Seminare

Von Musen, Tempeln und Boxen. Architekturen und Ausstellungen rund um die Berliner Museumsinsel
Sicht vom Haupttreppenhaus des Museums am Lustgarten zum Schloss. Carl Daniel Freydanck, vor 1843

Studiengänge Architektur [Master], Stadt- und Regionalplanung [Master], Bauen & Erhalten, Kultur & Technik [Master]

Modul(e) Module 25431/25406) | Modul 25507 [Bauen & Erhalten] | Modul 13437 [Kultur & Technik]
Dozentin
Vertr.-Prof. Dr.-Ing. Eva Maria Froschauer
Veranstaltungs-Nr.
620504

SWS 4

Credit Points 6

Termin Montag 13:45 bis 17:00 Uhr wöchentlich

Laufzeit 10. April 2017 bis 10. Juli 2017

Ort LG 2B Raum U 17 - Zentralcampus

Lehrinhalt

Unübersehbar erobert sich die Baumasse des wiederaufgebauten Berliner Stadtschlosses nun als Humboldt-Forum seinen Platz in der Mitte der Stadt zurück. Nur Schloss wird es nicht, es muss sich künftig als mehrfunktionales Sammlungshaus in einer Gesellschaft der ehrwürdigsten Häuser gegenüber auf der Berliner Museumsinsel, Welterbestätte seit dem Jahr 1999, behaupten. Mit der geplanten Eröffnung des Forums 2019, der geplanten Fertigstellung des Eingangsbauwerks zu den Staatlichen Museen im Zentrum, der James-Simon-Galerie von David Chipperfield (Richtfest 2016), der kompletten Wiedereröffnung des Pergamonmuseums 2025/26 (nach Plänen Oswald Mathias Ungers') und der neuerdings wieder diskutierten Rekonstruktion der Berliner Bauakademie (vielleicht als Architekturmuseum?), einem regelrechten 'Museums-Zoo', wird auf absehbare Zeit eine enorme Ballung unterschiedlichster Kunstschätze zu besuchen sein. Dabei steht vieles immer wieder in der Diskussion, von der neuen stadträumlichen Figur bis hin zu detaillierten Ausstellungsfragen, wie etwa dem vielfach hinterfragten Konzept des Humboldt-Forums und seinem Motto: "soviel Welt mit sich verbinden als möglich".

Das Modul kann aus folgenden Themenbereichen schöpfen:

  • Topografie einer Insel und die Stadtgestalt aus Museums-Solitären
  • Stilgeschichtliche Beobachtungen, welche Bauform ziemt sich für ein Museum an diesem Ort?
  • Ausgewählte Wettbewerbsgeschichten (z. B. Pergamon Museum 1906/1930, Axel Schultes gefälschter Schinkel-Vorschlag 1993/94, letzter Schlosswettbewerb 2008)
  • Die schwierigen Fragen der Rekonstruktion und der denkmalgerechten Wiederherstellung (Schloss, Bauakademie, Neues Museum etc.)
  • Einbezug weiterer Sammlungshäuser am Ort (z. B. Sammlung Bastian)
  • Ein seltsames Beobachtungs-Bauwerk, die Humboldt-Box
  • Ausgewählte Sammlungskonzeptionen, historisch und künftig
  • Museumspolitiken - von der Konstitution der Kunst einer Nation hin zum Shared Hertage
  • Museumsmacher - von Wilhelm von Bode bis Neil MacGregor

Lehrmethode

Den genannten Fragen und Themen nähert sich das Modul in unterschiedlicher Weise an. Zunächst werden wir mehrfach den Ort besuchen und die Situation aus verschiedenen Perspektiven wahrnehmen und untersuchen, aus der städtebaulichen, der kunst- und baugeschichtlichen, der sammlungsspezifischen und der projektiven, also mit dem Blick auf die Vollendung der Konzeptionen.

Die Seminarbeiträge wählen wir aus den oben genannten Themen aus; wir werden lesen und historisch-kritisch beobachten und untersuchen. Das Seminar setzt das Studium von Texten voraus und will die Fähigkeiten zur vergleichenden Analyse und zum wissenschaftlichen Denken stärken.

Leistungsnachweis

Regelmäßige Anwesenheit, mündliche Präsentation, schriftliche Ausarbeitung.

Literatur und Sonstiges

Literatur wird in der Veranstaltung bekanntgegeben.

Rückfragen bitte per Mail an: Eva Maria Froschauer: E-Mail froschauer(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über moodle

Cottbus: Stadtentwicklung und Architektur im 19. und 20. Jahrhundert
DKW Cottbus, Architekt W. Issel, 1928.
Foto by R. Wieczorek

Studiengänge Architektur [Bachelor], Stadt- und Regionalplanung [Bachelor], Bauen & Erhalten, Kultur & Technik [Master]

Modul(e) Module 25302/25303 | Modul 25507 [Bauen & Erhalten] | Modul 13437 [Kultur & Technik]

Dozent Ulrich Röthke, M.A.

Veranstaltungs- Nr. 620501

SWS 4

Credit Points 6

Termin Freitag 11:30 bis 15:15 Uhr wöchentlich

Laufzeit 7. April 2017 bis 14. Juli 2017

Ort LG 3B Raum 305 - Zentralcampus

Lehrinhalt:

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verzeichnete Cottbus im Zuge der Industrialisierung einen rasanten Bevölkerungsanstieg. Lebten um 1850 ca. 8000 Menschen in der Stadt, so waren es 1900 bereits fast 40 000. Den Motor der wirtschaftlichen Entwicklung stellte die Textilindustrie dar. Noch heute wird das Stadtbild stark durch Bauten der Kaiserzeit geprägt. Aber auch der Jugendstil und die Moderne hinterließen ihre Spuren in der Stadt.

In der DDR erhielt Cottbus den Status einer Bezirksstadt und entwickelte sich zum Zentrum der Braunkohleindustrie. Mit fast 130 000 Einwohnern erreichte die Bevölkerungszahl 1989 ihren Höchststand. Zurzeit leben ca. 100 000 Einwohner in Cottbus.

Im Seminar sollen architektonische Zeugnisse des Historismus, des Jugendstils, des Neuen Bauens und der Nachkriegsmoderne thematisiert und in den jeweiligen städtebaulichen Kontext gestellt werden. Zunächst werden Kriterien und Techniken der Architekturbeschreibung theoretisch erarbeitet. In Terminen vor Ort sollen diese dann in der Praxis erprobt werden. Behandelt werden unter anderem folgende Bauten: Wohngebäude der Gründerzeit um den Schillerplatz und in der Bahnhofstraße, Industriearchitektur der Jahrhundertwende, das Staatstheater, die Bauhausschule, Wohnanlagen der 20er Jahre und schließlich der Umbau zur "sozialistischen Großstadt" nach dem zweiten Weltkrieg.

Leistungsnachweis:

Regelmäßige Anwesenheit, Übernahme eines Referats und schriftliche Hausarbeit.

Rückfragen bitte per Mail an: Ulrich Röthke:E-Mail  roethke(at)b-tu.de

Anmeldung erfolgt über moodle

Museum Architecture and Exhibition Design

Part oft he Study Programme Heritage Conservation and Site Management [Master]

Module 11461 HCSM

Lecturer Vertr.-Prof. Dr. Eva Maria Froschauer l Dipl.-Ing. Nils Wenk

Module Number 11461

Module Title Museum Architecture and Exhibition Design

Meeting Nummber 618105

Hours per Week 4

Creditpoint 6

Day & Time Tuesday, 11:30 to 13:00

Duration 11. April 2017 to 11. July 2017

Room LG 2C l Room 315 - Zentralcampus

Content
The idea to collect artefacts is as old as mankind. Presenting collections is quite old, too. The term "museum", for example, is derived from the sanctuary of Muse - goddesses of the arts. The popular idea of presenting collections started at the end of the 18th century in the beginning oft the 19th century. Age of reasons forced aristocracy and rich merchants to open their collections to the public, thus becoming part of the new education system. Presenting artefacts has always been related to the fields of architecture and design and to the idea of how to communicate the value and significance of the different pieces of a collection. Communication systems changed totally in the last 100 year and especially in the last 25 years.

Contact please per Mail to Nils Wenk: E-Mail wenk(at)b-tu.de or Eva Maria Froschauer: E-Mail froschauer(at)b-tu.de