Bau- und Stadtbaugeschichte vom Barock bis zum Historismus

Bereits in der Renaissance werden antike Formen ab dem 16. Jahrhundert in zunehmend theatralischer und pathetischer Art weiterentwickelt. Deren freie Anwendung im Barock und Rokoko führt zu einer wahren Meisterschaft der Architekten, illusionistische Kleinräume und absolutistische Monumentalanlagen zu erdenken. Die Entdeckung und Kolonisierung Amerikas führt zu einem regelrechten Export dieser europäischen Vorstellungen von Architektur und Stadtplanung.

Als Gegenbewegung zum Barock und Rokoko entsteht in der 2. Hälfte des 18. Jhs. der Klassizismus, dessen Architektur sich erneut an klassischen Vorbildern der griechischen und römischen Antike orientiert. Im 19. Jh. werden auch die übrigen historischen Baustile als Vorbilder 'wiederentdeckt', und das Zeitalter des Historismus ist von zunehmendem Stilpluralismus geprägt. Parallel dazu führt die Entwicklung der Glas-/Eisenkonstruktionen zu einer neuen Architektursprache. In der Stadtplanung werden die dirigistischen Konzepte des Absolutismus zunehmend von sozialutopistischen Vorstellungen abgelöst. Mittels der Vorlesung werden die Studierenden befähigt, die antiken und mittelalterlichen Grundlagen der neuzeitlichen Architektur und des Städtebaus zu erkennen. Sie erhalten Grundkenntnisse über die Entwicklung der Stadtplanung, Baustile und Bauweisen des 17. bis 19. Jahrhunderts und können historische Gebäude und Städte typologisch sowie zeitlich einordnen.

Wintersemester 2021/22

Lehrende: V.-Prof. Dr.-Ing. Elke Richter

Zeit: Dienstag, 17:15 - 18:45 Uhr (wöchentlich)

Beginn: 12.10.2021

Ort: Audimax 1

Leistungsnachweis: Klausur

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