Aktuelles Buchprojekt

Seit Jahren ist in der Wissenschaft geradezu inflationär von Interdisziplinarität die Rede. Das entscheidende Problem dabei ist nicht die mangelnde Bereitschaft der Fachwissenschaftler, sondern vielmehr das Fehlen einer gemeinsamen ‚Sprache‘. Erst eine solche erlaubt es die jeweils ‚fremden‘ Konzepte, Modelle und Probleme nachzuvollziehen und in einen fruchtbaren Dialog der Disziplinen zu treten.

Versteht man Logik als formale Logik und damit als „Organon“, als Werkzeug, zur Analyse eines disziplinspezifischen Objektbereichs, so hat man eine dieser Sprachen gefunden, die die Zusammenarbeit und das Verständnis über die Fachgrenzen hinweg ermöglicht. Zwar gibt es eine Vielzahl an Einführungen in die formale Logik und der Besuch entsprechender Grundkurse ist für die Studenten unterschiedlichster Fächer nicht selten verpflichtend; wie man diese formale Logik allerdings jenseits der philosophischen Fächer anwenden kann, bleibt in der Regel unbeantwortet. Wenn überhaupt, so wird diese Frage erst in hochspezialisierten und damit für den Fachfremden nicht mehr nahvollziehbaren Seminaren oder Fachpublikationen erörtert.

Diese bislang zu kurz gekommene interdisziplinäre Brückenfunktion der formalen Logik soll der geplante Sammelband erfüllen. Fachlich ausgewiesene Wissenschaftler der jeweiligen Dis­ziplin sollen an einem Beispiel Anwendungen der formalen Logik in ihrem Fachbereich sowohl präsentieren als auch reflektieren. Im Mittelpunkt stehen folgende Fragen:

Wie wird in der jeweiligen Einzelwissenschaft formale Logik zur Modell- und Theoriebildung, zur Problemlösung, zum deduktiven, induktiven oder abdukti­ven Schließen eingesetzt? Wie wird dabei methodisch vorgegangen? Welche Logiken (Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Relationslogik, Modallogiken, Fuzzy-Logik etc.) kom­men dabei zum Einsatz? Welche Vorteile ergeben sich aus dem Einsatz der formalen Logik und an welche Grenzen stößt er in der einzelnen Wissenschaft?

Diese Fragen sollen in jeweils 20-seitigen Beiträgen nicht nur für den Vertreter des jeweiligen Fachgebietes beantwortet, sondern auch für den formal-logisch vorgebildeten, aber fachfremden Leser nachvollziehbar werden. Entsprechend wendet sich das Buch als Ganzes nicht nur an den Logiker oder Wissenschaftstheoretiker, sondern auch an die Vertreter der jeweiligen Disziplinen: Es soll die Anwendungsbreite der Logik in den einzelnen Wis­senschaften deutlich machen und zugleich ein Beitrag zur Förderung eines interdiszi­plinären Dialogs leisten.

Themen und Autoren

Ethik (Thomas Zoglauer), Informatik (Michael Schenke), Medienwissenschaft (Peter KlimczaK/Christer Petersen), Metaphysik (Uwe Meixner), Ökonomie (Frank Staab), Kommunikationswissenschaft (Bertram Scheufele), Physik (Manfred Stöckler), Psychologie (York Hagmayer), Rechtswissenschaft (Edgar Morscher), Semiotik (Veronika Opletalová), Soziologie (Thomas Kron/Lars Winter), Sprachphilosophie (Frank Kannetzky), Sprachwissenschaft (Horst Lohnstein), Theologie (Christian Tapp)

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