Schützenhäuser zwischen Klassizismus und Historismus im Freistaat Thüringen. Untersuchungen zur historischen Entwicklung einer Gebäudegattung.

Sebastian Reipsch M.A.

Bisherige Betrachtungen zum historischen Schützenwesen beschreiben hauptsächlich die sportlichen und sozialen Aspekte des Vereinslebens. Deutlich weniger Beachtung wurde dabei den Schützenhäusern zuteil, obwohl diese einen historisch gewachsenen Bestandteil unseres Kulturraumes darstellen.

Schützenhäuser unterlagen im Lauf der Jahrhunderte einem ständigen Wandel hinsichtlich ihrer Bedeutung und Funktion. Mit der Nutzung vorhandener Wehrstrukturen im ausgehenden Mittelalter begann eine architektonische Entwicklung, deren Höhepunkt in das 19. Jahrhundert fällt. Die wechselnden gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen schlugen sich über die Schützengesellschaften auch in der Konzeption der Schützenhäuser nieder.

Schützenhäuser können demnach als Spiegelbild der sie errichtenden Schützengesellschaften betrachtet werden. Diese spielten im 19. Jahrhundert eine wesentliche Rolle in der bürgerlichen Gesellschaft, weit über das Ausrichten des alljährlichen Vogelschießens hinaus. Gleichzeitig entstanden Schützenhausentwürfe namhafter Architekten mit anspruchsvollen Raumprogrammen. Sie boten vielfältige, vor allem kulturell ausgerichtete Nutzungsmöglichleiten. Beispiele wie die Schützen- bzw. Schießhäuser in Gotha, Weimar, Erfurt, Eisenberg und Meiningen legen darüber eindrucksvoll Zeugnis ab.

Die Dissertation verfolgt das Ziel, die kontinuierliche Entwicklung der Schützenhäuser anhand von Einzelanalysen darzustellen. Abgesehen von einzelnen überregionalen Vergleichen, liegt das Gebiet des heutigen Thüringen im Fokus der Betrachtung. Der vereinsgeschichtliche und allgemein gesellschaftspolitische Kontext in den jeweiligen Einzelfalluntersuchungen wird Grundlage für die Herausarbeitung überregionaler Zusammenhänge. Die verschiedenen Ursachen, in deren Folge die Schützenhauskultur im 19. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte, sollen hierzu erforscht und beschrieben werden. Architekturhistorisch-städtebauliches, kulturhistorisches und soziologisches Erkenntnisinteresse sind hierbei gleichermaßen von Bedeutung.

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