mitarbeiter und Dienstwagen in Verbindung mit der Neuorientierung der Lager- und Werkstattflächen. Dabei steht eine Konzentration des Stellplatzangebotes auf dem südlichen Bereich des Areals im Vordergrund. Dazu werden die bestehenden Werkstatt- und Lagergebäude zurück gebaut und durch einen von der Grundstücksgrenze vorgerückten Neubau ersetzt, der den Hof auf dessen Nordseite begrenzt und auf der Südseite Platz für die Anlieferung und die Stellplätze lässt. Erschlossen wird das Gelände für Besucher über die Besucherparkplätze an der Laugkstraße, die geforderten Stellplätze für die Mitarbeiter konzentrieren sich entlang der neu geschaffenen Lieferzufahrt zum Lager- und Werkstattgebäude im südlichen Bereich der Areals. Die Stellplätze der Dienstwagen befinden sich geschützt auf dem Parkdeck unter dem sehr kompakt gestalteten Werkstatt- und Lagergebäude. Die Konzentration der notwendigen Stellflächen auf das Parkdeck und den Randbereich des Areals im Süden.

Vattenfall Europe

Geplant wurde das neue Verwaltungsgebäude von einer Gruppe junger Absolventinnen und Absolventen der Fachhochschule Lausitz (Cottbus), die sich im Oktober 2002 mit Professor Sommer in einem Architektenwettbewerb gegen 50 Büros durchgesetzt hatte.

Wer vom Stadtzentrum Cottbus aus in Richtung Südstadt und Sachsen fährt, bemerkt schon von weitem einen stattlichen gläsernen Turm am Übergang zur Südstadt. Dann wird er die weiteren Baukörper gewahr, einen an der Ostseite vor dem Turmbau vorgesetzten Gebäuderiegel, an dessen Fuß sich ein zwei bis drei Geschosse hoher Flachbau hervorschiebt, und ein sich nach Süden abstufendes, leicht grün schimmerndes Langhaus, dem ebenfalls an der Ostseite ein zweigeschossiger Anbau vorgesetzt ist. Auffallend sind die Länge des Gebäudekomplexes, die zart grüne Farbgebung der Glasfassaden, der weiße Sockelbau und der stromlinienförmige Schwung des Turmbaus. 

Dieser in Höhe, Dimension und Gestaltung in seiner Umgebung hervorstechende Neubau ist Sitz der Hauptverwaltungen von Vattenfall Europe Mining AG und Vattenfall Europe Generation AG & Co. KG, dem Erzeugungsbereich von Deutschlands drittgrößtem Energie-Versorger. Das Gebäude liegt vor dem Südrand der Innenstadt in einem Gebiet, das durch den Wechsel zwischen dreigeschossigen Zeilenbauten mit Satteldach, offenen Wohnblöcken und Grünflächen geprägt ist. Am Übergang von lockerer Bebauung zum verdichteten Stadtgebiet weitet sich die Bebauung zu einem Platz und bildet eine Art Stadttor, durch das die Ausfallstraße nach Sachsen, die Dresdener Straße, führt. Das Vattenfall-Gebäude nimmt mit seiner 140 Meter langen Grundfläche die nord-südliche Ausrichtung der umliegenden Gebäude auf, staffelt sich nach oben und setzt mit dem 50 Meter hohen Turmgebäude zu dieser Eingangssituation einen neuen Akzent. Westlich liegen ehemalige Kasernen, die heute als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt werden. Im Osten reichen weite Wald- und Wiesenflächen bis zur polnischen Grenze.

Dorfgemeinschaftshaus in Haidemühl

Investitionsvolumen 6,6 Mio €
Kennzahlen: Multifunktionssaal 200 Sitzplätze, Kegelanlage (4-Bahnen), Wettkampfbillard, Sportschießanlage
3.500m² BGF / 15.000m³ BRI
Wettbewerb: Dezember 2001
Planung: Mai 2003 - Juli 2006
Realisierung: Mai 2005 - Juli 2006
Bauherr: Stadt Spremberg
Auftraggeber: Vattenfall Europe AG

Das Dorfgemeinschaftshaus wird das neue Zentrum von Haidemühl. Das Baufeld befindet sich im Zentrum der neuen bzw. umgesiedelten Ortschaft. Die Ausformulierung des Gebäudekomplexes wird sehr stark durch die landschaftliche Situation mitbestimmt. Durch die Gliederung der Gebäudevolumen und die Wahl der Materialen fügt sich das künftige »Dorfzentrum« in die angrenzenden Bebauung ein. Die Proportionen und die Ausarbeitung der Detailplanung folgen dabei einer modernen Formensprache. Somit wird das Gebäude der Vermittler zwischen den Traditionen des bisherigen gemeinschaftlichen Lebens und der neu entstanden Ortschaft . Es bindet die Erinnerungen und prägt die neue Identität.

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