Fragmente der Moderne. Architekturspezifische Konzepte Modul 25405 (MA)

Dozentin: Adria Daraban

Veranstaltungs-Nr.623102

Seminar 4 SWS
Credit Points
: 6

Zeit: 9.30 – 13.00 Uhr /immer montags
online Veranstaltung

Online-Einführung: 20. April 2020

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In künstlerischen, philosophischen und literarischen Diskursen wird das Fragment verhandelt als ein ästhetischer Begriff, der den Aufbruch zu einer modernen Ästhetik signalisiert.[1] Den Kern dieser Neuerung bildet Friedrich Schlegels Theorie des Fragments, die Schlegel (1772–1889) in den „Athenäums-Fragmenten“[2] nicht nur darlegt, sondern auch im Text selbst umsetzt. Es ist eine offene Theorie, die in Form von Essays, Notizen und Aphorismen überliefert ist. Die Auseinandersetzung mit der Fragment-Theorie verhilft uns dazu, Tendenzen und Konzepte in der Architekturgeschichte aufzudecken, die sich von der Idee der Vollendung und der Perfektion lösen, um stattdessen die Fragilität der fragmentarischen Raumordnung zu entdecken und zu praktizieren. Die Erscheinungsformen des Fragmentarischen in der Architektur bleiben nicht beim Bild des Bruchstückhaften, Unvollkommenen oder Zerstörten stecken; stattdessen verkörpern sie die Idee einer offenen, ambiguen und dynamischen Raumordnung.

Wir werden in Form eines Lektüreseminars architektonische, künstlerische und literarische Strategien des Fragmentarischen untersuchen und in Online-Sitzungen gemeinsam diskutieren. Ein weiterer Bestandteil des Seminars sind zeichnerische Analysen von ausgewählten Bauwerken. Unser Ziel ist es, uns gemeinsam an den Werkzeugen der Kritik, die uns die Theorie an die Hand gibt, zu üben, und zwar entlang eines Begriffs, der auch in Architektur wertvolle Erkenntnisprozesse im Gang setzen kann.


[1] Fetscher, Justus: Fragment, in: Barck, Karlheinz/Fontius, Martin/Schlenstedt, Dieter/Steinwachs, Burkhart/Wolfzette, Friedrich (Hg.): Ästhetische Grundbegriffe, Band 2, Stuttgart 2010, S. 551–588.

[2]Athenaeum ist der Titel der Zeitschrift, die von den Brüdern August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel herausgegeben und in Berlin gedruckt wurde. Zwischen 1798 und 1800 erschienen insgesamt sechs Hefte. Das Medium bildete das zentrale literarische Organ der Frühromantik in Jena.

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