Sexualisierte Belästigung und Gewalt

Sexualisierte Belästigung ist eine Diskriminierungsform, die insbesondere auf das Geschlecht der betroffenen Person zielt.

Sexualisierte Diskriminierung und Gewalt wird in vielfältiger Art und Weise ausgeübt. Dies kann verbal, nonverbal und auch durch tätliche Angriffe geschehen. Es betrifft alle Verhaltens- und Handlungsweisen, die beleidigend, demütigend, von den davon Betroffenen nicht erwünscht sind und als abwertend und herabwertend erlebt werden (AGG § 3, Absatz 4).

Sexualisierte Belästigungen und Gewalthandlungen drücken sich z. B. in folgenden Handlungen aus:

  • Erzählen anzüglicher Witze,
  • Aufhängen oder Verbreiten pornografischen Materials,
  • entwürdigende sexualisierte Bemerkungen über Personen oder deren Körper,
  • Zusenden von unerwünschten E-Mails, SMS, Fotos oder Videos mit sexuellem Bezug,
  • sexuell herabwürdigende Gesten, Aufforderungen oder Verhaltensweisen,
  • Exhibitionismus,
  • unangebrachte und / oder unerwünschte Körperkontakte,
  • gewaltsame körperliche Übergriffe, die strafrechtlich relevant sind, wie sexuelle Nötigung oder Vergewaltigung.

Die BTU spricht sich explizit gegen Sexismus aus. Sie duldet keine sexistischen Äußerungen, Vorurteile, Tätlichkeiten, Drohungen und Beleidigungen.


 

Schutz vor sexualisierter Diskriminierung und Gewalt

  • Anwendung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes
    Mit dem Link zu einer externen Seite Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz vom 14.08.2006 werden die europäischen Richtlinien zur Verwirklichung von Geichbehandlung und des Verbots von Diskriminierung umgesetzt. Das AGG löst das seit 1994 geltende Gesetz zum Schutz vor sexueller Belästigung (Beschäftigtenschutzgesetz) ab.
    Das AGG hat zum Ziel, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Es beinhaltet u. a. eine Verpflichtung der Arbeitgeber_innen, gegeb Benachteiligungen aufgrund von Belästigungen und sexuellen Belästigungen vorzugehen. Die erforderlichen Schutzmaßnahmen umfassen auch vorbeugende Maßnahmen.
  • Sicherheitsvorkehrungen
    In Zusammenarbeit mit den weiblichen Beschäftigten und den Studentinnen werden von den Gleichstellungsbeauftragten universitäre Anlagen und Gebäude auf Gefahrenquellen in Bezug auf sexualisierte Belästigung und Gewalt untersucht sowie Vorschläge für entsprechende Verbesserungen entwickelt, z. B. bauliche Veränderungen, bessere Beleuchtung, Notrufanlagen etc.). Diese Vorschläge werden an den Sicherheitsingenieur und damit an die Universitätsleitung weitergereicht.
  • Kurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung
    Im Rahmen des Hochschulsports bietet die Zentraleinrichtung Hochschulsport allen Mitgliedern und Angehörigen der BTU Kurse zur Selbstbehauptung und Selbstverteidigung an.





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