Von Antikenrezeption bis structure from motion

Lehrender:

Dipl.-Ing. Henning Burwitz

Termin:

Montag, A/B, 13:45 - 17:00 Uhr
1. Termin 10. April 2017
Lehrgebäude 2D, Raum 109

Studiengang: Modul

Architektur Master (Uni-Profil), Modul 25402
Stadt- und Regionalplanung Master (Uni-Profil),  Modul 25402
Bauen und Erhalten Master (Uni-Profil), Modul 25508 

Inhalt:

Rezeption beinhaltet sowohl die mehr oder weniger verstehende Aufnahme eines Werkes als auch die Übernahme fremden Gedanken- und Kulturgutes. Und auch der heutige Architekt und Bauforscher fällt unter beide Aspekte dieses Rezeptionsbegriffs: Er ist Teil einer unter verschiedensten Einflüssen entstandenen Kultur und er strebt gleichzeitig die „verstehende Aufnahme“ von Architektur an; er kann weder bauend noch forschend aus diesem Bezugsrahmen ausbrechen und ist gleichzeitig um Verstehen, also objektives Erforschen bemüht. Die Untersuchung der Wirkmechanismen von Rezeption am Beispiel der Antike ist also über die Beschäftigung mit der eigenen (Bau-) Kultur hinaus vor allem als kritische Prüfung der eigenen Methoden interessant.

Im Seminar werden die verschiedenen Aspekte der Antikenrezeption an Beispielen aus der Architekturgeschichte untersucht. Welchen Einfluss hatte die Antikenrezeption auf die Architektur und den gesellschaftlichen und professionellen Diskurs der jeweiligen Zeit? Welcher Art war ein möglicher Einfluss auf die Architekturlehre? Dahinter steht zudem die methodische Frage wie, von wem, mit welchen Mitteln und mit welcher Motivation antike Architektur erfasst, dokumentiert, interpretiert und vermittelt wurde, und welchen Einfluss der Hintergrund des Protagonisten auf das Ergebnis hatte.

Im zweiten Teil des Moduls wird das Thema der Methodenkritik vertieft und um einen praktischen Teil ergänzt. Mit structure from motion wird eine aktuelle Aufnahmetechnik vorgestellt, die beispielhaft für Trends in der technischen Entwicklung stehen kann. Zum einen erlaubt die jüngere technische Entwicklung eine immer genauere geometrische Erfassung des Befundes, zum anderen wird der Erfassungsprozess zunehmend automatisiert. Dabei werden die verwendeten Techniken immer komplexer, sie nehmen dem Anwender immer mehr Entscheidungen im Dokumentationsprozess ab und entziehen sich zunehmend der Überprüfbarkeit durch den Anwender. Am Ende eines Strebens nach immer höherer Genauigkeit steht in letzter Konsequenz die Frage nach der ihrem Einfluss auf die Interpretation des Befundes. Zur Annäherung an das Problem wird der gesamte Erfassungsprozess mit einem ausgewählten Programm geübt und insbesondere im Hinblick auf die kritischen Aspekte untersucht.
(Vorbedingung: eigener Rechner)

* „Veduta di Campo Vaccino“, Giovanni Battista Piranesi, (um 1748) in: Opere di Giovanni Battista Piranesi, Francesco Piranesi e d'altri. Firmin Didot Freres, Paris, 1835-1839.

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