Studienorganisation

Nachteilsausgleich

Studierende mit Familienaufgaben, Behinderungen und/oder chronischen Erkrankungen sollen im Studienalltag gleichgestellt werden, so dass sie ihr Studium erfolgreich absolvieren können. Individuell ausgestaltete  Portables Dokumentenformat Nachteilsausgleiche (Portables Dokumentenformat Hilfedokument) sollen die Studierenden in ihrem Studienalltag aktiv unterstützen, Diskriminierung vermeiden und damit die Teilhabe am Hochschulleben sicherstellen.
Nachteilsausgleiche sind  keine „Vergünstigungen“, sondern kompensieren individuell und situationsbezogen beeinträchtigungsbedingte Benachteiligungen. Die Verantwortung für die Antragsstellung liegt in der Hand der oder des Studierenden. Die Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen wird nicht im Zeugnis vermerkt.

Sonderstudienplan

Sudierende mit Familienaufaben können auf Antrag einen verbindlichen individuellen Sonderstudienplan vereinbaren. Auf diese Weise können sie Module in anderen Kombinationen und zu anderen Zeitpunkten belegen als im Modulhandbuch vorgesehen. Nicht jeder Studiengang ist dafür geeignet. Bitte informieren Sie sich bei dem zuständigen Prüfungsausschuss der entsprechenden Fakultät zum Vorgehen.
Durch die Gliederung der Studieninhalte in Module, die regelmäßig angeboten werden, können Studentinnen und Studenten mit Kind ihre Studienbelastung zeitlich besser aufteilen und idealerweise das Studium ohne Unterbrechung fortsetzen sowie Prüfungen ablegen.

Teilzeitstudium

Ein Teilzeitstudium ist entweder möglich, wenn ein Studiengang als Teilzeitstudiengang akkreditiert ist (erkenntlich an der Studien- und Prüfungsordnung). Oder ein Teilzeitstudium wird aufgrund besonderer Situationen beantragt, z.B. bei Pflege und Erziehung von Kindern, Pflege und Betreuung naher Angehöriger, Behinderung oder chronischer Erkrankung, regelmäßiger Berufstätigkeit, etc.

Bei einem Teilzeitstudium werden alle Fristen verdoppelt. Semester im Teilzeitstudium werden als halbe Fachsemester und als ganze Hochschulsemester gezählt, Fachsemester werden nur zur Hälfte gezählt. Innerhalb eines Studienjahres dürfen nur  30 Kreditpunkte erworben werden. Ein Studienplan muss erstellt werden. Ein angemessener Studienfortschritt während des Teilzeitstudiums ist regelmäßig nachzuweisen.

Urlaubssemester

Bei Familienaufgaben wie Schwangerschaft, Kindeserziehung, Pflege von Angehörigen oder anderen gewichtigen Gründen ist die Beantragung eines Urlaubssemesters möglich, je nach Studiengang für die Dauer von einem bis zu vier Semestern.
Ein Urlaubssemester zählt nicht als Fachsemester und wird folglich auch nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet. Da Studierende während des Urlaubssemesters immatrikuliert sind, wird das Semester jedoch als Hochschulsemester berücksichtigt.

Der Antrag auf Beurlaubung ist im Zeitraum der Rückmeldefrist schriftlich zu stellen. Tritt der wichtige Grund für die Beurlaubung erst nach Ablauf der Frist ein, ohne dass er vorhersehbar war, so kann der Antrag bis zum jeweils letzten Tag vor Beginn der Lehrveranstaltung gestellt werden. Die Rückmeldefrist für das nachfolgende Sommersemester bzw. Wintersemester beginnt vier Wochen vor Vorlesungsende und endet mit dem letzten Vorlesungstag.

Es ist auch nicht möglich eine(n) Studierende(n) für die Dauer der Bachelor- oder Masterarbeit zu beurlauben, da diese ja Bestandteil des Studienplans ist.
Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses muss die Beurlaubung im Einzelfall genehmigen. Nicht genehmigungsfähig ist die Unterbrechung des Studiums zur Verlängerung der Studienzeit.

Eine Beurlaubung ist im 1. Fachsemester nicht möglich, auch nicht für Master-Studiengänge.
Es ist aber möglich Studierende, welche einen erheblichen Vorlauf an Master-Fächern bereits aus dem Bachelor haben, diese formal in das 2. Fachsemester des Master-Studiums einsteigen zu lassen.

Auskunft erteilt das Studierendensekretariat.

Kurzfristiger Rücktritt von einer angemeldeten Prüfung bei Familienpflichten

In begründeten Einzelfällen wird Studierenden mit Familienpflichten ein kurzfristiger Rücktritt
von einer angemeldeten Prüfung ermöglicht. Entsprechende Bescheinigungen/
Begründungen sind dem Prüfungsausschuss vorzulegen.