Dezember 2020

Gastvortrag von Katrine Majlund Jensen

Am 14. Dezember begrüßen wir Katrine Majlund Jensen als Gast in der Reihe Fragment-Diskurse.  Sie wird sich in ihrem Onlinevortrag der Wechselwirkung zwischen dem Fragment-Diskurs und dem Thema Erbe und Denkmalpflege widmen. Katrine Majlund Jensen verfolgt in ihrer Forschungsarbeit eine phänomenologische Annäherung an die gebaute Substanz und deren Reflexion mit der Absicht einer kritischen Durchleuchtung der Methoden und Werkzeuge der Denkmalpflege. In ihren Thesen spielen das Ephemere und Transitorische sowie die Materialität der sich im Verfall befindenden Bauten eine wichtige Rolle für die Identifizierung und Artikulierung neuer Wertungskategorien im Denkmalschutz.

Katrine Majlund Jensen hat Aesthetics and Culture an der Faculty of Arts, School of Communication and Culture, Aarhus University (B.A.) und World Heritage Studies an der Fakultät für Architektur, Bauingenieurwesen und Stadtplanung an der BTU Cottbus-Senftenberg (M.A.) studiert. Ihre Masterabschlussarbeit aus dem Jahr 2019 behandelt das Thema An Affective Affair: An Experiential Approach to Heritage. Katrine Majlund Jensens Interesse an zeitgenössischen Diskursen in der Architektur, Kunst und Denkmalpflege zeigt sich in dem breiten Spektrum ihrer Aktivitäten. So war sie u. a. Praktikantin am Berliner Haus der Kulturen der Welt im Rahmen der Ausstellung Neolithische Kindheit, ca. 1930, Projektkoordination und Stipendiatin der Europäischen Kommission, Youth in Action und Gwärtler Stiftung für das Projekt Contemporary Use of Listed Buildings,  zudem engagiert sie sich für das CineEast Short Film Festival Berlin. Seit April 2020 ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Graduiertenkolleg 1913 Kulturelle und technische Werte historischer Bauten an der BTU Cottbus-Senftenberg.

Dezember 2020

Gastvortrag von Bernd Trasberger

Der erste Gast in unserer Dialog-Reihe Fragment-Diskurseist Bernd Trasberger. Der bildende Künstler setzt sich in seine Arbeit oftmals mit Architektur und Architekturgeschichte auseinander. Archivrecherche ist nicht selten der Ausgangspunkt eines Projekts. In seinem Onlinevortrag präsentiert der Künstler zwei Arbeiten, denen eine solch elaborierte Recherche zugrunde liegt.

Die erste Arbeit, "No Story – A Life in Architecture", ist eine Erzählung über das Verschwinden von Architektur und den Einfluss des Unsichtbaren auf unsere Kultur. Ihr zugrunde liegt die Recherche über den Architekten Minoru Yamasaki (1912-1986), die Trasberger zwischen 2013 und 2016, bei der Sichtung des gesamten Archivs des US-amerikanischen Architekten Minoru Yamasaki, erarbeitet hat. Geplant war eine umfassende Publikation über seine Architektur in der jedoch kein einziges reales Bauwerk abgebildet werden sollte. Es ist ein tragischer Zusammenhang, dass Yamasaki zwei einst gefeierte Architekturen der Moderne entworfen hat, die heute vorwiegend durch ikonische Bilder ihrer Zerstörung bekannt sind: den Wohnkomplex Pruitt-Igoe in St. Louis (1955-1976) und das World Trade Center in New York City (1973-2001). Beide Zerstörungen wurden live im Fernsehen übertragen und stehen jeweils für einen gesellschaftlichen Paradigmenwechsel. Trotz der beispiellosen Bedeutung dieser Bauwerke für die Architektur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts ist ihr Schöpfer heute weitgehend unbekannt.

Im Jahre 2019 wurde Trasberger vom Haus der Architektur in Graz eingeladen, um im Rahmen des steirischen herbst 19 eine Recherche über die italienische Gruppe Superstudio zu machen. Superstudio hatte 1969 auf einer Ausstellung in Graz die erste und einzige realisierte Version ihres bekannten Werkzyklus' “The Continuous Monument” erschaffen. Aus den Archivalien die sich in den Sammlungen der Grazer Museen befinden und einer Konversation mit den noch lebenden Mitgliedern von Superstudio schuf Trasberger den Film “Liebe Grüße aus Graz von Superstudio”, den er uns am 7. Dezember vorstellen wird.

November 2020

Neue Publikation

Das Modell des Fragmentarischen. Erfahrungen der Moderne in der Architektur

Autorin:  Adria Daraban

in

Romantische Urbanität

Transdisziplinäre Perspektiven vom 19. bis zum 21. Jahrhundert

Landschaften werden oftmals als ›romantisch‹ wahrgenommen − und Städte? Der urbane Raum bildet einen ebenso wichtigen Aktualisierungsort von Ideen und ästhetischen Strategien der historischen Romantik. Der Band zeigt, wie sich romantische Modelle in Stadtentwürfen, Stadtwahrnehmungen und Stadtaneignungen gebildet haben.

Auch wenn die große Bedeutung des Naturerlebens in der Romantik unbestritten bleibt, lässt sich zeigen, dass neben Natur und Landschaft auch die Stadt einen wichtigen Aktualisierungsraum des ›Romantischen‹ bildet. Zentrale Elemente romantischer Stadtvorstellungen sind die harmonische Verbindung von Stadt und Land, die Ästhetisierung des städtischen gebauten und sozialen Raums, die Wertschätzung des Fragmentarischen und die Orientierung an einer imaginierten Vergangenheit. Diese Grundzüge romantischer Urbanität werden in diesem Band in verschiedenen Facetten vorgestellt und dabei auch Aktualisierungen bis in das moderne Stadtmarketing hinein aufgedeckt.

Dezember 2020

Fragment-Diskurse

Die Anziehungskraft des Fragmentarischen als Topos der Kunst, Literatur und Philosophie scheint spätestens seit seiner theoretischen Fixierung in der Frühromantik ungebrochen zu sein. Reste, Risse, Lücken oder Brüche geben der Kunst einen neuen Ausdruck; verstummende Stimmen, abgebrochene Gesten, unvollendete Verse im fragmentarischen Schreiben, Dissonanzen, Verfremdungen und Verzerrungen verändern Klang und Ausdruck aller Formen der Darstellung. Über das Fragment als „Moment der Denklust“ (Phillipe Lacoue-Labarthe/Jean-Luc Nancy)[1] und radikale Geste der Befreiung der Kunst von der Idee des ästhetisch Schönen möchten wir uns im Rahmen der Dialog-Reihe „Fragment-Diskurse“ unterhalten. Gemeinsam mit unseren geladenen Gästen werden wir der Frage nach der Gültigkeit, Tragweite und Erscheinungsformen des Fragment-Begriffs in Architektur nachgehen. Im Dialog werden wir den zeitgenössischen Diskurs aufgreifen und darüber sprechen, inwiefern Konzepte von Modernität und Fragment sich dort niederschlagen.

https://zoom.us/j/92729149318?pwd=bDRERnlYK3FaeVFSTHRyNEd3OHB3Zz09

Meeting-ID: 927 2914 9318
Kenncode: 246746

Diese Reihe ist Bestandteil des Master-Seminars "Fragment-Diskurse. Theorien der Moderne im Zeichen des Fragmentarischen".


[1]     Phillipe Lacoue-Labarthe und Jean-Luc Nancy: Noli me frangere,in: Lucien Dällenbach und Christiaan L. Hart Nibbrig (Hrsg.): Fragment und Totalität, Frankfurt a. M. 1984, S. 64–76.

Dezember 2020 

Das Fachgebiet Architekturtheorie begrüßt die neuen Tutorin Beyza Batili.

Juni 2020

Masterarbeit von Felix Leon Zohlen, UdK Berlin

Barbozan - Wohnbau/Umbau/Landwirtschaft

Betreuer: Prof. Mathias Noell, Prof. Florian Riegler, Gastprof. Adria Daraban

Juni 2020

Gastvortrag von Bernd Trasberger

im Rahmen des Seminars Fragmente der Moderne

8. Juni 2020, 9:30 Uhr

Online

https://zoom.us/j/96399620810

Meeting-ID: 963 9962 0810

Bernd Trasberger lebt und arbeitet als bildender Künstler in Berlin. In seinen bildhauerischen Arbeiten, Installationen, Collagen und Filmen beschäftigt sich der Künstler mit dem Moment des Wandels von urbanem Raum. Die Utopien der Nachkriegsmoderne bilden dabei einen wichtigen Referenzpunkt. Seinen Arbeiten geht meist eine intensive Recherche voraus, durch die oftmals das Medium des Werks bestimmt wird. Durch Aneignung und Wiederverwertung von architektonischen Fragmenten oder Rekontextualisierung von Archivalien stellt Trasberger die Frage, welchen Wert und welchen Platz das schwere Erbe der Moderne heutzutage einnimmt.

2019 produzierte Trasberger im Rahmen des steirischen herbst seinen ersten Film Liebe Grüße aus Graz von Superstudio. Trasbergers Film wurde als Installation im Haus der Architektur Graz in der Ausstellung Sorry the file you have requested does not exist gezeigt. Für die Archivrecherche verbrachte Trasberger mehrer Monate in Graz und war in engem Kontakt zu den damals noch lebenden Mitgliedern von Superstudio.

www.berndtrasberger.de

Seminar Fragmente der Moderne. Architekturspezifische Konzepte

Dozentin: Adria Daraban

April 2020

Alle Veranstaltungen des FG Architekturtheorie werden im SoSe 2020 online stattfinden.

April 2020 

Das Fachgebiet Architekturtheorie begrüßt die neuen Tutoren Arwin Hadji und Christoph Heidenreich.

Februar 2020

Adria Daraban Gastkritikerin im Studio van Rijs/ TU Berlin

Masterprojekturban production

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