Das Fachgebiet Stadtmanagement existiert seit dem Jahr 2009 an der BTU. Die Einrichtung folgte dem Grundtenor, dass Stadt- und Regionalplanungsstudiengänge in ihren Curricula und Forschungsaktivitäten den konzeptionell-strategischen Aspekt ausweiten. Dies geschah in Anpassung an die veränderten Erfordernisse im Planungsalltag: Mehr und mehr gehört seit Mitte der 2000er Jahre zur Stadt- und Regionalplanung nicht nur der Entwurf, die vordringliche Auseinandersetzung mit gestalterisch-funktionalen Aspekten, sondern auch die Initiierung und Ausgestaltung von integrativen Stadtentwicklungsprozessen sowie (Groß-)Projekten, deren Organisation und Koordinierung sowie die begleitende Kommunikation und Kooperation. Und da die heutigen Aufgaben resp. Betätigungsfelder von Stadtplanern anders sind, fordern sie die Auseinandersetzung auch in Lehre und Forschung mit dem Managen von Stadt im Hinblick auf Akteure (Stakeholder), Prozesse und Instrumente. Das Fachgebiet Stadtmanagement hat das Selbstverständnis, STADT ZU DENKEN, in dem Raum und Prozesse erforscht und Entwicklungen antizipiert werden (Szenarien; Planspiele) und STADT ZU MACHEN, in dem Raum, Akteure und Prozesse durch ein vielfältiges Instrumentarium gesteuert und eingebunden werden (informelle, diskursive und formelle Ansätze bzw. Zwischenformen).