DNK-Workshop Freyenstein

Studentenworkshop zur Denkmallandschaft in Freyenstein in der Prignitz (Brandenburg), 9.-14.9.2007

Dank der positiven Resonanz infolge des ersten Studentenworkshops zu Schloss und Park Friedrichsfelde, Berlin veranstaltete das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz vom 9. bis 14. September 2007 erneut einen Workshop, der sich diesmal mit der Denkmallandschaft Freyenstein in Brandenburg beschäftigte

Die Stadt Freyenstein hat eine äußerst bewegte Geschichte, die ihre Spuren in einer Palette von Denkmälern unterschiedlicher Gattungen hinterlassen hat. In einer strukturschwachen Region gelegen, werden vor Ort diese Denkmäler und historischen Spuren zunehmend als Kapital für eine kulturtouristische Entwicklung gesehen.

Bereits um 1200 wurde die Stadt Freyenstein als planmäßige Anlage mit rechteckigem Straßennetz, integrierter Burganlage und Befestigungswällen angelegt. Sie ist im Zuge der Grenzkriege mit Mecklenburg mehrmals zerstört und schließlich aufgegeben worden. Diese frühe Stadt ist als Bodendenkmal mit nur wenigen modernen Überbauungen bis heute erhalten. Diese Situation existiert in Europa nur an wenigen Orten. Ende des 13. Jahrhunderts erfolgte die Neugründung der mittelalterlichen Stadt direkt neben der alten. Sowohl die Stadtanlage und die Stadtstruktur als auch die Feldsteinkirche der neuen Stadt sind gut erhalten. Die beiden Schlösser, die sich aus der Burganlage entwickelt haben, liegen heute in einem Park; eine der Anlagen ist weitgehend zerstört. Von dem Befestigungssystem der neuen Stadt sind noch heute Wälle und Wassergraben inklusive Mühlenstau vorhanden.

Der Workshop wandte sich an Studentinnen und Studenten des 3. bis 6. Semesters der Architektur, Kunstgeschichte, Landschaftsplanung, Archäologie und des Städtebau, die ein großes Interesse daran hatten, sich praxisnah mit denkmalpflegerischen Fragestellungen zu beschäftigen. Aufgabe war es, in Rücksprache mit den Beteiligten vor Ort die reiche Denkmallandschaft von Freyenstein zu analysieren, zu bewerten und zukunftsträchtige Konzepte für den denkmalpflegerischen Umgang mit dem Ort zu erarbeiten.

Der Workshop wurde durch das Brandenburgische Landesamt für Denkmalpflege und Archäologische Landesmuseum gemeinsam mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus, Lehrstühle Denkmalpflege (Leo Schmidt und Henriette von Preuschen) und Entwerfen, Bauen im Bestand (Ingolf Watzlaw) betreut.

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK)

Brandenburgisches Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum (BLDAM)