Lehrangebote Stadtentwicklung 

Im Bachelor-Modulbereich „Stadt 2“ bietet der Lehrstuhl im dritten Semester die Veranstaltung „Wohnsoziologie“ an. Planung und Bau von (Wohn-)Bauten werden in ihren gesellschaftlichen Kontext gestellt. Im vierten Semester wird im selben Modulbereich in die „Stadtsoziologie“ eingeführt. Dabei stehen die Wechselwirkungen zwischen der Stadt als sozialem und gebautem Raum und den Möglichkeiten sozialer und planerischer Einflussnahme im Mittelpunkt (Stichworte: demographische Entwicklung, soziale und räumliche Segregation; Sozialraumanalyse und Dimensionen der sozialen Stadtentwicklung). 

Im fünften Semester wird vom Lehrstuhl im Bachelor-Modulbereich „Projekt“ ein Studienprojekt mit Schwerpunkt Stadtentwicklung durchgeführt. An einer konkreten stadtplanerischen Aufgabenstellung erfolgt die analytische Auseinandersetzung mit der spezifischen Entwicklungs- und Planungsproblematik von Städten. 

Im Master-Modulbereich „Stadt 2“ wird eine Seminarveranstaltung zum Thema „Sozial integrierte Stadt“ angeboten. Sie setzt bei den stadtsoziologischen Fragestellungen des kulturellen, sozialen und demographischen Wandels mit ihren quartiersbezogenen Auswirkungen an. Am Beispiel konkreter Fälle werden Ansätze einer integrierten, sozialen Stadtentwicklungspolitik beleuchtet. 
Im Master-Modulbereich „Stadt 2“ wird eine Seminarveranstaltung zum Thema „Stadtumbau in Deutschland“ angeboten, das sich mit aktuellen Prozessen des Stadtumbaus in Deutschland beschäftigt. Hintergrund ist, dass Bevölkerungsrückgänge, wirtschaftliche Schrumpfungsprozesse, überregionale Abwanderungen, demographische Veränderungen und ein erheblicher Wohnungsleerstand seit einigen Jahren viele Städte und Gemeinden in Deutschland kennzeichnen. Die Städte stehen vor der Herausforderung, diese Veränderungsprozesse zu bewältigen und wirksame Problemlösungen zu entwickeln. Förderprogramme wie die Programme Stadtumbau in Ost- und Westdeutschland bieten den Kommunen dabei Unterstützung. Die Themenfelder sind vielfältig und reichen von Konzepten zur Stärkung der Innenstadt über die Hinterfragung unterschiedlicher Entwicklungsperspektiven von Großwohnsiedlungen bis zu Themen der Infrastrukturanpassung im Stadtumbauprozess oder der Beteiligung von Bewohnern im Stadtumbau. 

Lehrangebote Regionalentwicklung 

Im Bachelor-Modulbereich „Stadt 2“ bietet der Lehrstuhl im fünften Semester die Vorlesung „Regionalentwicklung und -politik. Grundlagen, Rahmenbedingungen und Konzepte“ an. Sie behandelt die Rahmenbedingungen und Einflussfaktoren regionaler Entwicklung und zeigt Zusammenhänge auf, die zur Herausbildung regionaler Disparitäten führen. Sie beschäftigt sich mit unterschiedlichen Konzepten regionaler Entwicklung, mit deren Leitbildern und Planungs- und Steuerungsmodellen. Sie thematisiert die aktuellen Herausforderungen und Diskurse räumlicher Entwicklung angesichts der Globalisierung der ökonomischen Beziehungen und der Europäisierung von Politik. Die Vorlesung wird von regelmäßigen Übungsterminen begleitet, in denen Grundfertigkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt werden. 

Ebenfalls im fünften Semester wird vom Lehrstuhl im Bachelor-Modulbereich „Projekt“ ein Studienprojekt mit Schwerpunkt Regionalentwicklung durchgeführt. An einer konkreten regionalplanerischen Aufgabenstellung erfolgt die analytische Auseinandersetzung mit der spezifischen Entwicklungs- und Planungsproblematik einer Region, die Bewertung geeigneter Planungsinstrumente und die Erarbeitung einer Entwicklungskonzeption. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hier auf der interdisziplinären und integrierten Perspektive, um räumliche Entwicklung als komplexen Abwägungs- und Vermittlungsprozess zwischen verschiedenen Akteuren mit ihren unterschiedlichen Interessenlagen und Zielsetzungen verstehen und damit gestalten zu können. 

Im Master-Modulbereich „Stadt 2“ wird das Seminar „Regionalplanung/ Regionalentwicklung (in Europa)“ angeboten. In diesem Seminar werden wechselnde aktuelle Themen der Regionalplanung und –entwicklung in Deutschland und Europa theoretisch fundiert und praxisnah vermittelt. Inhalte reichen dabei von Regionalmanagement über Strategieentwicklung bis hin zu Europäischen Grenzregionen.  
 
Fachklasse „Historische Baukultur“ der International Graduate School der BTU Cottbus-Senftenberg 
Seit Sommersemester 2010 wirkt der Lehrstuhl an der Fachklasse „Historische Baukultur“ der International Graduate School der BTU Cottbus-Senftenberg mit. Diese ist am 28. Juni 2010 offiziell eröffnet worden. Zwei Stipendiatinnen, die sich in ihren Dissertationsschriften mit Fragen des sozialistischen Städtebaus im 20. Jahrhunderts beschäftigen, nutzen für ihre Forschung die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Bau- und Planungsgeschichte der DDR, die am IRS in Erkner angesiedelt sind. Die Mitwirkung des Lehrstuhls umfasst sowohl die wissenschaftliche Betreuung von Dissertationen wie die Gestaltung des Studienprogramms. Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS bieten in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Denkmalpflege der BTU im Master-Studiengang Bauen und Erhalten ein Projekt mit denkmalpflegerischem Schwerpunkt an. Die Studenten können dabei von der Kombination der geschichtswissenschaftlichen Forschungskompetenz der Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS sowie des architekturhistorischen Sachverstands des Lehrstuhls Denkmalpflege profitieren. Die Wissenschaftlichen Sammlungen des IRS beheimaten eine der größten Sammlungen von Dokumenten und Materialien zur ostdeutschen Städtebau-, Planungs- und Architekturgeschichte und bieten den Studenten ideale Recherche- und Arbeitsbedingungen. 

Angebote des IRS an die Studierenden 

Als außeruniversitäre Forschungseinrichtung bietet das IRS den angehenden Stadt- und Regionalplanern der BTU Cottbus Praktikumsplätze an. Die Praktikanten bekommen im Rahmen von Forschungsprojekten wissenschaftliche Hilfstätigkeiten sowie kleinere Rechercheaufgaben übertragen. Sie erhalten damit einen guten Einblick in den Alltag sozialwissenschaftlicher Raumforschung und bekommen Anregungen für eigene Qualifizierungsarbeiten. 

Die Bundestransferstelle „Stadtumbau Ost“ ist am IRS angesiedelt und kann Einblicke in die Arbeitsweise raumwissenschaftlicher Politikberatung vermitteln. Die Wissenschaftlichen Sammlungen zur Planungsgeschichte der DDR, die ebenfalls im IRS beheimatet sind, bieten für angehende Stadtplaner interessante Einblicke in die Architektur und Planungsgeschichte der DDR. 

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