Die Zentrale Einrichtung Hochschulsport nimmt teil am „BTU Guest Student Programme“ für geflüchtete Studieninteressierte

Interessierte Teilnehmende melden sich bitte im Büro der Zentralen Einrichtung Hochschulsport und können sich unter Vorlage der Gasthörendenkarte zu Sportkursen (freie Plätze vorausgesetzt) eintragen.

Die Teilnahme ist im Rahmen dieses Gasthörenden- Programms kostenfrei.

https://www.b-tu.de/international/informationen-fuer-gefluechtete

Parasport

Para Radsport für StudentInnen der BTU Cottbus, die sich von ihrer körperlichen Beeinträchtigung nicht davon abhalten lassen, die Freiheit auf zwei oder drei Rädern zu genießen und die sportlich fit werden oder bleiben wollen. Radsport und Behinderung: Mit einer körperlichen Beeinträchtigung wird in der Regel mit dem Handbike oder mit dem Zweirad gefahren. Bei cerebralen Bewegungsstörungen und Problemen mit dem Gleichgewicht trainiert man häufig auf Dreirädern. Sehbehinderte bzw. blinde Menschen sind mit sehenden PilotInnen auf dem Tandem unterwegs. Unsere Räder:Wir haben Zwei- und Dreiräder, Handbikes sowie Tandems. Unser wöchentlicher Schnupperkurs dient dem Kennenlernen des passenden Rennrades. Hier stehen vor allem Technik und die Grundlagenausdauer auf dem Plan. Ganz nebenbei entdeckst Du bei kleineren Radtouren die wunderschöne Umgebung von Cottbus. Wenn Du bereits Erfahrungen im Para Radsport gemacht hast, dann bist Du im Fortgeschrittenenkurs genau richtig. Gemeinsam drehen wir an den Stellschrauben zu mehr Kraft, Ausdauer und einer verbesserten Fahrtechnik und dies ganz individuell auf Dich und Deine Fähigkeiten abgestimmt. Auf landschaftlich herrlichen Radtouren erkunden wir gemeinsam das Cottbuser Umland.

Der Treffpunkt ist an der Sporthalle auf dem Zentralcampus der BTU Cottbus - Senftenberg am Donnerstag jeweils 16.00 Uhr.

Telefonischer Kontakt: 0160/93470905

Handreichungen

Pausengymnastik 2016

Gymnastik am Arbeitsplatz 2019

Mutig und schwindelfrei Elektrotechnik-Student Martin Henning nutzt jede freie Minute für seine Leidenschaft – ob beim eigenen Training, als Leiter von Kursen oder im Nebenjob, er klettert für sein Leben gern

Wieviel Gewicht können die Fingerspitzen halten? Wie voluminös muss ein Griff sein, um sich gerade noch daran festklammern zu können? Fragen, die Martin Henning in seinen Uni-Kletterkursen an die Teilnehmenden weitergibt – immer mit dem Zusatz »probiert euch aus! Versucht es einfach mal.« Er selbst ist Student der Elektrotechnik und gewissermaßen durch das Klettern an die BTU Cottbus-Senftenberg gekommen. Damals besuchte er die 8. Klasse des nahegelegenen Steenbeck-Gymnasiums. Beim Klettern war er sofort in seinem Element und kam nun jede Woche zum Training. Irgendwann war er so gut, dass er selbst Kurse geben konnte – sogar für Kinder. Sein jüngster Teilnehmer in diesem Semester ist vier Jahre alt und ruft immer begeistert »Martin, Martin, guck mal!«, wenn er es wieder bis ganz nach oben geschafft hat. »Ich habe das Kinderklettern vor vier Jahren übernommen und mache es sehr gern, auch wenn es manchmal schwierig und die Verantwortung hoch ist. Es ist schön mitanzusehen, wie sich die Kinder und ihre Eltern auch für meinen Lieblingssport begeistern.«

Während viele seiner großen und kleinen Kursteilnehmer häufig zum ersten Mal mit dieser Sportart in Berührung kommen, reicht ihm die sieben Meter hohe Kletterwand schon nicht mehr aus. So zieht es Martin Henning immer häufiger in den Boulderraum der Uni-Sporthalle oder direkt raus in die Sächsische Schweiz. Mit dem Ziel im Kopf, beim Klettern in den Bergen immer besser zu werden, gestaltet er auch den heimischen Garten in Drebkau um: Da wird die alte Kinderschaukel zu einer Trainingswand mit Hangelstrecke umgebaut und in der Werkstatt an Fingerbrettern mit verschiedenen Griffen zum Trainieren der Fingerkraft gefeilt. »Mein Vater ist Zimmermann und hat mir vieles beigebracht. Angefangen hat es damit, dass wir zu Weihnachten immer Räuchermännchen gebaut haben. Davon haben wir nun mehr als genug, somit mussten andere Ideen her.«

Das idyllische Fleckchen Land direkt am Wald macht ihn glücklich und so würde der heimatverbundene 21-Jährige auch gern nach dem Studium in der Region bleiben. Den Bachelor in Elektrotechnik hat er schon fast in der Tasche und möchte seinen Master direkt im Anschluss absolvieren – auch an der BTU Cottbus-Senftenberg. »Was mir hier besonders gefällt, ist die gute Betreuung. Das Elektrotechnik-Studium ist zwar ziemlich anspruchsvoll, aber die verschiedenen Module, wie zum Beispiel aus den Bereichen Energietechnik und Energieversorgung, haben mir richtig Spaß gemacht. Mathe hingegen macht seinem Ruf als Rausschmeißer alle Ehre – da musste ich viel Zeit in die Prüfungsvorbereitung investieren. Das hat mir mal wieder gezeigt, dass Fleiß sich auszahlt.« Als Nächstes steht das dreimonatige Pflichtpraktikum auf dem Plan. Hierfür ist Martin Henning vor einiger Zeit bereits tätig geworden und hat auf der Recruitingmesse campus-X-change erste Kontakte zu infrage kommenden Firmen geknüpft.

Wenn alles klappt, wird er im nächsten Wintersemester mit dem Master-Studium beginnen, um sich optimal auf sein Berufsleben vorzubereiten – dann strebt er einen Job in der Branche Erneuerbare Energien an. Bis dahin finanziert er seinen Lebensunterhalt durch einen spannenden Nebenjob, für den man mutig und schwindelfrei sein muss: Während andere Studierende Kellnern, Nachhilfe geben oder als Hilfskräfte an der Uni arbeiten, seilt sich Martin Henning von Plattenbauten ab und dichtet Fugen und Risse ab, damit Kälte und Wasser draußen bleiben.

Der Studiengang Elektrotechnik wird an der BTU universitär sowie fachhochschulisch als Bachelor- und Masterprogramm angeboten. Darüber hinaus gibt es ein duales Studienangebot über sieben Semester.