Semesterübersicht

Vorlesung Bewerten, Abschätzen und Begleiten von technischen Entwicklungen. Einführung in Theorie und Geschichte der TA (518102)

Termin

Di 09:15 - 10:45, A/B Woche, ab 10.04.2018, ZB VI / ZB VI.03

Studiengänge

  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017
  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2008
  • Kultur und Technik Bachelor/ Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Die Vorlesung gibt einen Überblick über Theorie und Geschichte der Technikfolgenabschätzung (TA) und ‘verwandter’ Konzeptionen wie der Technikbewertung (TB) und der kritischen Begleitforschung mit Fokus auf den deutschsprachigen Raum. Hier haben sich TA, TB und die kritische Begleitforschung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Formen einer rationalen und methodischen Reflexion auf technische Entwicklungen und Innovationen etabliert und empfohlen. Sie wollen möglichst frühzeitig und umfassend dazu beitragen, die sogenannten Folgen (Nebenfolgen) technischer Entwicklungen zu erfassen und so einschätzbar zu machen. Ihre wissenschaftliche Neugier ist somit auf gegenwärtige reale und hypothetische Potentiale aktueller Entwicklungen gerichtet. Sie versuchen ein Wissen über verschieden, nicht nur denkmögliche, sondern auch plausible Zukünfte zu eruieren. Kritisch begleitende, bewertende und abschätzende Studien werden von verschiedenen Akteuren, die mehr oder weniger stark institutionalisiert sind (z.B. European Aacademy of Technology and Innovation Assesment, TAB, ITA, TA-Swiss, projektbezogene Forschungsgruppen) und mit verschiedenen methodischen Ansätzen (z.B. Ökobilanzierungen, Risikoanalysen, Trendexplorationen, Szenario-Writing, Vision Assesment, Experten-Befragungen oder auch partizipative Verfahren wie Fokusgruppen, Planungszellen, Konsenskonferenz) vorgehen. Die Vorlesung geht der Entstehungsgeschichte heutiger TA-Formen und prägenden ‚Vorläufern’ (Umweltverträglichkeitsprüfung und Zukunftsforschung) nach und diskutiert wesentliche theoretische und methodische Herausforderungen (Zukunftswissen, demokratische Legitimierung). Ausgewählte Ansätze werden an Studien aus dem Bereich Landwirtschaft und Ernährung veranschaulicht. Leistungsnachweis für 3 Kreditpunkte: Klausur

Literatur

Bora, Alfons: Technologische Risiken. In: Albrecht, Günter; Groenemeyer, Axel (2012): Handbuch soziale Probleme. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften, S. 1174–1197. Bullinger, Hans-Jörg (1994): Technikfolgenabschätzung. Stuttgart: B. G. Teubner. Grunwald, Armin: (2010): Technikfolgenabschätzung – eine Einführung. Berlin: Ed. Sigma. Grunwald, Armin (Hg.) (2013): Handbuch Technikethik, Stuttgart: J.B. Metzler. Ropohl, Günter: (1996): Ethik und Technikbewertung. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Simonis, Georg (Hrsg.) (2013): Konzepte und Verfahren der Technikfolgenabschätzung. Wiesbaden: Springer.

Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

2.0

Module

  • Interdisziplinäres Forschungsprojekt (12174)
  • Risiko- und Technikfolgenabschätzung (12180)
  • Kultur, Technik, Philosophie (12188)
  • Kultur, Technik, Philosophie (13319)
  • Ethik und Handeln (13431)
  • Ethik im technischen Handeln (13435)
  • Interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung (13510)

Seminar Technisierung der Ernährung. Technikreflexion zwischen Kritik, Demokratisierung und Gestaltung (518103)

Termin

Di 11:30 - 13:00, A/B Woche, ab 03.04.2018, ZB VI / ZB VI.03

Studiengänge

  • Bauingenieurwesen Master/ Prüfungsordnung 2014
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

In diesem Seminar versuchen wir zweierlei; zum einen geht es darum, wesentliche Technisierungs-Schritte in Landwirtschaft und Ernährung nachzuvollziehen und diese technisch-wissenschaftlichen Entwicklungen in ihren soziokulturellen Auswirkungen zu diskutieren. Dies machen wir auf der Grundlage der Literatur von technikhistorischen, umweltgeschichtlichen Texten sowie von Beiträgen der Technikphilosophie/-Kritik. Hierdurch erarbeiten wir uns zum anderen auch einen Einblick in verschiedene Formen und Ansätze der Technikreflexion im 20. Jahrhundert: frühe konservative Stimmen (Klages, Freyer) kommen ebenso zu Wort, wie marxistisch-progressive (Berdjajew, Moscovici); wir lernen Positionen aus zivil-bürgerlichen Bewegungen kennen und Studien institutionalisierter Formen von Technikreflexion (z.B. Club of Rome, TAB). Leistungsnachweis für 3 Kreditpunkte: Referat und Ausarbeitung

Literatur

Freyer, HansKlages, Ludwig

Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

2.0

Module

  • Interdisziplinäres Forschungsprojekt (12174)
  • Risiko- und Technikfolgenabschätzung (12180)
  • Risiko- und Technikfolgenabschätzung (13438)
  • Interdisziplinäres Forschungsprojekt zur Technikfolgenabschätzung und Technikbewertung (13510)

Seminar Tierethik (518104)

Termine

  • Mo 09:15 - 13:00, B Woche, ab 16.04.2018, LB 4B / B3.21
  • Di 14:00 - 15:30, Einzel, am 10.04.2018, /

Studiengänge

  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

BLOCKSEMINAR - Das Seminar findet als Blockveranstaltung statt. Die weiteren Termine werden in der Einführungsveranstaltung am 10.04.18 vereinbart.Warum sollte es moralisch verwerflich sein, unprofitable männliche „Eintagskücken“ nach dem Schlüpfen gleich zu töten? Warum sollte es moralisch geboten oder zumindest nicht verboten sein, Tiere für unsere Ernährung zu töten? Geht es ums Maß oder ums Prinzip? Woran bemessen wir den Wert von Tieren? Wer bestimmt, was ein gutes, ein artgerechtes Tierleben ist? Darf nur der Fleisch essen, der selber schlachtet (schlachten würde)? Tiere als Industrieprodukte, Tiere im Versuch, im Zoo, im Haushalt; dürfen wir, was wir mit Tieren tun? Im Seminar rekonstruieren und diskutieren wir ausgewählte Positionen, Argumente und Fragen aus dem Feld der Tierethik. Dabei liegt ein Fokus auf dem Thema Ernährung. Je nach Größe der Seminargruppe können die Texte in Referatsgruppen bearbeitet und präsentiert werden. Hierbei können wir auch mit unkonventioneller Formen der Diskussion experimentieren, wie z.B. einer Art Gerichtsverfahren, bei dem ein/e Advokat*in des Textes die jeweilige Position gegen eine/n erbitterte/n Kritiker*in vor einer Juri verteidigen muss und die jeweilige Debatte vorab von einer/m Moderator*in eingeführt und die anschließende Beurteilung der Juri moderiert wird. Ein hieran anschließender Austausch mit dem Auditorium könnte über einen weiteren inhaltlichen Austausch hinaus dann auch genutzt werden, um Rückmeldungen zur jeweiligen Rolle/Darstellung der Argumente/Positionen geben zu können.

Literatur

Alle Texte aus: Robin Celikates und Stefan Gosepath: Philosophie der Moral, Suhrkamp 2013 (4. Aufl.).

Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

2.0

Module

  • Ethik und Handeln (13431)
  • Ethik im technischen Handeln (13435)

Seminar Philosophie der Moral von G.E. Moore bis P. Foot (518105)

Termin

Mi 09:15 - 10:45, A/B Woche, ab 11.04.2018, ZB VI / ZB VI.03

Studiengänge

  • fachübergreifend
  • Kultur und Technik Master/ Prüfungsordnung 2017

Lehrinhalt

Im Seminar bearbeiten und diskutieren wir gemeinsam Klassiker der Moralphilosophie vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis in die heutigen Debatten: G.E. Moore, M. Scheler, J. Dewey, E. Levinas, T.W. Adorno, B. Williams, J.L. Mackie, J. McDowell, P. Singer, J. Rawls, R.M. Hare, N. Noddings, R. Rorty, P. Foot. Die Textauswahl orientiert sich an der Zusammenstellung von Robin Celikates und Stefan Gosepath: Philosophie der Moral, Suhrkamp 2013 (4. Aufl.). Das Seminar bietet eine historisch orientierte Einführung in die Moralphilosophie, bei der wir die wichtigsten systematischen Positionen und Argumente, die aktuelle Positionen sowohl in der Allgemeinen als auch der Angewandte Ethik bilden, gemeinsam rekonstruieren. Hierbei wird es auch um eine Problematisierung der Ethik als Wissensform gehen, etwa in sozialphilosophischer Hinsicht (Levinas, Adorno) oder in metaethischer Hinsicht (Hare, McDowell). Das Seminar bietet somit zentrale Grundkenntnisse, um eigenen Positionen zu moralphilosophischen Fragen (z.B. Tierethik, Klimaethik, Technikethik etc.) zu entwickeln. Je nach Größe der Seminargruppe können die Texte in Referatsgruppen bearbeitet und präsentiert werden. Hierbei können wir auch mit unkonventioneller Formen der Diskussion experimentieren, wie z.B. einer Art Gerichtsverfahren, bei dem ein/e Advokat*in des Textes die jeweilige Position gegen eine/n erbitterte/n Kritiker*in vor einer Juri verteidigen muss und die jeweilige Debatte vorab von einer/m Moderator*in eingeführt und die anschließende Beurteilung der Juri moderiert wird. Ein hieran anschließender Austausch mit dem Auditorium könnte über einen weiteren inhaltlichen Austausch hinaus dann auch genutzt werden, um Rückmeldungen zur jeweiligen Rolle/Darstellung der Argumente/Positionen geben zu können. Hinweis: Die Textauswahl setzt den Überblick zur Ideengeschichte der praktischen Philosophie aus dem Wintersemester zwar chronologisch fort, setzt den Besuch dieses Seminars jedoch nicht voraus. Leistungsnachweis für 3 Kreditpunkte: (Gruppen-)Referat(e) und schriftliche Ausarbeitung

Literatur

Alle Texte aus: Robin Celikates und Stefan Gosepath: Philosophie der Moral, Suhrkamp 2013 (4. Aufl.).

Lehrperson

Dr. Suzana Alpsancar

SWS

2.0

Module

  • Grundströmungen der Philosophie (13428)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (13322)
  • Ethik und Handeln (13431)
  • Philosophie- und Ideengeschichte (12190)