Ringvorlesungen

Korruption. Die (Un-)Kultur der Korruption in Wirtschaft und Politik

jeweils Donnerstag, 17:30 - 19:00 Uhr
Zentrales Hörsaalgebäude HS C,
Friedlieb-Runge-Straße, BTU Cottbus-Senftenberg

In der Ringvorlesung werden Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen über das Phänomen der Korruption sprechen. Korruption kommt nicht nur in unterentwickelten Staaten oder in den Staaten Südeuropas vor, auch hierzulande, wo die Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr seit 1997 im Strafgesetzbuch ("Gesetz zur Bekämpfung der Korruption") verankert wurde und die Bestechung von Angestellten ausländischer Unternehmen erst seit 2002 gesetzlich verboten ist. kann man, selbst in der jüngeren Vergangenheit, spektakuläre Korruptionsfälle aufzählen, die beweisen, dass es auch in deutschen Vorzeigeunternehmen wie Siemens und VW zu Schmiergeldzahlungen in Milliardenhöhe gekommen ist. In Deutschland ist das Ausmaß der Korruption vor allem durch den Siemens-Skandal in der Öffentlichkeit bewusst geworden.

Veranstaltungsplan

Eine Veranstaltungsreihe des Arbeitsgebiets Kulturphilosophie, des Arbeitsgebiets für Technikphilosophie, der Fakultät 5 sowie des Studiengangs Kultur und Technik.

Abstracts der Vorträge

Natur und Kultur

jeweils Mittwoch, 19:30 - 21:00 Uhr
Zentrales Hörsaalgebäude HS B,
Friedlieb-Runge-Straße, BTU Cottbus-Senftenberg

In dieser Ringvorlesung werden Vortragende zu Wort kommen, die über das Spannungsverhältnis und die Wechselwirkungen zwischen Natur und Kultur sprechen. Die Vorträge sollen dabei zeigen, inwieweit technische und kulturelle Entwürfe (Architektur, Ingenieurwissenschaften) durch Vorbilder aus der Natur inspiriert werden, wie das menschliche Handeln in Technik und Kultur die Natur verändert und beeinflusst (Klimawandel, Tagebau) oder wie Technik auf Ökosysteme einwirkt (bspw. bei der Migration von Tieren und Pflanzen durch globalen Handel) oder der Import von Nahrungsmitteln kulturelle Veränderungen anstößt. Im Rahmen der Ringvorlesung sollen Natur- und Ingenieurswissenschaftler ebenso wie bspw. Historiker oder Kulturwissenschaftler zu Wort kommen.

Veranstaltungsplan

Eine Veranstaltungsreihe des Lehrgebiets Kulturphilosophie, des Lehrstuhls für Technikphilosophie, des Lehrstuhls für Allgemeine Technikwissenschaften, der Fakultät 1, sowie des Studiengangs Kultur und Technik.

Abstracts der Vorträge

Medizin Ethik Technik

Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen
Prof. Dr. phil. habil. Karsten Weber

Zum Inhalt:
Die Ringvorlesung soll unter Bezug auf aktuelle Beispiele aus der klinischen Medizinpraxis, den Pflegeberufen und der Medizintechnik zeigen, wie das Verhältnis von Medizin und Ethik bestimmt werden muss, so dass in Anbetracht des technischen Fortschritts in der Medizin die zunehmenden Erwartungen sowohl der Ärzte als auch der Patienten weder zu Missbrauchsmöglichkeiten noch zu immer weiter steigenden Kosten führen können.

Neben bekannten Fachvertreterinnen und -vertretern der Medizin und Medizinethik, die über aktuelle medizinethische Fragen, Probleme und Methoden sprechen, werden Referentinnen und Referenten aus der Praxis Fallbeispiele über die aktuelle und zukünftige Mittelverteilung im Gesundheitswesen, über Gesundheitsbildung in der Schule und über ethische Fragestellungen in der Ausbildung sowohl von Ärzten als auch von Pflegepädagogen und Pflegepraktikern vorstellen.

Studiengänge: Bachelor Kultur und Technik
Modul: Praktische Philosophie, Ethik
Zeit: Mittwoch 19.30-21.00 Uhr
Raum: Hörsaal 2

Programm

Mensch-Maschine-Interaktion

Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen
Prof. Dr. phil. habil. Karsten Weber

Zum Inhalt:
Nicht nur die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Neuro- und Computerwissenschaften,die sich mit dem Verhältnis von Mensch und Maschine bzw. Gehirn und Computerbeschäftigen, verspricht für die nächsten Jahrzehnte einen rasanten und zugleich brisantenFortschritt. Das Forschungsfeld umfasst bspw. Disziplinen wie Artificial Intelligence, Robotics, Medizin, Psychologie, Arbeitswissenschaften, Kognitionswissenschaften oder Informatik.Auch in anderen Disziplinen, bspw. in der technisch als auch sozialwissenschaftlich ausgerichteten Sicherheitsforschung oder auch im Bereich der Pflegewissenschaften, wird intensiv über die Frage gelingender Mensch-Maschine-Interaktion nachgedacht. Ziel ist, benutzerfreundliche künstliche Systeme zu entwerfen, die mit „lebensartigen“ bzw. „lebensdienlichen“ Funktionen und Fähigkeiten ausgestattet sind, etwa in der Gestaltung ergonomischer Mensch-Maschine-Schnittstellen in komplexen technischen Systemen (großtechnische Anlagen, Verkehrssysteme), in der Entwicklung von Hybriden aus Mensch und Maschine oder bezüglich autonomer Systeme im Bereich der Pflege und Gesundheitsversorgung. Die Vorträge der Ringvorlesung sollen verdeutlichen, dass technische Entwicklungen in diesen Bereichen sowohl eine faszinierende Seite haben, da hier Grenzbereiche aktueller Forschung angesprochen werden, auf der anderen Seite aber die weitreichenden Konsequenzen solcher Entwicklungen bedacht werden müssen, um positive Folgen zu fördern und negative Folgen nach Möglichkeit zu vermeiden oder doch zu minimieren.

In der Ringvorlesung soll also aus dem Blickwinkel unterschiedlicher Fachdisziplinen nicht nur gefragt werden, wie etwa mit bestimmten Hard- und Softwarekomponenten oder durch die Gestaltung von Benutzerschnittstellen die Nutzung, Steuerung und Überwachung technischer Geräte oder komplexer Prozesse erleichtert werden kann oder inwieweit in Zukunft beispielsweise Gehirnfunktionen durch Transplantation von Gehirngewebe bzw. durch Implantation von Computerchips ersetzt oder erweitert werden, sondern auch, welche ökonomischen, politischen, rechtlichen und ethischen Probleme sich damit stellen bzw. mit welchen soziokulturellen Konsequenzen zu rechnen ist.

Leistungsnachweis: Hausarbeit

Einführende Literatur:
Christoph Hubig, Peter Koslowski (Hg.): Maschinen, die unsere Brüder werden. Mensch-Maschine-Interaktion in hybriden Systemen, München 2008.

Weitere Literatur wird zu Beginn der Ringvorlesung bekannt gegeben.

Zeit: Mittwoch 19.30-21.00 Uhr
Beginn: erste Semesterwoche
Ende: letzte Semesterwoche
Raum: HS 1

Kulturelle Vielfalt: Chancen und Risiken

Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen
Birgit Berlin
Markus Wolf

Zum Inhalt:
Es gibt eine natürliche Vielfalt der Kulturen, die Raum für zahllose Differenzen und Gegensätze zwischen unterschiedlichen Überzeugungs- und Wertesystemen bietet. Kultur tritt immer Plural auf, denn sie ist an geschichtliche Herkunft und Traditionen gebunden. In den Geistes- und Sozialwissenschaften ist die kulturelle Vielfalt einerseits als Reichtum und Gegenstand wissenschaftlicher Forschung, andererseits aber auch als Ursache politischer und sozialer Probleme wahrgenommen worden. Mit dem Ende des Kalten Krieges und erst recht nach dem Schock des 11. September 2001 ist in der breiten Öffentlichkeit zunehmend die zweite Perspektive in den Vordergrund gerückt. Nicht zufällig erfahren Diskussionsbeiträge zu Konzepten wie „Leitkultur“, zu einem vermeintlich heraufziehenden „Kampf der Kulturen“ sowie essentialistische und biologistische Kulturbegriffe starke publizistische Beachtung.

In der Ringvorlesung wird der Blick, den unterschiedliche Fachdisziplinen der Kultur- und Sozialwissenschaften und Praktiker in der Wirtschaft auf kulturelle Vielfalt werfen, präsentiert. Die Referentinnen und Referenten werden kulturelle Unterschiede in Kunst, Religion, Politik, Philosophie, Technik und Alltagsleben thematisieren. Gemeinsamer Bezugspunkt der Vorträge ist der Versuch zu erklären, inwiefern kulturelle Unterschiede als Problem und/oder als Bereicherung zu verstehen sind. Ein weiterer Schwerpunkt der Ringvorlesung wird die Frage sein, wie sich kulturell bedingte Konflikte politisch lösen lassen. Nicht zuletzt werden einige Vorträge den praktischen Umgang mit kultureller Vielfalt in Unternehmen und Organisationen vorstellen sowie konkrete Beispiele zur Nutzung kultureller Vielfalt und Lösung kulturbedingter Konflikte in der Wirtschaft (diversity management) analysieren. Die Ringvorlesung wird in Zusammenarbeit mit dem Projekt „Diversity Management - in Vielfalt zum Erfolg“ der BTU Cottbus durchgeführt.

Veranstaltungsplan

Zeit: wöchentlich mittwochs 19:30 - 21:00  vom 13.04.2011 bis zum 13.07.2011
Ort: Großer Hörsaal

Moral und Kapital

Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen
Prof. Dr.rer.pol. Christiane Hipp
Markus Wolf

Die Legitimation der Wirtschaftsordnung wird allzu oft ausschließlich im Kriterium der Effizienz gesehen. Negative Begleiterscheinungen des Wirtschaftslebens wie Umwelt- und Korruptionsskandale, inakzeptable Arbeitsbedingungen in den Schwellenländern sowie aktuelle gesellschaftspolitische Zielvorstellungen wie eine humane Arbeitsgestaltung, Gleichstellung von Frauen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, globale Gerechtigkeit u.a.m. lassen schnell erkennen, dass dieses Denken zu kurz greift und auch eine moralische Betrachtung wirtschaftlichen Handelns erforderlich ist.

Das Verhältnis von moralischen Werten und Wirtschaftsleben ist Thema der Wirtschafts- und Unternehmensethik. Sie untersucht die Strukturen des Marktes und der Marktwirtschaft sowie die Rolle von Unternehmen im Wirtschaftssystem daraufhin, ob und inwieweit sie moralisches Handeln ermöglichen und erforderlich machen.

Die Ringvorlesung soll unter Bezug auf aktuelle Beispiele (auch aus der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise) zeigen, wie das Verhältnis von Wirtschaft und Ethik bestimmt werden muss, damit wirtschaftlich erfolgreiches mit ethisch richtigem Handeln verbunden werden kann. Neben bekannten Fachvertreterinnen und -vertretern der Wirtschafts- und Unternehmensethik, die über aktuelle wirtschaftsethische Ansätze sprechen, werden Referentinnen und Referenten aus der Praxis Fallbeispiele für moralisch orientiertes unternehmerisches Handeln vorstellen.

Veranstaltungsplan

Zeit: wöchentlich mittwochs 19:30 - 21:00  vom 13.04.2011 bis zum 13.07.2011
Ort: Hörsaal 2

Die Ästhetik und die Künste

Prof. Dr. phil. habil. Hans Friesen

Die Ringvorlesung wird sich mit dem Verhältnis der Ästhetik zu den Künsten und zur Kunsttheorie befassen, das allzu oft problematisch oder unthematisiert bleibt. Insofern könnte das thematische Feld dieser Ringvorlesung durch zwei Thesen begrenzt werden: Ästhetische Theorie zu produzieren, ohne etwas von Kunst und Architektur zu verstehen, war zu Kants Zeiten vielleicht noch möglich ~ um es mit Worten von Adorno zu sagen ~, heute auf jeden Fall nicht mehr. Andererseits ist auch eine Kunst- und Architekturtheorie abzulehnen, die sich der philosophischen Ästhetik verweigert. Die Vorträge der Ringvorlesung sollen Stellung nehmen zum Spannungsverhältnis von Ästhetik und den Künsten und Vorschläge zur Regulierung unterbreiten.

Veranstaltungsplan

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