DNK-Workshop Willebadessen

Studentenworkshop im Kloster Willebadessen im Eggegebirge in Westfalen, 14.-20.9.2008

Die Stadt Willebadessen am Fuße des Eggegebirges im südlichen Teutoburger Wald blickt auf eine lange Geschichte zurück. 1065 erstmals genannt, erhielt der Ort 1318 Stadtrechte und eine Befestigung. Seine Bedeutung verdankt Willebadessen vor allem dem 1149 gegründeten Benediktinerinnenkloster; die Klosterkirche des 12. Jahrhunderts mit Chor des späten 15. Jahrhunderts zeugt von dieser frühen Blüte. Unfangreiche Baumaßnahmen in der 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts verliehen der Kirche und besonders der weiträumigen Klosteranlage ihre Gestalt, die bis heute mit einigen Veränderungen erhalten ist.
Im ehemaligen Hochstift Paderborn gibt es eine große Anzahl historisch und kunsthistorisch bedeutender Klosteranlagen. Die meisten von ihnen sind heute denkmalgerecht genutzt. Kloster Willebadessen als eine der beeindruckendsten Anlagen dieser mit Strukturproblemen kämpfenden Region wartet dagegen noch auf ein sinnvolles Konzept, das das große Raumangebot nutzt und somit hilft, das Baudenkmal dauerhaft zu erhalten.

Die Teilnehmer des Workshops analysierten und bewerteten den baulichen Bestand und die künstlerischen Details der Klosteranlage und erarbeiteten zukunftsträchtige Konzepte für den denkmalpflegerischen Umgang mit dem überlieferten Erbe. Hierbei ergänzten sich Kunstgeschichte, Architektur, Städtebau, Landschaftsplanung und Archäologie als der Denkmalpflege verbundene Disziplinen.

Betreut wurde dieser dritte Studentenworkshop des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz durch das LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen sowie - wie schon die beiden vorangegangenen Workshops - durch die Brandenburgische Technische Universität Cottbus, Lehrstühle Denkmalpflege und Entwerfen, Bauen im Bestand.

Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz (DNK)
LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen