Innovationspreis Berlin Brandenburg 2017 für B+K und Generic Assays

Erstmals sechs Preisträger mit einem Preisgeld von 10.000 € ausgezeichnet

Am 1. Dezember 2017 wurde der diesjährige Innovationspreis Berlin Brandenburg am Campus Griebnitzsee der Universität Potsdam feierlich vergeben. Mit der Professor Berg & Kießling GmbH und der GA Generic Assays GmbH können sich zwei BTU-nahe Unternehmen zu den insgesamt sechs Gewinnern zählen. Für sie gab es ein Preisgeld von jeweils 10.000 €. Ebenfalls in den Kreis der zehn Nominierten hatte es das Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen, als einziger reiner Hochschulvertreter geschafft.

Aus 134 Bewerbungen wählte eine die 17-köpfige Jury unter Vorsitz von Prof. Dr. Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wis­senschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), zehn nominierte Projekte aus, von denen sechs nun ausgezeichnet wurden.

Die BTU Ausgründung Professor Berg & Kießling GmbH (B+K) erhielt für ihre Arbeit an einer »Extern befeuerten Gasturbine zur Verwertung von hid­den fuels« einen der Innovationspreise. Verunreinigte Biomasse, Produktionsreste, Fackelgase oder Müll nutzen die Unternehmer in ihrer Mikrogasturbine zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kälte. Die modulare Bauweise ermöglicht den einfachen Transport. Damit können Reststoffe direkt am Ort ihrer Entstehung zur Energieerzeugung genutzt werden. Leistungen von 60-200kW können mit diesem Verfahren erzeugt werden.

Die GA Generic As­says GmbH steht als eine der Stifterinnen der Professur Multiparameterdiagnostik in enger Kooperation mit der BTU. Das Unternehmen, das auf die Differentialdiagnose autoimmuner Erkrankungen spezialisiert ist, ging mit einem »Test für die Diagnose und Prognose der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung« ins Rennen um den Innovationspreis Berlin Brandenburg. Mit der zum Patent eingereichten Methode für die Prognose und Diagnose der akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis), an deren Entwicklung auch das Fachgebiet Multiparameterdiagnostik von Prof. Dr. Peter Schierack beteiligt war, konnten sie die Jury ebenfalls überzeugen. Der Test lässt es zu, eine Pankreatitis sehr früh zu diagnostizieren und den Verlauf besser abzuschätzen. Außerdem vereinfacht sich die Abgrenzung der akuten von der chronischen Pankreatitis oder anderen Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse.

Als einziges rein wissenschaftliches Projekt schaffte es das Fachgebiet Leichtbau mit strukturierten Werkstoffen von Prof. Dr.-Ing. Holger Seidlitz mit dem Projekt »Hoch effizienten CFK-Profilplatten für Wärmeüber­tragungssysteme« unter die zehn Nominierten. Mit carbonfaserverstärktem Kunststoff ist es den Wissenschaftlern gelungen, Wärmeübertragungsplatten herzustellen, die im Vergleich zu herkömmlichen Technologien nur ein Viertel des Gewichts und dabei eine 50-mal höhere Wärmeleitfähigkeit aufweisen. Gleichzeitig sind die neuen Profilplatten korrosionsbeständiger, leichter zu warten und dank der hohen Wärmeleitfähigkeit platzsparender einzusetzen, als System, die auf Stahlplatten basieren. Damit eignen sie sich perfekt für den Einsatz in PKW-Motoren oder in der Solar- und Klimatechnik.

Der Innovationspreis Berlin Brandenburg wird jährlich von den Wirtschafts­verwaltungen der Länder Brandenburg und Berlin ausgelobt. Mit der Ein­bindung von Wirtschaftsunternehmen als »Private Partner« war und ist der Preis auch ein Preis der Wirtschaft für die Wirtschaft. Mehr als 160 Preisträger wurden in den vergangenen 33 Jahren bereits für ihr heraus­ragendes und innovatives Schaffen ausgezeichnet

Kontakt

Benedikt Stahl
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
T +49 (0) 355 69-2115
E benedikt.stahl(at)b-tu.de

Alle Preisträger des Innovationspreises Berlin Brandenburg 2017 (Foto: B.Bartelsen/innovationspreis.de)