Rückblick auf Tagungen des Lehrstuhls Kunstgeschichte

Umbauten: Funktionswandel und weltanschauliche Anpassung

Workshop

Gemeinsam veranstaltet von den Lehrstühlen Baugeschichte und Kunstgeschichte der BTU Cottbus-Senftenberg in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg 1913 „Kulturelle und technische Werte historischer Bauten“.

Im Zentrum des Workshops standen die übergreifenden Beweggründe und Auslöser für Veränderungen am baulichen Bestand. Folgende Fragen wurden verhandelt: Wie wird eine weltanschauliche Haltung zu einem stilistischen Mittel konstruiert und in den Bestand implementiert? Was genau bedeuten Umbauten aufgrund veränderter Funktionsbedürfnisse für den „Funktionsorganismus“ eines Objektes? Und wie wirken die beiden Auslöser in ihrer Verbindung?

BTU Cottbus-Senftenberg, 17. - 18. März 2017
Zentrales Hörsaalgebäude, Seminarraum 2


Kontakt:
Dr. Anke Blümm (Fg Kunstgeschichte), anke.bluemm (at) b-tu.de
Dipl.-Ing. Elke Richter M.A. (Fg Baugeschichte), elke.richter (at) b-tu.de

Programm: Link zu einer externen Seite hier

Vom Baumeister zum Master. Formen der Architekturlehre vom 19. bis ins 21. Jahrhundert

Kooperationsveranstaltung zum 3. Forum Architekturwissenschaft,
gemeinsam mit dem Netzwerk Architekturwissenschaft, mit der FU Berlin und der BTU Cottbus-Senftenberg, gefördert von der DFG

FU Berlin, 25. - 27. November 2016

Thematische Sektionen:

I. Die Hybridität der Architekturlehre: Kunst, Praxis, Theorie, Wissenschaft
II. Zwischen altem und neuem Wissen: Systeme und Paradigmenwechsel in der Architekturlehre
III. Dispositiv Lehrmittel: Sehen, Zeichnen, Modellieren, Visualisieren

Konzeption und Organisation:
Prof. Dr. Carola Ebert (Bau International Berlin), Dr. Eva Maria Froschauer (BTU Cottbus-Senftenberg), Prof. Dr. Christiane Salge (BBAW und FU Berlin)

Programm:  hier
Weitere Informationen: Link zu einer externen Seite hier

Die bewegten Netze des Bauhauses

Auftaktveranstaltung der Link zu einer externen Seite Weimarer Kontroversen

"Das Bauhaus ist tot - es lebe das Bauhaus" - Die Schließung des Bauhauses im April 1933 schien das Ende der wichtigsten deutschen Hochschule für Gestaltung des 20. Jahrhunderts zu besiegeln. Doch trotz der politisch brisanten Situation der Folgejahre blieb ein Großteil der Bauhäusler in enger freundschaftlicher oder beruflicher Verbindung. Seit 2013 hat das DFG-Projekt "Bewegte Netze" an den Universitäten Cottbus und Erfurt exemplarisch sechs unterschiedliche Netzwerke des Bauhauses untersucht. Anhand dieser Netzwerke lässt sich die Historie des Bauhauses der 1930er und 1940er Jahre methodisch fundiert fortschreiben. So kann gezeigt werden, wie Walter Gropius und sein enges Netzwerk die Bauhaus-Rezeption nach 1933 prägten. Gleichzeitig lenkt das Projekt den Blick auf Protagonisten jenseits der prominenten Bauhaus-Kreise und eröffnet damit neue Perspektiven für die Geschichtsschreibung des Bauhauses.

Die Tagung "Die bewegten Netze des Bauhauses" stellte Methode und ausgewählte Ergebnisse des Projektes vor.

16./17. Juni 2016, Festsaal im Goethe-Nationalmuseum, Frauenplan 1, 99423 Weimar


Die Bauhaus Moderne und ihre Mythen / Bauhaus Modernism and its Myths

Internationale Tagung unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Magdalena Droste und Dr. Anja Baumhoff (Loughborough University) am 15.-17. November 2007 am ZiF – Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld in Kooperation mit dem Institute for Cultural Studies in the Arts (ICS), Züricher Hochschule der Künste

Ziel dieses Symposiums war es, der Bauhausforschung neue Impulse zu geben und jene Kluft zu überbrücken, die sich zwischen den Wissenschaftslandschaften Englands, Nordamerikas und Deutschlands bezüglich dieses Themas aufgetan haben.
Schwerpunktmäßig wurden dabei neue Fragen und Probleme sowie methodische Ansätze der Bauhausforschung vorgestellt und kritisch hinterfragt. Denn die Bauhausforschung erlebt zur Zeit ein Makeover: Die letzten Bauhäusler und Zeitzeugen sind verstorben, eine neue Kunsthistorikergeneration betritt die universitäre Bühne, und auch die Direktion des Bauhaus-Archivs in Berlin hat sich verjüngt. Da die Rezeption des Bauhauses lange stark durch Personen und deren Interessen geprägt war, hat dies eine besondere Bedeutung. Durch den Generationenwechsel hat sich die Rezeption und Analyse des Bauhauses diversifiziert. Die Gründungsmythen und Erzählungen der Zeitzeugen werden nun von der Forschung und dem damit verbundenen anderen Blickwinkel abgelöst. Stärker als bisher können nun Bezüge zwischen der Moderne und dem Nationalsozialismus erforscht werden, und ein Zuwachs an Freiheit in Fragestellung und Forschung ist unverkennbar. Methodisch wird dabei zu untersuchen sein, wie die Moderne "Modernität" generiert und dabei selbst immer wieder generiert wird - das Bauhaus ist ein Beispiel für die Moderne selbst und definiert zugleich doch auch immer wieder mit, was als modern gelten kann. Historisch stehen diese Prozesse im engen Zusammenhang mit dem erzwungenen Exil vieler Bauhäusler. Dies sollte aus dem Blickwinkel und der Methodik der verschiedenen Wissenschaftskulturen untersucht werden.

Eine Besprechung der Tagung finden Sie in der FAZ vom 21.11.2007 von Alexander Grau "Der Kälteschock des Designs. Die Mythen der Bauhausmoderne auf dem Prüfstand | Eine Bielefelder Tagung."

Für weitere Informationen lesen Sie bitte den Link zu einer externen Seite Rückblick des ZiF.

Ein Tagungsband ist derzeit in Arbeit und erscheint Anfang 2009 im Reimer Verlag Berlin.


Kurzfassungen der  Vorträge

Der imperfekte Künstler - der defekte Autor. Neue Aspekte zur Männlichkeitsforschung in den Künsten

Eine Veranstaltung des LS Kunstgeschichte der BTU Cottbus in Kooperation mit der Heron Buchhandlung unter wissenschaftlicher Leitung von Dr. Carola Muysers, Cottbus, 17.-18. Dezember 2004.

Die Männlichkeitsforschung hält Einzug in die Kunstgeschichte. Neben den bereits behandelten Themen der Künstlermythen und Männlichkeitsbilder richtet sich das Augenmerk nun auf den Künstler als "Autor". Dieser definiert sich in den Künsten über ein Wertesystem, das dem "männlichen Protagonisten" angehört und seit der Renaissance den auratischen, endlos kreativen Schöpfer meint, dem sich in der Moderne das "verkannte Genie" und in der Postmoderne "der verschwundene Autor" hinzugesellten. Die Tagungsbeiträge werfen einen Blick hinter dieses Konstrukt, das alles ausblendet, was den genannten "Qualitäten" entgegensteht. Am Beispiel anerkannter Persönlichkeiten aus den Bereichen der bildenden Kunst, des Films, der Musik und Literatur der frühen Moderne bis heute - von Goya über Schumann bis Kippenberger und Stuckrad-Barre - wird ermittelt, wie sich das jeweilige Autorschaftsbild tatsächlich zusammenfügt; wie Werk, Biographie, Rezeption, autobiographisches Handeln, Selbst- und Fremdmystifizierung ineinander verzahnt sind. Die besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Imperfekten und dem Defekten, die als "Negativwerte" unbemerkt oder beabsichtigt in die hier betrachteten "Künstlerbilder" eingeschrieben worden sind. Zu fragen wird sein, inwieweit gerade sie der Aufrechterhaltung des Künstlerimages dienen oder es letztendlich doch konterkarieren.

Die Tagung wurde durch das Hochschul- und Wissenschaftsprogramm des Landes Brandenburg ermöglicht.