University Technology Centre (UTC)

Der Rolls-Royce Konzern begann mit dem Aufbau des Netzwerkes mit der Gründung des ersten UTC im Jahre 1990 zur Bündelung der Forschungsaktivitäten an ausgesuchten Universitäten – zunächst in Großbritannien – und dann schrittweise weltweit.

Jedes UTC steht dabei für Spitzenforschung in ingenieurwissenschaftlichen Bereichen. Die Vereinbarungen haben langfristigen Charakter und dienen insbesondere der Technologieentwicklung und dem Technologietransfer sowie dem gegenseitigen Austausch von Wissenschaftlern. Die Zusammenarbeit geht über das übliche Maß reiner Projektarbeit weit hinaus und erlaubt den UTCs exklusiven Zugriff auf Leistungen und Informationen.

Neben Großbritannien bestehen UTCs in Deutschland, Italien, Norwegen, Schweden, USA und Singapur. 

Die BTU wurde im Jahr 2005 als erste Universität in Deutschland Mitglied in diesem exklusiven, weltweiten Netzwerk.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Rolls-Royce plc Webseite (Link zu einer externen Seite http://www.rolls-royce.com).

UTC in Cottbus

In das UTC "Multidisciplinary Process Integration" sind zur Zeit folgende Lehrstühle aus dem Institut für Verkehrstechnik, dem Institut für Produktionsforschung sowie dem Institut für Elektronik und Informationstechnik eingebunden:

Prof. Dr.-Ing. habil. Dieter Bestle, Link zu einer externen Seite Lehrstuhl Technische Mechanik und Fahrzeugdynamik

• Mehrkriterienoptimierung
• Integrierter Design-Prozess

Prof. Dr.-Ing. Arnold Kühhorn (UTC Direktor),  Link zu einer externen Seite Lehrstuhl Strukturmechanik und Fahrzeugschwingungen

• Bliskschwingungen, mechanisches Gesamtmodell (WEM), FEM/CFD-Modellierung,
• strukturelle Topologie- und Parameteroptimierung

Prof. Dr.-Ing. Klaus Höschler,  Link zu einer externen Seite Lehrstuhl Flug-Triebwerksdesign

• Interaktion von Triebwerkskomponenten
• Komponentenauslegung

Prof. Dr.-Ing. Uwe Meinberg,  Link zu einer externen Seite Lehrstuhl Industrielle Informationstechnik

• Wissenbasiertes Design
• XML-basierte Datenstrukturen

Prof. Dr.-Ing. habil. Christian Hentschel,  Link zu einer externen Seite Lehrstuhl Medientechnik

• Virtual Reality Systeme

Innerhalb der Schwerpunkte werden Projekte von ca. 20 wissenschaftlichen Mitarbeitern und Promotionsstudenten, unterstützt von studentischen Hilfskräften, bearbeitet. Das jährliche Drittmittelaufkommen beträgt etwa 1 Mio. €.

In jährlich stattfinden Treffen werden die Forschungsarbeiten präsentiert und diskutiert.

Aktuell werden innerhalb des UTC u.a. folgende Projekte bearbeitet:

•  ProFIT:

VITIV - Virtuelle Interdisziplinäre Triebwerksauslegung mit Integrativen Verfahren

•  LuFo V:

ASIMOV - Automatisierte Simulationssysteme und Methoden zur Optimierung von Hochleistungsgetrieben für Triebwerke der nächsten Generation

PERFEKT - Massiv parallel effiziente rechnerbasierte Flug-Triebwerksentwicklung

AEROSTRUCT - Development of Integrated Methods for New Engine Systems “Aero-Structural Methods“

•  AG Turbo:

COOREFLEX - Turbomaschinen - Schlüsseltechnologien für flexible Kraftwerke und eine erfolgreiche Energiewende

•  EU FP7:

ENOVAL - Engine Module Validators

Eng verzahnt ist die Forschungsarbeit mit weiteren Aktivitäten im Bereich Regionalentwicklung und Lehre.

So wurde, initiiert durch ein vom  BMBF gefördertes Innovationsforum Flugtriebwerkstechnik, die „Netzwerkinitiative Triebwerkstechnik“ gegründet, deren Leitung die BTU übernommen hat. In diesem Netzwerk arbeiten Forschungseinrichtungen, Triebwerkshersteller und KMU zusammen um die Entwicklung der Region Brandenburg/Berlin als Luftfahrtregion III zu fördern.

Seit dem Jahr 2003 gibt es die in Deutschland einmalige Studienrichtung Triebwerkstechnik, bei welcher ein wesentlicher Teil der anwendungsorientierten Lehrveranstaltungen von externen Experten unter wesentlicher Beteiligung von Rolls-Royce und außeruniversitären Forschungseinrichtungen abgehalten werden.

Das Zusammenwirken von Forschung – Lehre – Regionalentwicklung ist in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal und die BTU ist somit in diesem Bereich auch strategisch bestens aufgestellt.