Forschungsprojekte

Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick zu unseren Forschungsprojekten. Die Projekte sind chronologisch von unten nach oben sortiert.

Innovationsprojekt V294 HELMS

Hybridisierung der Diesellokomotive BR294 und Entwicklung eines DB-weiten Logistikkonzeptes für das Handling von Speicherbatterien


Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, ein hybrides Antriebssystem für Rangierlokomotiven zu entwickeln, Prototypen zu bauen und diese zu erproben. Aufgabe des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft ist es, ein Logistikkonzept für das Handling der Speicherbatterien zu entwickeln. Mit den Ergebnissen soll der Aufbau eines Batteriekompetenzcenters für das DB Fahrzeuginstandhaltungswerk in Cottbus geplant werden.

Problemstellung

Umfassende Literaturrecherchen belegen, dass das von der Deutschen Bahn geplante System-Design einer Seriell-Parallel-Hybrid Rangier-Lokomotive bisher nicht existent ist. Im Bereich der Traktions- und Lokomotivtechnik sind bisher sehr wenige Hybrid-Lösungen umgesetzt. Die einzige bekannte Wettbewerbslokomotive mit Hybridantrieb, die H3 des Herstellers Alstom, basiert auf der komplett unterschiedlichen Seriell-Hybrid-Technologie. Hier wird die gesamte vom Dieselmotor erzeugte Leistung zunächst in einem Generator in elektrische Energie gewandelt, bevor diese dann wieder in den Fahrmotoren in Antriebsleistung umgesetzt wird. Im Gegensatz dazu wird bei dem im Projekt umgesetzten Seriell-Parallel-Hybrid-Konzept der Großteil der Leistung des Dieselmotors direkt mechanisch in Vortrieb umgesetzt, was mit einem höheren Wirkungsgrad verbunden ist. Nur die Schlupfleistung wird entweder zur Erzeugung elektrischer Energie im Generator oder zum Vortrieb über die Fahrmotoren genutzt. Es ist aber auch möglich, ohne mechanische Kopplung des Dieselmotors an den Antriebsachsen zu fahren, z.B. um rein elektrisch fahren zu können. Damit ist das geplante Konzept äußerst variabel. Die Verluste sind gegenüber beiden bisher umgesetzten Konzepten deutlich verringert. Damit hat das vorgeschlagene Konzept ein deutliches Alleinstellungsmerkmal im erhöhten Wirkungsgrad als auch in der hohen Flexibilität der verschiedenen Antriebskonfigurationen. Andererseits wird damit auch klar, dass ein optimiertes Energiemanagementsystem als Teil des Projektes notwendig ist, um unter allen, unterschiedlichen Fahrbedingungen die Lokomotive mit der optimalen Antriebskonfiguration und damit dem besten Wirkungsgrad zu betreiben. Diesen Part übernehmen die DB Fahrzeuginstandhaltung, DB Systemtechnik und der Lehrstuhl Leistungselektronik und Antriebssysteme. Die entstehende Technologie soll zur Serienreife geführt und nachfolgend über eine am Standort Cottbus vorzunehmende Serienumrüstung vermarktet werden.

Die Speicherbatterien stellen eine zentrale Komponente für das neu zu entwickelnde hybride Antriebssystem dar. Das Handling der Speicherbatterien beim Einsatz bzw. im Rahmen der Instandhaltung ist ein kritischer Prozess der den besonderen Produkteigenschaften und Logistikanforderungen entsprechen muss. Ziel des Lehrstuhls für Produktionswirtschaft ist es, ein umfassendes Logistikkonzept für den Einsatz von Speicherbatterien in Hybridlokomotiven für die DB Fahrzeuginstandhaltung am Standort Cottbus zu entwickeln. Dabei sind organisatorische, technologische und prozessorientierte Aspekte zu berücksichtigen. Dieses Logistikkonzept soll eine nachhaltige Lösung im Umgang mit Batterieblöcken bieten sowie eine Grundlage für ein DB-weites Logistikkonzept für Speicherbatterien jeder Ausführung für eine ganzheitliche und zukunftsorientierte Sichtweise schaffen. Wesentliche Grundlageninformationen für die Konzeptentwicklung werden auf Basis des Desk Research, der Einbeziehung von Batterieherstellern und logistischen Systemanbietern erarbeitet. Die Aufnahme und Analyse der wesentlichen informationen sowie Daten erfolgen am Standort von DB Cottbus. Der Stand der Forschung belegt, dass es auch in diesem Themenfeld immense Forschungslücken gibt, insbesondere hinsichtlich Transport, Handlng und Lagern von Speicherbatterien. Somit liegen keine Informationen vor, wie die Batterielogistik, im Besonderen die technischen Logistiksysteme zur Handhabung der Speicherbatterien auszugestalten sind, noch wie die Logistikprozesse abgewickelt werden sollen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass es sich bei den Speicherbatterien um Gefahrgüter handelt. Daher sind Gefahrgutverordnungen zur Sicherung des Arbeitsschutzes zu berücksichtigen, um Anforderungen in der Prozessabwicklung zu identifizieren. Zunächst soll mit einer Batterieanalyse und Technologievorausschau ein Überblick über die aktuellen und zukünftigen Batterietechnologien und deren Besonderheiten mit dem Fokus auf das Handling aufgezeigt werden. Anschließend werden Logistieigenschaften der Speicherbatterien und Prozessanforderungen für die Batterielogistik erarbeitet, um Kenntnis darüber zu haben, mit welchen technischen Logistikkomponenten in Transport, Umschlag und Lagerung eine mögliche Systemkonfiguration machbar wäre. Darauf basierend wird das Konzept für die Batterielogistik entworfen und auf die praktischen Anforderungen des Unternehmens angepasst. Letztendlich verfasst der Lehrstuhl für Produktionswirtschaft einen Leitfaden für die Implementierung der Batterielogistik für die DB Fahrzeuginstandhaltung Cottbus.

Lösung

Das Projekt befindet sich in Bearbeitung.
Erste Zwischenergebnisse und die abschließenden Projektergebnisse werden als zusammengefasster Steckbrief nach Projektabschluss auf dieser Webseite veröffentlicht.


Laufzeit: 01.01.2018 - 31.12.2019

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

In Zusammenarbeit mit:


Projektträger:

Gefördert durch:

Weiteres / Links:

Vorhaben: 80171018

Initiierung und Umsetzung von Geschäftsmodellinnovationen in der ostdeutschen Textilindustrie (futureTEX)

Initiierung und Umsetzung von Geschäftsmodellinnovationen in der ostdeutschen Textilindustrie (futureTEX)


Das Projekt ist eines von mehreren Umsetzungsvorhaben von "futureTEX". Das Ziel des Projektes besteht darin, in der ostdeutschen Textilindustrie einen systematischen Prozess der Geschäftsmodellinnovation zu initiieren und umzusetzen. Dafür sind im Projekt die methodischen und konzeptionellen Grundlagen zu schaffen.

Problemstellung

Die größte Herausforderung für die Schaffung neuer Geschäftsmodelle besteht in dem Verlassen eingefahrener Denkweisen. Zugleich ist es erforderlich, die wesentlichen Innovationstreiber zu identifizieren, die gegenwärtige Geschäftsmodelle in vielen Sektoren sichtbar verändern. Da die Digitalisierung letztlich alle Branchen betrifft, ist auch der Wandel der Geschäftsmodelle ein branchenübergreifendes Erfordernis. Für das geplante Vorhaben ist es von besonderem Interesse, die Entwicklung in anderen, von der Globalisierung stark betroffenen Traditionsbranchen zu verfolgen und entstehende neue Unternehmens- und Kooperationsformen systematisch zu analysieren.

Eine weitere Aufgabe besteht in der Erfassung der internationalen Sichtweise und in der vergleichenden Untersuchung der Hauptwettbewerber. Im Vordergrund stehen dabei die Länder mit einer starken Textilindustrie wie USA, China, Taiwan und Südkorea oder in Europa Italien, Großbritannien und Frankreich. Eine besondere Beachtung finden jene Länder, die über einen hohen und wachsenden Anteil an technischen Textilien verfügen, einen hohen Innovationsgrad und leistungsfähige Cluster aufweisen und in denen eine aktive Politik zur Digitalisierung der Industrie betrieben wird. Diese Kriterien treffen hauptsächlich auf die USA und auf Frankreich zu.

Lösung

Die wissenschaftliche Analyse erfolgt vor allem mit Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung. Im Mittelpunkt stehen dabei problemzentrierte Interviews in 40 ausgewählten, die Branche repräsentierenden Unternehmen. Neben anderen Kommunikationsformen (Workshops, Popularisierung von Fallbeispielen u.a.) muss die Analyse auch als Bestandteil eines zu initiierenden Innovationsdialogs mit und zwischen den Unternehmen verstanden werden. Damit soll zur Sensibilisierung für die Bedeutung von Geschäftsmodellinnovationen und zur Generierung von neuen zukunftsorientierten Ansätzen beigetragen werden.

Am Ende des Forschungsvorhabens sollen mindestens folgende Hauptergebnisse vorliegen:

  • strategisches Handlungskonzept für die ostdeutsche Textilindustrie zur Initiierung und Umsetzung von Geschäftsmodellinnovationen,
  • Leitfaden und Methodenhandbuch für die Unternehmen zur eigenständigen Überprüfung und Neustrukturierung ihres Geschäftsmodells,
  • Sammlung von Best-Practice-Fällen,
  • Einleitung der praktischen Neuprofilierung der Geschäftsmodelle in mindestens fünf Unternehmen,
  • Ideenskizzen für anwendungsorientierte Folgeprojekte und ein
  • Geschäftsmodellkonzept für den Aufbau eines Geschäftsmodell-Inkubators.

Laufzeit: 01.07.2017 - 30.06.2019

Das Projekt ist in Bearbeitung.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

Gefördert durch:

Weiteres / Links:

Bio-inspired Factory Layouts for optimal Materialflow (BioFacLay)

Bio-inspired Factory Layouts for optimal Materialflow (BioFacLay)


Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, neue effiziente Ansätze für die Fabrikplanung und Materialflussplanung mit Hilfe der Biomimetik zu erforschen.

Problemstellung

Die meisten Fabriklayouts der Unternehmen sind tendenziell auf stabile Marktsituationen mit wenig Dynamik und hoher Effizienz ausgerichtet. Aufgrund sich stetig wandelnder Ansprüche des Unternehmensumfeldes an die Unternehmen, reichen die klassischen Muster der Fabriklayouts häufig nicht mehr aus, um zielorientierte technische sowie ökonomische Leistungen zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang stellt sich die Forschungsfrage, ob bionische Ansätze bei der Planung von Fabriklayouts zweckmäßig, effizient und flexibel sind. Das klassische Grundproblem der Layoutplanung ist es, einzelne Organisationseinheiten auf einer Grundfläche so anzuordnen, dass die Summe der Transportkosten minimiert wird.

Ziel des Projektvorhabens ist es somit, nach bionischen Systemdesignmustern ein den Prinzipien der Natur entsprechendes Grundlayout zu erzeugen, welches einerseits eine bessere Transportleistungsziffer ermöglicht und andererseits eine höhere Flexibilität gewährleistet, sodass z.B. bei einem Produktwechsel die geringsten Anpassungskosten entstehen. Auch lebende Systeme in der Natur werden mit logistischen Problemen konfrontiert. Diese Systeme passen sich an kurze und langfristige Veränderungen an. Beispielsweise wurden in den Vorstudien die Strukturen und Wachstumsprozesse der Nautilusschale untersucht und herausgefunden, dass diese biologischen Prinzipien und Strukturen dazu beitragen, die Verteilung der Betriebsressourcen in Fabriklayouts zu verbessern. Darüber hinaus wurden Input-Output-Prozesse in der Natur, insbesondere die Bahnen von Orb-Weaver-Spinnen untersucht, um das Muster für Fabriklayouts zu imitieren. Diese ersten Einblicke sollen im Projekt erweitert, umfassend analysiert und bewertet werden.

Lösung

Innerhalb des Projektes werden daraufhin adäquate Analogien aus der Natur erarbeitet. Diese werden detailliert hinsichtlich des biologischen Aufbaus untersucht sowie auf Transfermöglichkeiten in die Logistik analysiert. Ein bereits erstellter Kriterienkatalog mit Anforderungen an die Layout- und Materialflussgestaltung der Fabrik der Zukunft bietet die entsprechende Basis. Anhand beispielhafter 2D-Layouts verschiedener Fertigungstypen von Unternehmen und Geschäftsbereichen der KNAPP AG sollen klassische und bionische Methoden der Layoutplanung simuliert und miteinander verglichen werden. Dabei werden statische und dynamische Szenarien berücksichtigt. Für den Vergleich und die Bewertung der Layoutvarianten hinsichtlich der Kosteneffizienz und Flexibilität sind entsprechende Kennzahlen zu ermitteln. In diesem Zusammenhang ist ein Modell und Klassifikationssystem zur Bewertung der Effizienz verschiedener Fabriklayouts zu entwickeln. Darin werden qualitative und quantitative Indikatoren im Sinne eines Multi-Kriterien-Modells definiert, die eine Bewertung der Layouts ermöglichen werden. Im Ergebnis sollen ökonomische Nutzenpotenziale identifiziert werden.


Laufzeit: 01.03.2016 - 28.02.2019

Das Projekt ist in Bearbeitung.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

Gefördert durch:

Weiteres / Links:

Forschung und Entwicklung neuer Verfahrenstechniken zur automatisierten und flexiblen Fertigung vom zementgebundenen Balkonplatten

Forschung und Entwicklung neuer Verfahrenstechniken zur automatisierten und flexiblen Fertigung vom zementgebundenen Balkonplatten

FuE-Kooperationsprojekt mit der Bosig Baustoffe GmbH


Das Ziel des Forschungsvorhabens war die (Teil-)Automatisierung der Balkonplattenfertigung, die zuvor vollständig von Hand durchgeführt wurde. Der Werkstoff, zementgebundene Spanfaserplatten, erforderte die Ermittlung spezieller Verfahrensparameter, um einen sicheren Produktionsablauf zu gewährleisten. Ein Gesamtkonzept zur flexiblen und zugleich automatisierten Fertigung sollte definiert werden.

Problemstellung

Die Bearbeitung zementgebundener Spanplatten zur Herstellung von kundenindividuellen Balkonplatten erfolgte in mühevoller Handarbeit. Neben den Grundsätzlichen Fertigungsprozessen wie der Formgebung und der Beschichtung wurden auch Nebenprozesse wie das Wenden der Balkonplatten manuell von den Mitarbeitern realisiert. Organisatorische Prozesse, wie die Fortschrittkontrolle, wurden anhand von Begleitscheinen dokumentiert und konnten nicht ohne Suche abgerufen werden. Die vorliegende Fertigung zeichnete sich durch eine Kapazitätsauslastung von 100% und nur bedingt flexiblen Abläufen aus.

Lösung

Zur Konzeptionierung einer automatisierten und flexiblen Fertigung der Balkonplatten wurden sowohl die Haupt- als auch die Nebenprozesse des gesamten Auftragsabwicklungsprozesses vom Auftragseingang bis hin zum Versand der gefertigten Balkonplatten systematisch untersucht. Eine IST-Analyse zeigte Schwächen in den einzelnen Prozessschritten, die teilweise umgehend behoben werden konnten. Die einzelnen Aktivitäten wurden anschließend bezüglich der Automatisierung untersucht und Lösungsalternativen gegeneinander abgeglichen. Um die einzelnen Lösungen in ein Gesamtkonzept zu überführen, wurden ergänzend Schnittstellen und logistische Prozesse betrachtet und angepasst.

Im Ergebnis wurde ein Fertigungskonzept erstellt, dass neben einem hohen Automatisierungsgrad durch Flexibilität gekennzeichnet ist. Die notwendigen Technologien wurden definiert und die entsprechenden Anlagen in einem Fertigungslayout für die bestehenden Fertigungshallen des Unternehmens eingepasst. Erste Teilsysteme sind direkt im Anschluss an das Projekt umgesetzt worden und konnten bereits deutliche Kapazitätssteigerungen realisieren.


Laufzeit: 01.07.2013 - 31.12.2014

Das Projekt wurde erfolgreich beendet.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

ZIM-Kooperationsprojekt

Gefördert durch:

Energie- und Ressourceneffizienz in der Lean Production (LeanERE)

Energie- und Ressourceneffiziente schlanke Produktion - Entwicklung einer Optimierungsmethode


Das Ziel des Forschungsvorhabens war die Verknüpfung der Ansätze im Bereich der Energie- und Ressourceneffizienz mit der schlanken Produktion in kleinen und mittleren Unternehmen.

Problemstellung

Die zunehmende Verknappung der natürlichen Ressourcen und der damit verbundene Anstieg der Rohstoffpreise sowie der durch die globalen Märkte stetig vorhandene Wettbewerbsdruck für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erfordern einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zeitgleich die Optimierung der Prozesse in der Produktion. Sowohl vorhandene Ansätze für eine energie- und ressourceneffiziente Produktion als auch der schlanken Produktion sind für KMU noch nicht in ausreichendem Umfang etabliert. Die Verbindung beider Forschungsgebiete beinhaltet sowohl gleiche aber auch kontroverse Zielstellungen, sodass die reine Anwendung von Methoden und Tools nicht das volle Potential entfalten kann.

Lösung

Um die individuellen Methoden zielgerichtet kombinieren und einsetzen zu können wurden ausgewählte Methoden mit den Projektpartnern analysiert und bewertet. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der Einsatzfähigkeit und Umsetzbarkeit der Methoden in KMU. Parallel wurden Zielfelder definiert, die mit Ausrichtung auf ein energie- und ressourceneffizientes sowie schlankes Produktionsumfeld maßgebend sind, um die individuellen Methodenwirkungen auf diese Felder bestimmen zu können. Durch eine entsprechende Analyse konnten Beeinflussingsintensitäten der Methoden auf die Zielfelder bestimmt werden.

Das Ergebnis des Forschungsprojektes ist ein Reifegradmodell, dass durch eine Abstimmung von Maßnahmen mit den Unternehmenszielen und einer entsprechenden Auswahl an Methoden die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz bei paralleler Verschlankung der Produktion sowie der Produktionsprozesse zur Folge hat.


Laufzeit: 01.03.2013 - 31.07.2014

Das Projekt wurde erfolgreich beendet.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

Gefördert durch:

Weiteres / Links:

Vorhaben: 03IN2V2A

Reifegradbasiertes QM in F&E für disruptive Technologien am Beispiel E-Mobility

Entwicklung eines reifegradbasierten Qualitätsmanagements für disruptive Technologien in F&E-Netzwerken am Beispiel der Forschungs- und Entwick-lungsprozesse im E-Mobility-Umfeld


Das Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung eines reifegradbasierten Qualitätsmanagementmodells für den Produktentstehungsprozess von innovativen Produkten auf Basis disruptiver Technologien in F&E-Netzwerken.

Problemstellung

Disruptive Innovationen zeichnen sich zunächst durch eine geringere Funktionalität als bestehende Produkte des Massenmarktes aus. Es besteht jedoch das Potenzial langfristig mit bestehenden Produkten zu konkurrieren und diese zu verdrängen. Die Entwicklung von disruptiven Technologien bedingt Veränderungen im FuE-Prozess. Sie erfordern umfassendes, bislang branchenfremdes Know-how, weshalb mit einer steigenden Zahl von Unternehmenskollaborationen zu rechnen ist. In der Industrie wird die Produkt- und Technologieentwicklung oftmals in Produktreifegrade aufgegliedert.

Es gilt im Rahmen des Forschungsvorhabens zu untersuchen, ob diese Vorgehensweise auch für disruptive Technologien am Beispiel der Elektromobilität, Validität beweist. Es ist zu erwarten, dass die auf Weiterentwicklung bestehender Technologien ausgelegten Produktentwicklungspfade angepasst werden müssen. Bestehende FuE-Prozesse können die Anforderungen der Entwicklung disruptiver Technologien nicht abbilden. Diese notwendige Prozessveränderung wird von der Reife der Technologie, den angepassten Produktentwicklungspfaden oder der Struktur der Entwicklungsnetzwerke hervorgerufen. Aufgrund des erhöhten Risikos, das mit der Entwicklung von Produkten auf Basis disruptiver Technologien einhergeht, muss im Produktentstehungsprozess auf eine hohe Qualität der Ergebnisse der FuE-Phasen geachtet werden. Es wird ein Modell benötigt, das die notwendigen Veränderungen des FuE-Prozesses abbildet.

Lösung

Im Rahmen des Vorhabens wurde nachgewiesen, dass bestehende Ansätze des Qualitätsmanagements den Herausforderungen der Elektromobilität aufgrund ihrer Ausrichtung an konventionellen Technologien und Prozessen nur bedingt standhalten. Während einer Analyse des Produktentstehungsprozesses in der Elektromobilität wurden Strukturen, Herausforderungen und Leitlinien zur Produktentwicklung abgeleitet. Es wurden Anforderungen an ein reifegradbasiertes Messkonzept und relevante Gestaltungsfelder mit Bewertungskriterien für die Phasen der Produktentwicklung erarbeitet.

Ein wesentliches Ergebnis des Projektes ist ein Reifegradmodell, das Unternehmen befähigt die Reife des FuE-Prozesses zur Entwicklung disruptiver Technologien an erfolgskritischen Messpunkten zu ermitteln. Es werden Methodenempfehlungen gegeben, um einen höheren Reifegrad in einzelnen Phasen und Gestaltungsfeldern zu erreichen. Das entwickelte IT-Tool trägt zukünftig zur systematischen Reifegradbewertung sowie Reifegradoptimierung in der Qualitätssicherung der Forschung und Entwicklung bei und gewährleistet den Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis.


Laufzeit: 01.05.2013 - 30.11.2014

Das Projekt wurde erfolgreich beendet.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

Gefördert durch:

CO2-Footprint-Optimierung in der Logistik (CO2-LOGI)

Entwicklung eines Ansatzes zur CO2-Footprint-Optimierung von Logistikstrukturen und -prozessen unter besonderer Berücksichtigung der E-Mobility


Das Ziel des Forschungsvorhabens ist es, kleine und mittelständische Unternehmen zur schnellen und zielgerichteten Lokalisierung von Effizienzengpässen und Emissionsquellen sowie zur Selektion geeigneter Maßnahmen hinsichtlich der Optimierung des CO2-Footprints zu befähigen.

Problemstellung

Die zunehmende Verknappung der natürlichen Ressourcen und der damit verbundene Anstieg der Rohstoffpreise sowie die voranschreitende Klimaerwärmung schärfen das Umweltbewusstsein der Bevölkerung. Vor dem Hintergrund, dass bereits im Jahre 2006 16% aller CO2-Emissionen in Deutschland auf den Sektor Transport und Logistik zurückzuführen sind, wird deren Bedeutung besonders herausgestellt. Um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern, sind Maßnahmen zu identifizieren, mit denen der CO2-Ausstoß in der Logistik entlang der gesamten Wertschöpfungskette gesenkt werden kann.

Der Forschungsbedarf liegt in einer nicht verfügbaren standardisierten und praxistauglichen Methode zur Messung und Berechnung des CO2-Footprints. Die CO2-Footprint-Optimierung stellt die Basis zur Verbesserung der Ressourceneffizienz in der Logistik am Standort Deutschland dar. Insbesondere im E-mobility Bereich, mit einem ständigen Wandel an Produktionstechnologien und -strukturen stellt die CO2-Minimierung ein Alleinstellungsmerkmal dar. Um neben „grünen“ Produkten, auch eine „grüne“ Wertschöpfung der Fahrzeuge zu ermöglichen gilt es, die Optimierung von Logistikstrukturen und -prozessen zur Verbesserung des CO2-Footprints anforderungsgerecht zu verfolgen.

Lösung

Auf Basis von Vorarbeiten aus der Literatur sowie Erkenntnissen aus Workshops und Expertengesprächen wurde eine praktikable Berechnungssystematik entwickelt und in einem internetbasierten IT-Tool umgesetzt. Wesentlicher Bestandteil war die Identifikation von Messpunkten für CO2-Emissionen und die Abgrenzung zusammenhängender Logistiksysteme an den identifizierten Messpunkten. Die Messbarmachung bildete den Grundstein für die Optimierung. Es wurden Optimierungsstrategien und deren Wirkungspotenziale auf den CO2-Footprint in der Logistik identifiziert. Die Potenziale wurden hinsichtlich der Wirkung der verschiedenen Strategien anhand von Fallstudien gemessen. Die Strategien und deren Einfluss auf den CO2-Footprint wurden unter Berücksichtigung verschiedener Ausgangsszenarien einer umfassenden Bewertung unterzogen. Im Speziellen wurde überprüft, welche der eingesetzten Strategien universell verwendet werden können und welche in einzelnen Szenarien ökologische Vorteile bedeuten, ohne die ökonomische Leistungsfähigkeit eines Logistiksystems negativ zu beeinflussen.


Laufzeit: 01.11.2012 - 30.04.2014

Das Projekt wurde erfolgreich beendet.

Bei Fragen zum Projekt richten Sie sich an:
fg-produktionswirtschaft(at)b-tu.de

Projektpartner:


Projektträger:

Gefördert durch: