Zwischen Hochbunker und Synagogenmonument

Eine Ausstellung im AIT-ArchitekturSalon Hamburg zeigt Entwürfe junger Architekten*innen der BTU Cottbus-Senftenberg für die neue Synagoge am ehemaligen Bornplatz

Die Masterstudierenden entwickelten ihre Konzepte für die Synagoge in Hamburg-Rotherbaum in ihren Abschlussarbeiten am Fachgebiet Entwerfen und Bauen im Bestand der Universität. Vom 18. Mai bis 5. Juni 2021 werden die Ergebnisse im Rahmen der Ausstellung präsentiert. Am Donnerstag, 27. Mai, 18 Uhr, sind Interessierte virtuell und vor Ort zu einer Gesprächsrunde eingeladen.

Gezeigt werden Arbeiten von Sarah Al-Masoud, Patricia Cott, Nadin El-Hauary, Paul Fricke und Anna Martens. Betreut wurden diese von den Fachgebieten Entwerfen und Bauen im Bestand sowie Bildende Kunst unter Leitung von Professor Per Pedersen und Professor Jo Achermann. Kuratiert wurde die Ausstellung von Patricia Cott, Marius Birnbreier und Sarah Al-Masoud sowie Sofia Ribás, Stephanie Schoemann, Matthias Tscheuschler und Professor Per Pedersen in Zusammenarbeit mit dem AIT-ArchitekturSalon.

„Mit dem Ziel, ein zeitgenössisches Zentrum jüdischer Kultur in Hamburg zu entwerfen, entwickeln die Arbeiten unterschiedliche, mitunter überraschende Beiträge zum Umgang mit dieser hochaktuellen Aufgabe“, heißt es aus dem AIT-ArchitekturSalon. „Ausgehend von einer Archäologie des Ortes und unter Anwendung gezielter Strategien des Weiter-, Um- und (Wieder-)Aufbauens werden Perspektiven aufgezeigt, wie die Architektur zur Weitererzählung jüdischer Geschichte an diesem Ort beitragen kann, wenn sie sich der Freiheit bedient, das Vorhandene in ihrem Sinne zu transformieren.“

Die Diskussionsveranstaltung am 27. Mai um 18 Uhr greift virtuell und vor Ort das kontroverse Thema auf.

Wie der AIT-ArchitekturSalon Hamburg informiert, wurde die im neoromanischen Stil erbaute Synagoge am Bornplatz im Hamburger Grindelviertel 1906 als größte Synagoge der Deutsch-Israelischen Gemeinde Nordeuropas eingeweiht. In der Reichspogromnacht 1938 wurde sie zerstört und auf Kosten der Gemeinde 1939 abgerissen. Seit 1942 besetzt der heute von der Universität genutzte Hochbunker den Ort und zerteilt den ehemali­gen Bornplatz in den Joseph-Carlebach-Platz und den Allende Platz. In Hamburg wird seit dem versuchten Anschlag auf die Synagoge in Halle im Jahr 2019 über einen Wiederaufbau der Born­platzsynagoge diskutiert.

Die Masterarbeiten aus der BTU befassen sich mit möglichen Lösungs­ansätzen zum Neubau einer Synagoge an dem historischen Ort. Mittels unterschiedlicher städtebaulicher Setzung bilden die entstandenen fünf Varianten den Rahmen der nun gezeigten Ausstellung.

Betont wird seitens des AIT-ArchitekturSalons die herausragende Bedeutung des  Projekts einer neuen Synagoge für Hamburg für die jüdische Gemeinde der Stadt und die lokale Stadtgesellschaft, darüber hinaus für die Wahrnehmung jüdischer Kultur in Deutschland insgesamt. „Die ausgestellten Arbeiten zeugen von einem vielfältigen Umgang mit der komplexen Entwurfsaufgabe. Sie sollen weitere Aufmerksamkeit für das besondere Vorhaben wecken und einen Beitrag zum Diskurs leisten.“

Zu der bis zum 5. Juni im AIT-ArchitekturSalon | Bei den Mühren 70 | 20457 Hamburg gezeigten Ausstellung und den geplanten Gesprächen sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Öffnungszeiten sind: Di, Mi 10 – 18 Uhr und Do, Fr 10 – 20 Uhr.

Weitere Informationen aus AIT-ArchitekturSalon Hamburg zur Ausstellung und zur Diskussionsveranstaltung

Kontakt

Prof. Per Pedersen
Bauen im Bestand
pedersen(at)b-tu.de
Sarah Al-Masouds Innenraumdarstellung
Städtebaumodell von Patricia Cott

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