sakral/profan - Sakrale und profane Räume in der Architektur der Gegenwart

Dozent: Gast.-Prof. Dr.-Ing. Gernot Weckherlin
Zeit:
Donnerstags, 13.45 - 17.00 Uhr
Raum:
LG 2B, BU 16

Sakralbau ist wieder aktuell, wie selbst ein kurzer Blick in die Fachzeitschriften zeigt. Doch schon seit Vitruv gibt es die Unterscheidung in sakrale und profane Bauten. Sakral werden Bauten des religiösen Kultus genannt: Tempel, Kirche, Moschee, Synagoge, Grabstätte usw. Als profan (lat. pro fanum: außerhalb des geweihten Bezirks liegend) hingegen gelten Bauten für Verkehr, Handel, für das Wohnen und die Produktion. Gerade in heutigen laizistischen Zeiten ist es für viele Architekt/innen äußerst attraktiv, einmal einen Sakralbau jenseits der schnöden "Zweckdienlichkeit" zu planen. Was aber macht eigentlich genau die "Aura" des Sakralen, den "Glanz dahinter" (E. Bloch) aus und wodurch unterscheidet sich die "Qualität" des Raumes, ja die "Erhabenheit" und "Andersartigkeit" dieser Bauaufgabe? Das Seminar will eine grundsätzliche Frage stellen: Wodurch unterscheidet sich eigentlich die "sakrale" von der "profanen" Vorstellung von Raum? Wenn überhaupt, wie lassen sich solche Unterscheidungen treffen und welche Folgen hat das für das Entwerfen solcher Bauten? Anders gefragt, was ist das Besondere des Sakralen das sich vom Profanen unterscheidet?Diese ebenso entwurfspraktischen wie theoretischen Fragen sollen geklärt werden im Rahmen von Exkursionen zu neueren Sakralbauten verschiedener Religionen, durch die Lektüre von themenrelevanten Texten, aber auch durch Gespräche mit für solche Bauten verantwortlichen Planer/innen, Vertreter/innen der jeweiligen Religionsgemeinschaften, "Nutzer/innen" und Expert/innen.Erforderliche Leistungen:Teilnahme an drei Exkursionen in Cottbus, Berlin und Leipzig. Die Beschäftigung mit den zentralen Texten des Seminars wird erwartet. Die zu erbringenden Leistungen sind: Referat und schriftliche Ausarbeitung dieses Beitrags. Aktive Teilnahme an Diskussion und Exkursionen.

Modul: 25405

GTA-3

ECTS: 6