Projekte an der BTU

laufende Projekte

Strukturwandel durch die Energiewende – Fachgebiet unterstützt Beratungsvorhaben für das Bundeswirtschaftsministerium

Projektlaufzeit: September 2017 - Juli 2018

Auftraggeber: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW); Berlin (Unterauftrag, Gesamtprojektleitung durch IFOK, beauftragt durch BMWi)

Projektpartner Gesamtvorhaben: IFOK GmbH, Bensheim (Gesamtleitung); Deutsche WindGuard GmbH, Berlin; Solarpraxis Neue Energiewelt AG, Berlin; Becker Büttner Held, Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater, München; und Prognos AG, Berlin.

Projektbeschreibung: Der Klimaschutzplan 2050 hält fest, dass die Klimaschutzziele nur erreicht werden können, wenn die Kohleverstromung schrittweise verringert wird. Für die Gestaltung dieser Entwicklung müssen wirtschaftliche Perspektiven und Arbeitsplätze in den betroffenen Regionen berücksichtigt und Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei dem die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Regionalentwicklung“ angesiedelt sein wird, hat in Absprache mit den betroffenen Ländern ein Gutachten in Auftrag gegeben, das sich mit den Potenzialen der Tagebauregionen für Erneuerbare Energien auseinandersetzen soll. Dabei wird auch ermittelt, in welcher Weise Erneuerbare-Energien-Vorhaben durch Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte zum Strukturwandel beitragen können und welche Empfehlungen und Maßnahmen sich daraus ableiten lassen.

Untersucht werden die Tagebauregionen Rheinisches Revier, Helmstedter Revier, Mittel-deutsches Revier und Lausitzer Revier, d.h. die Tagebauflächen sowie die angrenzenden Kreise. Für alle vier werden flächenspezifische Potenziale erhoben. Zunächst werden im Rahmen einer Grobanalyse mögliche Flächen auf Regionalplanebene abgeschätzt. Die Flächenverfügbarkeit sowie bisherige Strom- und Wärmeerzeugungskapazitäten werden erhoben.

Für das Lausitzer Revier wird eine vertiefte Fallanalyse erstellt. Hier werden verfügbare Flächen im Detail untersucht und mögliche Nutzungskonflikte aufgezeigt. Zudem werden spezifische Potenziale für erneuerbare Großkraftwerke, für PtX-Nutzungen und andere Speichertechnologien sowie deren jeweilige regionalökonomische Effekte untersucht.
Die Ergebnisse der Fallanalyse werden im Anschluss auf die Potenzialabschätzungen der anderen Tagebauregionen übertragen und Optionen für die rechtliche Umsetzung zur Erschließung der Potentiale mit einem möglichst großen positiven Einfluss auf den Strukturwandel aufgezeigt.

Das Fachgebiet ist in das Vorhaben im Rahmen eines Unterauftrags des IÖW eingebunden.
 

abgeschlossene Projekte

Gebäude Energiewende - Systematische Transformation der Wärmeversorgung von Wohngebäuden

Laufzeit: August 2013 - Oktober 2016

Gefördert durch: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Berlin

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) GmbH, gemeinnützig, Berlin; Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule (RWTH) Aachen; co2online gGmbH, Berlin; Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH)

Projektbeschreibung: Zentrales Ziel des Projekts ist die Identifizierung von Entwicklungsoptionen für die Wärmeversorgung des Wohngebäudebestands, die sozial verträglich, durch die beteiligten Akteure akzeptiert und ökonomisch sowie ökologisch vorteilhaft eine Senkung des Primärenergiebedarfs um mindestens 80 % ermöglichen. Das Vorhaben untersucht dabei Ein- und Zweifamilienhäuser (EZFH) sowie Mehrfamilienhäuser (MFH) im privaten Eigentum, die einen Großteil der vorhandenen Wohneinheiten stellen. Untersucht werden im Rahmen des Projekts Regionen mit unterschiedlicher Wachstumsdynamik in den Brandenburger Planungsgemeinschaften Havelland-Fläming und Lausitz-Spreewald. Die Berücksichtigung von regionalen Einflussfaktoren ermöglicht es, Lösungen aufzuzeigen, die unter den lokalen Voraussetzungen aus ökonomischer und ökologischer Sicht zu favorisieren sind. Neben einer Bewertung der Entwicklungsoptionen wird in dem Vorhaben auch Wissen über die Handlungsmotive und -bedingungen von Hauseigentümer/innen und Mieter/innen generiert und damit die Frage der gesellschaftlichen Voraussetzungen adressiert. Dabei wird durch die Berücksichtigung von Verbrauchs- und nicht nur Bedarfswerten explizit der Problematik eines Rebound-Effektes durch geändertes oder nicht an die neuen Technologien angepasstes Nutzerverhalten Rechnung getragen. Produkte des Vorhabens sind das Internettool Sanierungsampel, Sanierungssteckbriefe sowie ein Policy Paper. Durch die Bereitstellung von zielgruppenspezifischen Informationsmaterialen für unterschiedliche Akteursgruppen sollen diese darin unterstützt werden, nachhaltige Sanierungen umzusetzen bzw. zu fördern.

weitere Informationen auf der Projekt-Homepage

Zukunft Bau: Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden

Laufzeit: April 2015 - September 2016

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung GmbH (gemeinnützig) (IÖW), BerlinRheinisch - Westfälische Technische Hochschule (RWTH),  Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN)

Projektbeschreibung:

Das Forschungsvorhaben im Auftrag des BBSR im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) soll dazu beitragen, Rebound-Effekte und deren Ursachen bei der Sanierung von Nichtwohngebäuden genauer zu untersuchen. Im Rahmen einer Sondierungsstudie hat das Projektteam bereits eine Methodik hierfür entwickelt und in ersten Fallstudien in bereits energetisch sanierten Gebäuden erprobt. In dem aktuellen Vorhaben werden nun bis zu 10 Bundesliegenschaften, bei denen in den nächsten Jahren umfassende energetische Sanierungsmaßnahmen geplant sind, eingehend untersucht. Hierfür wird die in der Sondierungsstudie erarbeitete Methodik weiterentwickelt. Die Fallstudien umfassen die Ermittlung von Verbrauchs- und Bedarfswerten sowie eine Befragung der Nutzer/innen und des Fachpersonals der Gebäude.

Zu den Ergebnissen und der Veröffentlichung des Projekts

Sondierungsstudie zur Quantifizierung von Rebound-Effekten bei der energetischen Sanierung von Nichtwohngebäuden

Laufzeit: Oktober 2013 - September 2014
Gefördert durch: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung e.V. gGmbH (IÖW), BerlinRheinisch - Westfälische Technische Hochschule (RWTH),  Institute for Future Energy Consumer Needs and Behavior (FCN)

Projektbeschreibung

Der Bund hat sich entsprechend der Vorbildwirkung der öffentlichen Hand bis 2020 zum Ziel gesetzt, den Wärmebedarf der Bundesliegenschaften insgesamt um 20 % zu reduzieren, und erstellt derzeit dafür einen Sanierungsfahrplan. Die bisher zur Abschätzung der Einsparungen verwendeten Bedarfswerte führen jedoch möglicherweise dazu, dass die Reduktionspotenziale überschätzt werden. Denn zumindest für Wohngebäude ist bekannt, dass auf­grund von Rebound-Effekten die berechneten Werte in der Praxis meist nicht erreicht werden. Um die tatsächlichen Einsparpotenziale besser abschätzen zu können soll deshalb ein Abgleich zwischen Verbrauchs- und Bedarfswerten bei energetischen Sanierungen erfolgen.

Das vorliegende Vorhaben geht im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) der Frage nach, welche Rebound-Effekte bei der Sanierung von Büro- und Verwaltungsgebäuden zu erwarten sind, was die Ursachen hierfür sind und wie diese Effekte möglicherweise reduziert werden können. Um diese Fragen zu beantworten wird zunächst eine Methodik zur Ermittlung des Rebound-Effekts und deren Ursachen in Nichtwohngebäuden entwickelt. Diese wird anschließend in Fallstudien mit drei bis fünf Liegenschaften erprobt. Neben der Ermittlung von Gebäudedaten und  Energiebedarfs- und -verbrauchswerten werden dabei auch die Nutzer/innen der Gebäude befragt. Abschließend werden die erhobenen Daten ausgewertet und Empfehlungen zur Weiterentwicklung der Methodik sowie zur Reduktion des auftretenden Rebound-Effekts abgeleitet.

Zur Veröffentlichung.

Forschungstätigkeiten und Kernkompetenzen der Akteure der Handlungsfelder Bioenergie und Windenergie im Cluster Energietechnik Berlin-Brandenburg

Laufzeit: August 2012 - Oktober 2012

Gefördert durch: ZukunftsAgentur Brandenburg GmbHCluster Energietechnik, Potsdam

Projektpartner: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH, Berlin

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Clusterkonferenz Energietechnik der Zukunftsagentur Brandenburg (ZAB) wurden 2011 verschiedene Maßnahmen priorisiert und in den Entwurf zum Masterplan Energietechnik aufgenommen. Eine dieser priorisierten Maßnahmen sieht vor, einen Überblick zu bestehenden Forschungskompetenzen in den Handlungsfeldern Bioenergie und Windenergie zu erstellen. Die Übersicht umfasst sowohl eine Erhebung und Auswertung der entsprechenden Akteure als auch deren F&E-Projekte aus den vergangenen fünf Jahren. Das IÖW und die Hochschule Lausitz unterstützen die ZAB umfassend bei dieser Maßnahme. Durch die so geschaffene Transparenz sollen aussichtsreiche Themen für künftige Forschungsvorhaben in diesen Bereichen identifiziert, das Auffinden geeigneter Partner erleichtert und der Forschungsstandort Berlin-Brandenburg weiter gestärkt werden.

Projekte von Prof. Hirschl am IÖW

Projekte am IÖW laufen in den Themenschwerpunkten

  • Energie- und klimapolitische Instrumente und Strategien auf nationaler, regionaler udn kommunaler Ebene
  • Nachhaltigkeitseffekte und -bewertung von Energiewende-Technologien und -Dienstleistungen
  • regionalökonomische Analyse und Bewertung von Energiewende-Technologien und -Dienstleistungen
  • nachhaltige Bioökonomie / Bioenergie
  • Energie-Prosumer (privat, gewerblich)
  • Vulnerabilität und Resilienz von Energiesystemen
  • Wärmewende
  • urbane Energiewende
  • Energieregionen im Strukturwandel

link zu Projekten von Prof. Hirschl am IÖW