Typ-Norm-Individuum – Gesellschaftsbauten in der DDR-Architektur 1970-1990

Lehrende:

Dipl.-Ing. Elke Richter M.Sc.

Termin:

Dienstag, AB, 11:30-13:00 Uhr, 1. Termin 12.04.2016
Lehrgebäude 2D, Raum 109


Studiengang:

Modul (6 CP)
Architektur - Master – PO 2005 und PO 2008 (25402)
Stadtplanung - Master - PO 2005, PO 2008 GT A1-2 (25402)
Bauen und Erhalten - Master – PO 2007 - V3 (25508)

Inhalt:

Die Veranstaltung besteht aus einem theoretischen, in wöchentlichen Seminarterminen und einem praktischen, kompakt durchgeführten Teil. Der praktische Teil hat zum Ziel, den Baubestand der Schwimmhalle an der Siemens-Halske-Straße zu dokumentieren. Im Rahmen einer vertiefenden Bauaufnahme werden Bestandszeichnungen angefertigt, die als Grundlage für einen Entwurf dienen können. Ergänzend soll der Bau in einem Raumbuch auch fotografisch und verbal dokumentiert werden. Ziel ist es, eine Bewertung des Baubestandes zu erarbeiten.

Ausgehend von der Cottbuser Schwimmhalle stehen in dem theoretischen Teil Gesellschaftsbauten im Vordergrund, die für Erziehung, Sport, Gastronomie, Kultur, Konsum etc. in der DDR zwischen 1970-1990 entstanden. Ein besonderer Fokus liegt auf dem ´Komplexen Wohnungsbau´, bei dem ab den 1970er Jahren ganze Stadtviertel einschließlich aller Versorgungseinrichtungen neu errichten wurden, da das 1971/72 beschlossene, groß angelegte Wohnungsbauprogramm die Lösung der Wohnungsfrage ("Jedem seine Wohnung") bis 1990 vorsah.

Innerhalb des Seminars wird zunächst der Geschichte des typisierten und rationalisierten Bauens im 20. Jh. und in der frühen DDR (nach der "Wende im Bauwesen" 1956 bis 1970) nachgegangen.

Darauf aufbauend sollen Zielsetzung und Anspruch der Gesellschaftsbauten im ´Komplexen Wohnungsbau´ genauso betrachtet werden wie deren Realisierung und die entstandenen Typen-Bauten.

Als Vergleich sollen ebenso Sonderbauten wie der Dresdener Kulturpalast oder der Palast der Republik vorgestellt werden. In welchem Kontext entstanden diese individuellen Prestigeprojekte? Darüber hinaus soll versucht werden, die Entstehungsgeschichte der Cottbuser Schwimmhalle und des umgebenden Wohngebietes näher zu beleuchten.

Die Veranstaltung steht zum einen unter der Leitfrage, wie sich das latente Spannungsfeld zwischen dem kostengünstigen, typisierten und dem individuell entworfenen, teureren Planen und Bauen darstellte und welche konkreten Lösungen ausgehandelt wurden. Zum anderen stellt sich innerhalb des staatlich monopolisierten Bauwesens der DDR immer die Frage nach dem staatlichen Einfluss auf die Architektur und das darüber vermittelte (sozialistische) Menschenbild.

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