Geschichte

Die Anfänge der Materialprüfung in Cottbus gehen zurück auf das Jahr 1958, in dem durch Prof. Dahl an der neugegründeten Hochschule für Bauwesen ein Labor für Bau- und Werkstoffe eingerichtet wurde. Seit der Anerkennung dieser Prüfstelle durch das damalige Amt für Standardisierung, Messwesen und Warenprüfung (ASMW) im Jahre 1964 werden Aufgaben der amtlichen Materialprüfung für das Bauwesen wahrgenommen.

In Analogie zu Materialprüfanstalten der Altbundesländer (z.B. Aachen, Braunschweig, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart, München) wurden dabei Fragen der Materialprüfung, der Forschung, der Aus- und Weiterbildung stets als notwendige Einheit gesehen und entwickelt. Mit der Errichtung eines Bautechnikums an der Hochschule im Jahre 1979 ergaben sich neue Möglichkeiten für die Übernahme stofflich-technologisch und baukonstruktiv orientierter Forschungsaufgaben. Gleichzeitig diente das Bautechnikum als experimentelles Zentrum der Bauingenieurausbildung für die Bauhochschulen der ehemaligen DDR.

Kurz nach der Gründung der Technischen Universität Cottbus beschloss der Gründungssenat die Bildung einer Forschungs- und Materialprüfanstalt (FMPA) als zentrale Einrichtung der Universität. Dabei wurde gewürdigt, dass die FMPA mit der Versuchshalle (1530 m²), mit den Laboren und Werkstätten (2040 m²) sowie mit dem Freigelände auch heute noch eine im deutschsprachigem Raum großzügige Einrichtung darstellt. Die nach der Wende zwingend erforderliche Modernisierung und Erweiterung der Prüf- und Anlagentechnik wird seitdem zielstrebig verfolgt.