Mai 2021

Gespräch

Adria Daraban und Bernd Trasberger

zu Gast in der Dialogreihe „Resonanzräume“ am Fachgebiet DE/CO, TU Berlin, Gastprof. Jan Kampshoff.

Freitag, 14.05.21, 18.00 Uhr
Zoom 919 5560 7886
Pw 455366

Im Sommersemester 2021 beschäftigt sich das Fachgebiet DE/CO mit dem Phänomen der Resonanz. Frei nach dem Soziologen Hartmut Rosa versuchen wir einer Welt, die durch die Wachstumsdynamik moderner Gesellschaften geprägt ist, ein Gegenangebot zu unterbreiten. “Wenn Beschleunigung das Problem ist, dann ist Resonanz vielleicht die Lösung” so Rosa – was könnte das für die Architektur bedeuten? Wie können uns architektonische Strategien dabei helfen, eine neue Art der Weltbeziehung entgegen der Steigerungslogik zu ermöglichen?

Die Reihe „Resonanzräume“ bietet einen diskursiven Blick über den disziplinären Tellerrand. Dazu finden jeden zweiten Freitag um 18:00 Uhr Online Talks mit jeweils 2 Gästen aus den Bereichen Architektur, Musik, Theater, Soziologie und Philosophie statt

Die Vortragsreihe „Resonanzäume“ ist Teil der „Akademie des Sorgetragens“, die im Rahmen der Ausstellung „Sorge um den Bestand. Zehn Strategien für die Architektur“ im Deutschen Architektur Zentrum DAZ stattfindet.

Mai 2021

Gastvortrag

Prof. Dr. Johannes Grave

Die Fachgebiete Architekturtheorie und Entwerfen und Bauen im Bestand freuen sich, im Rahmen des Masterentwurfs „Caspar-David-Friedrich-Museum in Greifswald“ und des begleitenden Architekturtheorieschwerpunktes „Architektur und Romantik“Prof. Dr. Johannes Grave begrüßen zu dürfen. Zu seinem Online-Gastvortrag „Kommet und sehet“. Zur Deutung von Bildern Caspar David Friedrichs am Montag, den 3. Mai 2021 um 19:00 Uhr möchten wir Sie herzlich einladen.

Prof. Dr. Johannes Grave ist Professor für Neuere Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zuvor lehrte er an der Universität Bielefeld; von 2009 bis 2012 war er stellvertretender Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris. Für seine Arbeiten – u. a. Bücher über Giovanni Bellini, Architekturdarstellungen in der Malerei des Quattrocento, Caspar David Friedrich und Goethe – wurde er 2020 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

Über diesen Link können Sie sich unseren Gesprächen anschließen:

https://zoom.us/j/96793898632?pwd=SlhBb2p3c2hlRFlIZitJSjZyL2dhdz09

Meeting-ID: 967 9389 8632

Kenncode: 425502

März 2021

CfP: Fragment

archimaera #10

Für die kommende Ausgabe von archimaera lädt die Redaktion zur ­Auseinandersetzung mit dem Themenfeld des Fragmentarischen in der ­Architektur ein. Das Fragment – zugleich Überbleibsel und Zeuge der Erosion– entfaltet in ­allen Bereichen der Kunst stets seine auratische Präsenz. Die Anziehungskraft, die es in Kunst, Literatur und Philosophie ausübt, scheint spätestens seit seiner ­theoretischen Fixierung in der Frühromantik ungebrochen zu sein. Reste, ­Risse, Lücken oder Brüche geben der Kunst einen neuen Ausdruck; ver­stummende Stimmen, abgebrochene Gesten, unvollendete Verse im fragmentarischen Schreiben, Dissonanzen, Verfremdungen und Verzerrungen verändern Klang und Ausdruck aller Formen der Darstellung. Das Fragment verkörpert die ­radikale Geste der Befreiung der Kunst von der Idee des ästhetisch Schönen, ­Harmonischen und Ganzen.

Wir laden dazu ein, fachspezifische und fachübergreifende Zugangsweisen zum Denkmodel des Fragmentarischen in der Architektur darzustellen und zu diskutieren. Neben wissenschaftlichen ­Beiträgen sind künstlerische Interpretationen und Projekte zum Thema sehr willkommen.
Call for Papers als PDF (deutsch/englisch)

Fristen:
30. April 2021 (Exposés)
31. August 2021 (Full Papers)

März 2021

Figures of the Fragmentary

Lecture 15 March 2021, 20hrs.

Adria Daraban

Euregional workshop
Universiteit Hasselt,
Technische Universiteit Eindhoven,
Université de Liège,
Bergische Universität Wuppertal
15 – 19 March 2021
 

Under the title Figures of the Fragmentary the talk will examine the notion of the fragment, starting with its theoretical definition in early Romanticism. As such, the fragment embodies the radical gesture of liberation of the arts from the idea of the aesthetically beautiful, harmonious and whole. The argument will follow the conceptualization of the fragment in architecture, following its oscillation between a contemplative reflection on the relationship between the fragment and the whole and on the other hand the experience of fragmentation as a quality of the architectural order.

März 2021

Neue Publikation

archimaera #09

Rückseiten / The Rear View

rückseiten — die 'andere seite' im bauen und denken

Herausgeber: Daniel Buggert, Adria Daraban, Karl R. Kegler, Felix Martin, Anke Naujokat, Rainer Schützeichel

Die Polarität von Vorder- und Rückseiten ist eine Grundlage der menschlichen Selbst- und Welterfarung. Von Kind an wird gelernt, einem Mitmenschen in der sozialen Interaktion das Gesicht zuzuwenden. Ein feines Gespür indiziert, wie soziale Situationen über die Positionen der Akteure zueinander zu entschlüsseln sind; wer seinen Mitmenschen den Rücken zuwendet, formuliert eine Aussage.

Mit dem Thema "Rückseiten" greift die neue Ausgabe von archimaera ein grundlegendes und zugleich meist übersehenes Thema in Kunst und Architektur auf. Nach dem Start der letzten Ausgabe im Kölner Ungers Archiv für Architekturwissenschaft ist die Online-Zeitschrift für Architektur, Kunst und Kontext dieses Mal zu Gast an der Hochschule München. Wie immer stehen die Beiträge von internationalen Architektur-Experten auf der open access-Plattform, die 2008 mit dem Ziel gegründet wurde, fundiert und zeitgemäß im Internet zu publizieren, allen Interessierten kostenfrei zur Verfügung. Auf dem virtuellen Podium, das aus Anlass der Veröffentlichung der neuen Ausgabe zusammenkommt, begrüßen die Hochschule München und die Redaktion Nicola Borgmann von der Architekturgalerie München, die Wiener Architekturtheoretikerin und Technikphilosophin Vera Bühlmann sowie die Stadtplanerin und -forscherin Eirini Kasioumi von der TU München.

Launch am 16. März 2021 · 17:30 Uhr · Zoom-Event

Februar 2021

Gastvortrag von Christoph Rauhut

In seinem Vortrag (auf Deutsch) stellt Christoph Rauhut das Dokumentations- und Publikationsprojekt Fragments of Metropolis vor. Die Architektur des Expressionismus ist der Aufbruch der Baukunst in die goldenen Zwanziger: Noch heute zeugen existierende expressionistische Fragmente von einem unbedingten Formwillen und einem gekonnten Umgang mit Farbe, Material und Licht; zugleich verkörpern die Bauten die Utopie einer anderen Welt. Gebaut werden sollte die moderne Metropolis. Dies alles Beides spürt man noch heute an den übrig gebliebenen Fragmenten. Bauten des Expressionismus findet man überall in Europa, doch viele von ihnen sind bis heute unbeachtet und vergessen. Seit 2010 haben Christoph Rauhut und Niels Lehmann begonnen diese Bauten auf dem gesamten Kontinent zu dokumentieren.

Christoph Rauhut hat Architektur an der RWTH Aachen und der ETH Zürich studiert und in Zürich am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung promoviert. Seit Oktober 2018 ist Christoph Rauhut Landeskonservator und Direktor des Landesdenkamtes Berlin. Zuvor war er seit 2016 Referent in der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Diese Reihe ist Bestandteil des Master-Seminars Fragment-Diskurse. Theorien der Moderne im Zeichen des Fragmentarischen.

Februar 2021

Gastvortrag von Colm Moore

Colm Moore setzt am 1. Februar um 19:15 Uhr unsere Dialog-Reihe "Fragment-Diskurse" fort. Colm Moore studierte Architektur am University College Dublin und absolvierte einen PdD by Practice am RMIT. Er ist Direktor des M.Arch-Programms und Leiter einer Unit an der Queens University Belfast. Zusammen mit Andrew Clancy betreibt er das 2008 gegründete Architekturbüro Clancy Moore Architects in Dublin.

Im Hinblick auf unseren bevorstehenden Dialog schrieb er uns:

Der venezianische Architekt Carlo Scarpa behauptete: „Um etwas zu erreichen, müssen wir Beziehungen erfinden.“ Wenn wir davon ausgehen, dass er sich auf die kunstvolle Detaillierung von Materialverbindungen in seinen wunderschönen Renovierungsarbeiten bezog, wird uns klar, dass Architektur auf allen Stufen und in allen Maßstäben durch Beziehungen geschmiedet und in ihnen gefunden wird.

In unserer Arbeit betrachten wir die Figur als ein Mittel, um Beziehungen zu verkörpern. In diesen Figuren versuchen wir, die vielfältigen Kräfte, die auf ein Projekt einwirken, in Form zu bringen. Auf diese Weise weiten wir die Gespräche, die unsere Gebäude ausmachen, auf den Raum aus.

Jedes Projekt hat seine eigene Bedeutung, die bei der Herstellung jeder Figur erzeugt wird.  Die Wirksamkeit dieser Figuren liegt in ihrer synthetischen Kraft. Sie lassen zu, dass viele Ideen nebeneinander existieren und eine Architektur mit unterschiedlichen Anliegen entsteht. Wenn sich das Projekt in die Länge zieht, bleiben diese Figuren als Fragmente unserer sich entwickelnden Designgespräche erhalten.

Und noch häufiger verbleiben sie als Fragmente in unserem Studio, um in zukünftigen Projekten wiederentdeckt zu werden.

Diese Reihe ist Bestandteil des Master-Seminars "Fragment-Diskurse. Theorien der Moderne im Zeichen des Fragmentarischen"

Verannstaltungslink:

https://zoom.us/j/92729149318?pwd=bDRERnlYK3FaeVFSTHRyNEd3OHB3Zz09
Meeting-ID: 927 2914 9318
Kenncode: 246746

Januar 2021

Gastvortrag von Marius Grootveld

Marius Grootveld wird am 18 Jannuar 2021 um 19:15 Uhr in seinem Onlinevortrag mit dem Titel Construction of Incident unsere Dialog-Reihe über das Fragmentarische fortsetzen und folgende Thesen darlegen: Die Vorstellung von Veränderungen und Verfall in der Architektur gehört zum „Leben“ eines Gebäudes. Die Teile von Gebäuden, die sich abnutzen oder verändern, haben eine beiläufige Qualität. Ein Ort des Geschehens wird durch ein unbewusstes, nicht geplantes Ereignis entstehen, welches wiederum nur durch Zufall und den Lauf der Zeit zustande kam. Die Mischung aus Formellem und Informellem macht Orte der Ordnung und Erhabenheit sowie Orte des Zufalls und der Intimität möglich. Zusammen beschreiben sie die Abfolge vom Rationalen zum Natürlichen, wobei sich beide Einheiten stets gegenseitig reflektieren.

Ist es möglich, ein Haus oder eine Stadt in dieser Weise zu lesen? Als Ort der formalen Absicht und zugleich Ort des informellen Geschehens? Als Orte, die einer rationalen Struktur folgen und zugleich der romantischen Entropie unterworfen werden?

Marius Grootveld ist ein in Gent ansässiger Architekt und Forscher. Er studierte an der Technischen Universität Delft und an der University of Illinois in Chicago, arbeitete von 2012 bis 2017 als Projektarchitekt bei Bovenbouw Architectuur, Antwerpen und gründete 2016 gemeinsam mit Jantje Engels das Büro Veldwerk Architecten. Weiteren Lehrtätigkeiten geht er an der RWTH Aachen, der Delft University of Technology und seit 2016 an der Rotterdam Academy of Architecture nach. Regelmäßig trägt er mit schriftlichen und fotografischen Essays über Architektur zu Publikationen und Ausstellungen bei. Ein herausragendes Projekt von Marius Grootveld und Jantje Engels, in Zusammenarbeit mit Drawing Matter, war das Projekt Alternative Histories, ein imaginierter Austausch zwischen 80 zeitgenössischen Büros in Großbritannien und Europa mit Architekten aus der Vergangenheit. Jedem Büro wurde eine andere Zeichnung aus der Sammlung von Drawing Matter zugewiesen – vom Frontispiz des Essai sur l'architecture des Abbé Laugier von 1753 über einen Plan der Villa Snellman bis hin zu Studien für ein Theater von Carlo Scarpa. Die Architekten hatten dann die Aufgabe, ein Modell anzufertigen, das nicht nur auf das Gesehene reagierte, sondern auch eine alternative Zukunft für die ursprüngliche Zeichnung vorstellte und dabei die Vorgaben des Projekts einhielt: Obwohl die Modelle aus unterschiedlichen Materialien bestanden und unterschiedliche Maßstäbe hatten, mussten sie transportabel sein und ihre Grundrisse mussten in die Fläche der historischen Zeichnungen passen.

Diese Reihe ist Bestandteil des Master-Seminars „Fragment-Diskurse. Theorien der Moderne im Zeichen des Fragmentarischen“.

Verannstaltungslink:

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