Das Fachgebiet Stadt- und Regionalentwicklung nimmt im Studiengang Stadt- und Regionalplanung eine Sonderstellung ein: Die Fachgebietsleiterin ist zugleich Direktorin des Leibniz-Instituts für Raumbezogene Sozialforschung (IRS).

Auf Grundlage seiner Expertise für raumbezogene Sozialforschung will das Fachgebiet mit seiner Lehre den angehenden Stadt- und Regionalplanern vor allem dreierlei vermitteln:

  • ihren Blick öffnen für die vielfältigen Beziehungen zwischen Gesellschaft und Raum, von der stadträumlichen, über die regionale und (national-)staatliche bis zur europäischen und internationalen Ebene;
  • ihr Verständnis schärften für Räume als soziale Konstrukte;
  • ihnen Wissen vermitteln über raumbezogene governance, d.h. über die unterschiedlichen Mechanismen und Verfahren der Interaktion und Koordination zwischen Akteuren zur Planung und Gestaltung räumlicher Entwicklung.

Bundesweit einmalig ist die Historische Forschungsstelle des IRS mit den Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR, einem umfangreichen Archiv von Nachlässen, Schriften, Plänen, Zeichnungen, Karten, Bilddokumenten und Modellen. Das IRS hat den Satzungsauftrag, diese Materialien und Unterlagen zu sammeln und zu erschließen, der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen und in Abstimmung mit der Institutsforschung auszuwerten. Das IRS als Ort raumbezogener Sozialforschung erfährt damit in seinem Forschungsprofil eine Weiterung hin zur Stadt- und Planungsgeschichte. Über die Wissenschaftlichen Sammlungen pflegt das IRS seit Jahren den wissenschaftlichen Austausch mit den Lehrstühlen des Instituts für Bau- und Kunstgeschichte an der BTU. Prof. Dr. Heiderose Kilper war an der Durchführung der Klasse A "Historische Baukultur" der Internationalen Graduiertenschule (2010 - 2013) der BTU Cottbus-Senftenberg beteiligt. Aktuell wirkt das IRS als Antragsteller am DFG-Graduiertenkolleg "Kulturelle und technische Werte historischer Bauten" mit.