Aktuelles

Pergamonmuseum. Das Panorama

Die Ausstellung der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin zeigt unter anderem die wissenschaftlichen Visualisierungen des Lehrstuhls Darstellungslehre, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) Abteilung Istanbul entstanden sind. In der Bildlegende wird auch mithilfe eines QR-Codes auf den für die Leipziger Ausstellung mit einem Sprechertext vertonten Film hingewiesen.

16.11.2018 bis voraussichtlich 2024

Pergamon wiederbelebt!
Die antike Residenzstadt in 3D

Eine Ausstellung des Antikenmuseums der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) Abteilung Istanbul und dem Lehrstuhl für Darstellungslehre an der BTU Cottbus-Senftenberg

21.04.2018-15.07.2018

„Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine neue virtuelle 3D-Rekonstruktion des antiken Pergamons, die der Lehrstuhl für Darstellungslehre an der BTU Cottbus in Kooperation mit dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI) erarbeitet hat. Die Schau vermittelt den Besuchern ein modernes, plastisches Bild antiker Stadträume. Zugleich soll sie zum Nachdenken über die eigene urbane Umwelt anregen.

Als Herrschersitz der hellenistischen Dynastie der Attaliden und als römische Metropole gehörte Pergamon an der Westküste der Türkei zu den prominentesten städtischen Zentren der antiken Welt. Seit über 130 Jahren erforschen Archäologen unter Leitung des DAI den urbanen Gesamtorganismus, die Nekropolen und das Umland der Stadt.

Die Ausstellung thematisiert die zahlreichen, seit Beginn der Ausgrabungen unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten entstanden Rekonstruktionen, die die Ruinen der Bauten von Pergamon zum Leben erwecken. Archäologen, Bauforschern, aber auch dem Laienpublikum helfen sie, antike Architektur als Ganzes einschließlich ihrer Beziehung zu dem von den Menschen gestalteten Lebens- und Naturraum zu verstehen.

Zu Beginn erwartet den Besucher die Filminstallation der neuen 3D-Rekonstruktion Pergamons, die in einem Gang zur Akropolis mit den Herrscherpalästen den urbanen Stadtorganismus als Ganzes veranschaulicht. Anschließend wendet sich die Schau zentralen Stadträumen zu, in denen die Bewohner lebten und arbeiteten und die für ihre Erziehung, Religion und Kulte von großer Bedeutung waren.  Das folgende Kapitel stellt die archäologisch-bauhistorischen Arbeit und wissenschaftliche Dokumentation der erhaltenen Baureste vor, auf denen die wissenschaftlich korrekte und anschauliche Rekonstruktion einzelner Bauten, Architekturensembles und ganzer Städte aufbaut.

Abschließend wendet sich die Ausstellung verschiedenen Medien der Visualisierung antiker Architektur zu. Neben älteren zeichnerischen Rekonstruktionen einzelner Baukomplexe ist ein verkleinerter Ausdruck des 360° Pergamon-Panoramas des Künstlers und Architekten Yadegar Asisi zu sehen. Besonders wird auf die in den letzten Jahren perfektionierten digitalen Visualisierungen eingegangen. Archäologen dienen sie nicht nur zur Veranschaulichung von Forschungsergebnissen, sondern zunehmend auch als wichtiges Instrument bei der Produktion neuer Erkenntnisse und für die Erweiterung des wissenschaftlichen Horizonts.

Öffnungszeiten: Di-Do, Sa, So 12-17 Uhr
Mo, Fr, gesetzliche Feiertage geschlossen
Eintritt: 3 Euro, ermäßigt 1,50 Euro

Sharing Heritage

Die Ausstellung ist Teil der DAI-Präsentation Entangled History – Vernetzte Geschichte zum Europäischen Kulturerbejahr 2018.

Weitere Informationen und Events finden Sie hier: Link zu einer externen Seite www.dainst.org/kulturerbejahr2018

Quelle: Link zu einer externen Seite http://antik.gko.uni-leipzig.de/index.php?id=207

Farbe in der Architektur

Während Farbe einen zentralen Bestandteil unserer Lebenswelt darstellt, ist sie in der Planung unserer gebauten Umwelt eher von nachrangiger Bedeutung.

Das 11. Dresdner Farbenforum wird sich mit dem Thema Farbe im Entwurfsprozess von Städten, Häusern und Innenräumen aus einer historischen, wissenschaftlichen und praktischen Perspektive befassen. Wissenschaftler, Gestalter und Lehrende werden sich im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen über die Rolle von Farbe in der Architektur in Praxis und Lehre austauschen.

Link zu einer externen Seite 11. Dresdner Farbenforum

"Das Erbe der alten Könige – Ktesiphon und die persischen Quellen islamischer Kunst"

Ausstellung unter Beteiligung des Lehrstuhls Darstellungslehre der BTU im Museum für Islamische Kunst im Pergamon Museum in Berlin

15.11.2016-02.04.2017

Archäologische Forschung im Museum wird anhand der Architekturtraditionen in sasanidischer und islamischer Zeit am Beispiel Ktesiphons vermittelt. In den zwei Kurzfilmen "Ktesiphon – Metropole am Tigris" und "Taq-e Kesra – Ideal eines Iwans" (siehe unten) und einer fünf Meter großen, an der Wand angebrachten perspektivischen Illusion eines Ideal-Iwans, der fragmentarisch mit originalen Stuckfriesen gerahmt ist, werden beispielhaft bruchstückhafte Funde, vor allem Stuckdekore, in ihrem architektonischen Kontext dargestellt um dem Betrachter ihre ursprüngliche Funktion und Einbettung zu verdeutlichen und die ursprüngliche räumliche Wirkung erleben zu lassen. Gleichzeitig galt es, anhand weniger architektonischer Beispiele und wechselnder Maßstäbe vom einzelnen Ornament über private Wohnhäuser und – zur Verdeutlichung ihrer Mehrdeutigkeit – wechselnde Dachlandschaften bis hin zur Palastfassade mit dem ikonischen Bogen des Chosrau, das Bild einer spätantiken Metropole zu vermitteln. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Vermittlung und Darstellung von Unschärfe im archäologischen Wissen. Konzipiert wurde die Ausstellung im Rahmen der Forschungsgruppe (C-3) "Fragments, Ruins and Space: The Perception and Representation of Ancient Spaces in Modern Contexts" des DFG Excellence Clusters TOPOI. Kooperationspartner waren unter anderen auf Seiten der Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) das Museum für Islamische Kunst und das Institut für Museumsforschung sowie das Deutsche Archäologische Institut (DAI) und die HTW Berlin.

Prof. Dominik Lengyel und Catherine Toulouse


Film "Ktesiphon – Metropole am Tigris"

Film "Taq-e Kisra – Idealbild eines Iwan"