Alumna des Monats

Was machen unsere Alumni heute beruflich? Dieser Frage gehen wir nach und stellen monatlich unterschiedliche Alumni und ihre Berufe vor.

Marie Schlobach
Kultur und Technik, 2011

Marie Schlobach studierte in Cottbus Link zu einer externen Seite Kultur und Technik im Bachelor und an der FH Zittau/Görlitz Kultur und Management im Master. Inzwischen arbeitet sie als selbstständige Kulturmanagerin in Halle (Saale) und organisiert dort unter anderem die Link zu einer externen Seite Fête de la musique und Link zu einer externen Seite „tanz, Halle tanz! DAS TANZFESTIVAL FÜR HALLE“.

Hallo Frau Schlobach, wie sind Sie damals auf das Kultur und Technik Studium gekommen?
Ich komme aus einer Ingenieursfamilie und habe ein technisches Abitur, aber eigentlich interessierte ich mich immer für Kultur- und Event-Management. Als ich auf der internationalen Studienmesse in Berlin von dem Studium erfuhr, fand ich es spannend und passend, denn ich mochte sowohl die Kultur- als auch die Technikfächer.

Was machen Sie heute beruflich?
Ich arbeite mit anderen Kulturschaffenden und Vereinen in Halle als selbstständige Kulturmanagerin, wobei ich häufig die rechtlichen, technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Angelegenheiten übernehme. In Halle gibt es sehr viele Tanzschaffende und so sind wir 2015 zu fünft auf die Idee gekommen, ein Tanzfestival zu organisieren. Im Ersten Jahr haben wir es ausschließlich über Crowdfunding und Eintrittsgelder finanziert, da wir keine öffentlichen Förderungen bekommen haben. Beim Crowdfunding war es wichtig, dass wir schon vorher gut in der Szene vernetzt waren und die entsprechende Crowd hinter uns hatten. Zum Kick-Off war die Crowdfunding-Kampagne sehr gut und wir konnten schon im ersten Jahr 500 Gäste begeistern und die Stadt vom Bedarf überzeugen. Inzwischen ist „tanz, Halle tanz!“ eine funktionierende Marke und wird auch über öffentliche Förderungen und Sponsoren finanziert. Auch die Fête de la musique, die weltweit immer am 21. Juni stattfindet, organisieren wir in einem kleinen Team. Mit den Hallenser Veranstaltern bespielen wir viele kleine und große Bühnen. Das würde bestimmt auch in Cottbus gut funktionieren, wenn sich da alle Veranstalter zusammenfinden.

Wie hilft Ihnen das Studium bei Ihrer Tätigkeit?
In Kultur und Technik habe ich gelernt mich schnell in verschiedene Sachgebiete einzuarbeiten, gut zu argumentieren und sowohl zwischen Kulturakteuren als auch Technikern zu vermitteln. Das sind alles Kompetenzen, die ich als Kulturmanagerin unbedingt brauche. Wichtig war zudem, dass wir ein sehr engagierter Jahrgang waren und auch außerhalb der Seminare und Vorlesungen viel diskutierten haben und unsere Studien sehr intensiv verfolgten – bis in die Kneipe. Für meine berufliche Zukunft waren die Wahlpflichtfächer wie Projektmanagement sehr wichtig. Ich habe im Master Kultur und Management studiert, allerdings wusste ich Vieles schon aus dem Kultur und Technik Bachelor.

Würden Sie das Kultur und Technik Studium für Eventinteressierte weiter empfehlen?
Mir hat Kultur und Technik als Studium Generale sehr geholfen. Das Besondere an dem Studium ist, dass man sich nicht festlegen musste und viele Wege danach offen waren. Am wichtigsten für mich waren meine Kommilitonen und viele Dozenten die mich in meiner Entwicklung unterstützt haben. In der Kulturarbeit muss man gut und präzise mit verschiedenen Zielgruppen kommunizieren und seine Ideen und Vorstellungen überzeugend präsentieren. Das konnte ich auf jeden Fall im Kultur und Technik Studium lernen.

Woran denken Sie, wenn Sie sich an ihr Studium erinnern?
Ich denke gerne an meine Mitstudierenden und die tollen Diskussionen die wir innerhalb und außerhalb der Seminare hatten. Das war wirklich eine sehr schöne Zeit.

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