REBOOST - A Boost for Rural Lignite Regions

Laufzeit: 2020 - 2022

Auftraggeber: EIT Climate KIC

Projektpartner: Climate-KIC Holding BV; Climate-KIC GmbH; E3G Germany, Deutschland; Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, Deutschland; Stowarzyszenie Centrum Rozwiązań Systemowych, Polen; Timis Chamber of Commerce, Industry and Agriculture (CCIAT), Rumänien; Wegener Center für Klima und globalen Wandel, Universität Graz, Österreich

Projektbeschreibung: Ziel des Forschungsprojekts „REBOOST – A Boost for Rural Lignite Regions“ ist es, im Rahmen des Europäischen Green Deal (Investitionsplans und Förderungen für einen gerechten Übergang) die lokalen Interessengruppen in drei europäischen Braunkohlenregionen (Lausitz in Deutschland, Konin in Polen und Gorj in Rumänien) zu vernetzen und zu befähigen, nachhaltige Strategien für die Zukunft der Regionen nach dem Braunkohleausstieg zu entwickeln. Dazu werden strategische Simulationstechniken verwendet, um lokale Akteur:innen in die Erforschung, Gestaltung und Umsetzung alternativer, zukünftiger Wege einzubeziehen. In einer interaktiven Umgebung sollen die Teilnehmenden befähigt werden, die sozioökonomischen und geografischen Merkmale der Regionen zu nutzen, um neue Ideen zu verwirklichen.

Das Fachgebiet leitet Arbeitspaket 3 und ist verantwortlich dafür, auf die Regionen zugeschnittene neue ökonomische Szenarien zu entwickeln, welche beim Übergang von der derzeit hohen wirtschaftlichen Abhängigkeit von der Braunkohle in eine kohlenstoffarme Zukunft unterstützen sollen. So weisen die drei Regionen einige Merkmale auf, die den Übergangsprozess erschweren, darunter wirtschaftlicher Abschwung, Bevölkerungsalterung, mangelnde Beschäftigungsmöglichkeiten und eine geringe Zusammenarbeit der Interessengruppen. Die Regionen unterscheiden sich jedoch hinsichtlich der Verfügbarkeit politischer Unterstützung durch die Regierungen und der Finanzierung des Übergangsprozesses.

Homepage: https://wegcenter.uni-graz.at/de/forschen/forschungsgruppe-soco/projekte/reboost

Weitere Informationen unter: https://systemssolutions.org/projects-and-activities/reboost/#:~:text=“A%20Boost%20for%20Rural%20Lignite,to%20a%20low-carbon%20future

Decarbonisierung der Lausitz (DecarbLau)

Laufzeit: 2019 - 2022

Auftraggeber: BMBF

Verbundpartner: Technische Universität Dresden (TUD), Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Projektbeschreibung: Die Lausitz ist eine sogenannte strukturschwache Region: ihre Wachstumsrate, ihr Beschäftigungsniveau und ihre Pro-Kopf-Produktivität sind im bundesdeutschen Vergleich unterdurchschnittlich. Die Beendigung der Braunkohleverstromung trifft somit eine Region, die bereits nach der Wende einen massiven Strukturbruch zu verarbeiten hatte. Um dem Verlust von wirtschaftlichen Potentialen vorzubeugen und um die Akzeptanz für ein mögliches Phasing Out der Braunkohleverstromung zu steigern, ist daher eine proaktive Strukturpolitik notwendig.

„Die Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ empfiehlt einen sukzessiven Kohleausstieg bis zum Jahr 2038. In einer strukturschwachen Region wie der Lausitz, in der die Kohle eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Rolle einnimmt, sind durch den Ausstieg zwischen 15.000 und 20.000 Arbeitsplätze direkt und indirekt betroffen. Das Projekt „DecarbLau“ befasst sich in diesem Kontext damit, Handlungsempfehlungen für die Aktivierung der ökonomischen und innovativen Potentiale der Lausitz abzuleiten, um dem Verlust der Arbeitsplätze entgegenzuwirken.  

Homepage: https://www.b-tu.de/decarblau/

Innovative Hochschule – Innovation Hub 13

Teilprojekt 2: Aufbau eines kennzahlenbasierten Transfermodells / Regional Foresight

Laufzeit: 2018 - 2022

Auftraggeber: BMBF

Verbundpartner: Technische Hochschule Wildau (TH Wildau), Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS)

Projektbeschreibung: Die TH Wildau und die BTU liegen in einer Region, die sich durch einen erheblichen Strukturwandel sowie eine stark heterogene Wirtschaftsstruktur auszeichnet. Vor diesem Hintergrund haben sich die beiden forschungsstarken und transferorientierten Hochschulen BTU Cottbus-Senftenberg und TH Wildau als überregionale Brücke zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft für das Land Brandenburg in der "Forschungsachse A13" zusammengeschlossen.
Ziel des Projekts ist es, die regionalen Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Gesellschaft in einer neuen und systematischen Form zusammenzubringen und gemeinsam soziale und technische Innovationen zu generieren. Als zentrales Element dient die Plattform „Innovation Hub“. Mit dieser bündeln die beiden Hochschulen ihre technischen Infrastrukturen, ihre Kompetenzen und ihr Know-how.
Im Rahmen des Teilprojektes Regional Foresight, an der neben der TH Wildau (Prof. Mietzner) auch das Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) (Prof. Schmidt) teilnehmen, beteiligt sich die Forschungsgruppe u.a. an folgenden Aufgaben:

  • Begleitforschung zum Strukturwandel in der Lausitz 
  • Anaylse von Standort- und Innovationspotentialen
  • Durchführung von Geschäftsfeldanalysen, welche das ökonomische Potential ermitteln und die Wettbewerbsposition der Lausitzer Akteure aufzeigen
  • Evaluation von Wissens- und Technologietransferaktivitäten

Homepage: http://innohub13.de

Ein großer Meilenstein war die Erhebung eines Datensatzes zur Lausitz. Dieser umfasst verschiedene Indikatoren, die Standortfaktoren der Region abbilden. Die Daten werden für die Forschung des Lehrstuhls genutzt, sollten aber auch öffentlich zugänglich gemacht werden. Daher wurde der Datensatz in eine "Regionaldatenbank" überführt. Die Datenbank richtet sich an Akteur:innen aus Politik und Verwaltung, in Unternehmen und aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung sowie an Forscher:innen. Sie bildet über 50 Indikatoren in sieben Kategorien ab und bündelt statistische Rohdaten unterschiedlichen Ursprungs auf der Website https://indikatoren.innohub13.de/.