Abgeschlossene Projekte

Die folgenden abgeschlossenen Forschungsvorhaben wurden von Frau Prof. Dr. Weidner als Projektleiterin an der BTU Cottbus betreut:

Langzeitstudie: Shopping Center am Brühl in Leipzig und innerstädtischer Einzelhandel

Die seit 2007 an der Universität Leipzig laufende Studie hinterfragt die Auswirkungen der Ansiedlung einer großflächigen Einzelhandelsniederlassung in der Innenstadt auf das bestehende Einzelhandelsnetz am Beispiel der geplanten "Höfe am Brühl" in der Leipziger City.
Der Lehrstuhl Stadtmanagement hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem ISB zur gemeinsamen Analyse und Auswertung innerhalb dieser Langzeitstudie.

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Baukultur und Innenstadt

Inhalt

Die brandenburgischen Städte befinden sich seit der Wiedervereinigung in einem stetigen Wandel. Waren die 1990er- und 2000er-Jahre noch von Schrumpfung und Konsolidierung geprägt, verzeichnen einzelne brandenburgische Kommunen in diesem Jahrzehnt u.a. durch das Wachstum der Stadt Berlin und oder dem verstärkten Zuzug Geflüchteter gar Wachstum.

Die Innenstädte stehen in diesem Prozess im besonderen Fokus der Stadtentwicklung. Neben den identitätsstiftenden, baukulturellen Merkmalen beherbergen sie zahlreiche Funktionen des städtischen Lebens. Die Sicherung und die Weiterentwicklung dieser stellt daher eine wesentliche Aufgabe der Stadtentwicklung dar. Doch gerade der Einzelhandel, nach Erhebung des Deutschen Städtetags die wichtigste innerstädtische Funktion (Link: www.staedtetag.de/imperia/md/content/dst/diskussionspapier_zukunft_stadt_handel_072016.pdf) steht gerade (wieder) vor immensen Herausforderungen. Im Land Branden-burg nimmt die Fläche des stationären Einzelhandels ab, die innerstädtischen 1A-Lagen verzeichnen Rückgänge hinsichtlich ihrer Passantenfrequentierung und die prognostizierten Zuwächse im E- Commerce werden auch zulasten der Innenstädte gehen. Zur Reaktion auf diese Herausforderungen im Einzelhandel bedarf es unterschiedlicher Stadtentwicklungsstrategien, die die Innenstädte als vitale und lebendige Zentren erhalten.

Im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) wird dem Thema Baukultur und Innenstadtentwicklung eine neue, wichtigere Rolle zugewiesen. Das MIL will die brandenburgischen Kommunen in ihrem Entwicklungsprozess unterstützen, in dem es Wissenstransfer und Workshops anbietet. Die Tagung vom 12. Oktober 2017 im MIL in Potsdam (Link: www.bundesstiftung-baukultur.de/sites/default/files/medien/veranstaltung/14092017/downloads/baukulturinnenstadt_mil_tagesordnung.pdf) stellt hierzu einen Baustein dar. Auf der Tagung referierten Experten des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, des Städteforums Brandenburg, der BTU Cottbus-Senftenberg sowie der brandenburgischen Mittelstädte Eberswalde, Luckenwalde und Lübben (Spreewald) über die Rahmenbedingungen und Herausforderungen der Innen-stadtentwicklung sowie über Stadtentwicklungskonzepte und Vorgehensweisen, die im planerischen und stadtpolitischen Handeln beispielgebend sein können.

Auf der Tagung wurde übereinstimmend berichtet, dass die skizzierten Rahmenbedingungen und Innenstadtentwicklungen in Gesamtdeutschland ein Handlungsfeld der Stadtplanung darstellen. Neben den klassischen formellen und informellen Planungsinstrumenten zum Abbau defizitärer oder von Transformation betroffener innerstädtischer Räume haben sich einzelne Städten kreative Lösungen erarbeitet. Beispielsweise ermöglichen einzelne Kommunen und Immobilieneigentümer interessierten Bürgern und Händlern die Nutzung leer-stehender Räume auf unkonventionelle Art und Weise. Die Definition neuer innerstädtischer Funktionen (Ausbau des Wohnens) stellt auch eine Herangehensweise einiger Mittelstädte dar.

Die drei ausgewählten Fallbeispiele Eberswalde, Luckenwalde und Lübben (Spreewald) liegen alle in der Umgebung Berlins und profitieren deshalb – anders als andere Städte – von positiven Wanderungssalden mit der Hauptstadt. Als Verwaltungssitz ihrer jeweiligen Landkreise finden sich außerdem wichtige öffentliche Infrastrukturen in ihren Innenstädten wieder, die als Ankerpunkte fungieren. Diese erzeugen Frequenz und Kundschaft auch für den innerstädtischen Einzelhandel und die weiteren dort angebotenen Dienstleistungen. Dazu sind alle drei Städte nach dem LEP Berlin- Brandenburg als Mittelzentrum und teilweise als Regionaler Wachstumskern klassifiziert, womit weitere wichtige öffentliche Infrastrukturen in diesen Städten verortet sind. Hinsichtlich der Rahmenbedingungen können sie demzufolge nicht uneingeschränkt als repräsentativ gelten, ihr strategisches Vorgehen hingegen ist beispielhaft.

Auf der Ebene der planerischen Fachkonzepte hat sich zur Bündelung der Funktionen, vor allem mit dem Schwerpunkt der Einzelhandelskonzentration, die Ausweisung von (innerstädtischen) zentralen Versorgungsbereichen in Einzelhandelskonzepten bewährt. Darauf aufbauend können die Städte strategische B-Pläne verabschieden, mit denen eine stringente planerische Steuerung des Einzelhandels möglich wurde (formelle Stadtentwicklung). Außerdem hat sich die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den lokalen Akteuren bewährt (informelle Stadtentwicklung), in der Verabredungen getroffen und gemeinsame Veranstaltun-gen organisiert wurden. Diese Aufgaben wurden teilweise auch über ein stadteigenes Marketing durchgeführt.

Auch zukünftig wird die Sicherung der innerstädtischen Funktionsvielfalt im Kern der Stadt-entwicklung stehen. Angesichts des Strukturwandels im Einzelhandel sind Konzepte und Verhaltensweisen gefordert, die Konkurrenzen in nicht integrierten Lagen weiter reduzieren, respektive verringern und leerfallende innerstädtische Ladenlokale intelligent neuen Nut-zungen zuführen. Gerade die Nähe zu Berlin stellt in diesem Kontext für die drei ausgewählten Städte und ihren jeweiligen Zentren ein Potenzial dar, in der sich vielfältige Wohnformen für verschiedene Generationen etablieren lassen.

Projektstruktur


• Auftraggeber: Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) Brandenburg

• Verantwortlich: Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner, M.Sc. Patrick Notzon

• Projektlaufzeit: 09|2017 - 12|2017

Fallstudien

Einkaufsverhalten und Angebot in Weißwasser/Oberlausitz

Inhalt

Die Stadt Weißwasser (Oberlausitz) steht vor vielfältigen Herausforderungen, die sich aus der peripheren Randlage im Freistaat Sachsen, den Demographie- , Sozial- und Wirtschaftsdaten sowie den Steuerrückzahlungen an das Energieunternehmen Vattenfall ergeben. Die Stadt plant für 2018 die Fortschreibung und Aktualisierung ihres Einzelhandelskonzeptes von 2007.

Ein erstes Stimmungsbild zum Kundenverhalten und dem Einkaufsangebot in der sächsischen Mittelstadt lieferte eine Passantenbefragung, die vom Fachgebiet Stadtmanagement in Zusammenarbeit mit dem Verein "Perspektiv(en) Weißwasser" durchgeführt wurde. An dem als studentischer Wettbewerb angelegten Projekt beteiligten sich 18 Masterstudierende des BTU-Studiengangs Stadt- und Regionalplanung. Mithilfe eines gemeinsam entwickelten Fragebogens konnten empirische Daten zu den einzelnen Kundengruppen, deren Einkaufsverhalten sowie dem Einzelhandelsangebot in Weißwasser gewonnen werden.

Durch die angewandten Methoden zur Erhebung und Auswertung der Daten konnten die erzielten Ergebnisse kritisch reflektiert werden. Das Forschungsinteresse gliederte sich in folgende Themenfelder auf:

  • Wie gestaltet sich das Einkaufsverhalten der Einwohner und Besucher?
  • Wie ist das Online- und Offline-Einkaufsverhalten?
  • Welcher Bedarf an weiteren Einkaufsmöglichkeiten/Angeboten besteht?
  • Wie attraktiv ist die räumliche Situation in Weißwasser? 

Die Passantenbefragung fand an den frequenzstärksten Wochentagen Donnerstag und Frei-tag an den Standorten Saschowawiese, Südpassage und Wochenmarkt statt. Insgesamt wurden 290 Interviews mit Passanten geführt bzw. konnten in der Auswertung berücksichtigt werden.

Die Ergebnisse der Passantenbefragung müssen im Kontext des hohen Durchschnittsalters der befragten Bürger betrachtet werden. Daher bleibt am Ende dieser Erfassung die Frage offen , inwieweit die Ergebnisse bei einem stärkeren Anteil an jüngeren Menschen ausgefallen wären.

Als ein Ergebnis bleibt festzuhalten, dass die meisten Warengruppen in der Beurteilung ein gutes bis sehr gutes Ergebnis erfahren und daher die gegenwärtige Einkaufsqualität mindestens beibehalten bzw. gepflegt werden sollte. Punktuelle Maßnahmen wiederum sollten dennoch in den Ausbau einzelner Warenbereiche gehen, so wurde u.a. über fehlende mittlere und hochwertige Bekleidungsangebote geklagt.

In Bezug auf die vorherrschende Aufenthaltsqualität ist diese hinsichtlich der demographischen Entwicklung auf den Bewegungsraum und ihre Barrierefreiheit zu prüfen. In diesem Kontext sollte ebenfalls die Verweilqualität erhöht werden, z.B. durch die Aufstellung von Stadtmobiliar (in Form von Sitzmöglichkeiten) oder der Ansiedlung gastronomischer Betriebe.

Die Ergebnisse für den Online-Einkauf machen vordergründig deutlich, dass keine technischen oder funktionalen Hürden zur Nutzung des Internets zum Einkaufen bestehen. Dies legt die Vermutung nahe, dass das stationäre Angebot zunächst den Bedürfnissen der (befragten) Bewohner genügt. Dennoch muss darauf verwiesen werden, dass (altersunabhängig) die Bewohner zum Einkaufen auch auf (größere) Städte ausweichen. Die Angebote für jüngere bzw. onlineaffinere Kundengruppen müssen ausgebaut werden, um insgesamt eine ausbalanciertere Angebotsstruktur herzustellen. Für jüngere Zielgruppen ist z.B. die Stärkung von Social Media Angeboten empfehlenswert.

Projektstruktur

Auftraggeber: Perspektive(n) Weißwasser

Verantwortlich: Prof. Dr.-Ing. Silke Weidner, M.Sc. Juliane Ribbeck, B.Sc. Patrick Notzon

Projektlaufzeit: 04|2017 - 08|2017

Abschlussbild

Sci-Fi-Cities - Stadtzukünfte in Kunst, Literatur und Video

Inhalt

Das Forschungsprojekt "Sci-Fi-Cities – Stadtzukünfte in Kunst, Literatur und Video" untersuchte die Frage, ob und in welchen Bereichen Werke der Science-Fiction der Stadtpolitik Orientierung geben können, um nach Potenzialen und Risiken der Stadt von Übermorgen zu suchen.

Imaginäre Städte sind ein wiederkehrender Handlungsort in der Science-Fiction. AutorInnen nutzen teils bekannte, teils entrückte Stadtwelten, um ihren gesellschaftlichen Entwurf zu platzieren. Dieser ist meist als Kritik an die Gegenwart gerichtet. Zeitgenössische lebensweltlichen Diskurse und die imaginären Weltentwürfe in Comics, Filmen oder Computerspielen sind in beide Richtungen verbunden: Technologische Fiktionen, etwa Bildtelefone der 1930er-Jahre, wurden Wirklichkeit und bestimmen aktuelle Lebens- und Arbeitswelten. Umgekehrt greifen Science-Fiction-AutorInnen reale Stadtentwicklungstrends auf, z.B. die global fortschreitende Verstädterung.

In der Untersuchung wurden zunächst Werke aus den Medien Film, Literatur, Comic, bildender Kunst und Computerspiel gesammelt und klassifiziert. Einschlägige Sekundärliteratur aus der Literatur- und Filmwissenschaft unterstützte die Erstsichtung. Im Vordergrund standen dabei die historische Entwicklung und die Identifizierung von typischen Stadtformen in der Science-Fiction. Im Detail wurden dann Werke der Science-Fiction untersucht, die seit den 1970er-Jahren erschienen und dem westlichen Kulturkreis zuzuordnen sind. Es wurden nur Werke berücksichtigt, die aus heutiger Sicht in der Zukunft spielen. Dazu wurde ein medienübergreifendes und -vergleichendes Analyseraster entwickelt. Innerhalb dieses Werkkorpus’ wurden für die Stadtentwicklung relevante Sektoren und Darstellungskonventionen der Science-Fiction-Stadt analysiert interpretiert, und miteinander verglichen.

Die systematische Analyse von 53 Werken der unterschiedlichen Medien hat gezeigt, dass jeweils konkrete Aussagen über Stadtstrukturen getroffen werden. Aus den Werken konnten u.a. aussagekräftige Informationen zu Governance, städtischer Infrastruktur sowie dem gebauten Raum extrahiert werden. Die Struktur der Städte, und damit auch Folgerungen zu ihrer Dichte, lassen sich allen Medien eindeutig entnehmen, da für die ausgewählten Erzählungen der Stadtraum als ein tragendes Handlungselement fungiert. Aus dem Dialog zwischen Stadtplanung und Science-Fiction wird ein grundsätzliches Potenzial deutlich: Die Szenarien der Science-Fiction können extreme Entwicklungen anschaulich darstellen. Daher können sie den methodischen Werkzeugkasten der strategischen Planung ergänzen, als Inspirationsquelle und ggf. Planspielumgebung zur Beantwortung der Frage "Was wäre wenn?".

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Projektstruktur

  • Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau- Stadt- und Raumforschung (BBSR)
  • Projektpartner: Fakultät 3 - Lehrstuhl Angewandte Medienwissenschaften
  • (Prof. Dr. Christer Petersen, Steffen Krämer), Belinda Rukschcio, Bodo Rott
  • Projektlaufzeit: 11/2014 - 2/2015
  • Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Carolin Pätsch, Moritz Maikämper

Projektkonzept

Die städtische Dimension in den deutschen Strukturfondsprogrammen 2.0

Inhalt

Aufbauend auf die Vorgängerstudie "Die Städtische Dimension in den deutschen Strukturfondsprogrammen" aus dem Jahr 2010 wurde der Lehrstuhl Stadtmanagement in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V. beauftragt, die laufende EU-Strukturfondsperiode in Hinblick auf die Verankerung der Städtischen Dimension in der Programmebene- und Projektebene von deutschen Kommune zu untersuchen. Gleichzeitig sollen Aussagen zur Integration der Städtischen Dimension in die Operationellen Programme (OP) der kommenden Förderperiode getroffen werden.

Mit der aktuellen Förderperiode 2007-2013 der Europäischen Strukturfonds wurde der Berücksichtigung städtischer Belange in der Strukturpolitik größerer Stellenwert beigemessen. Demnach können Städte Fördermittel für Maßnahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung in Anspruch nehmen, sofern sie dieses Angebot in ihre Operationellen Programme übernommen haben.

Im Rahmen dieser Studie soll zunächst untersucht werden, in welcher Qualität und Quantität die Kommunen von dem Förderangebot der EU Gebrauch machten und somit die Städtische Dimension der europäischen Strukturpolitik auch zukünftig in den deutschen Kommunen Anwendung findet. Insbesondere der Einsatz neuer Finanzierungsformen soll dabei untersucht werden.

Anschließend an die Untersuchung der Programmebene der Länder wird die Projektebene der Strukturfondsförderung genauer betrachtet. Die Städtische Dimension der OPs soll anhand aktueller, konkreter Projekte dargestellt und deren Wirkung für eine Nachhaltige Stadtentwicklung (NSE) veranschaulicht werden. Zudem wird ein zu erarbeitender Handlungsleitfaden dazu dienen, den Kommunen die derzeitigen Inhalte der Städtischen Dimension gemäß bestehender EU-Strategien näher zu bringen und die Umsetzung solcher Projekte darzustellen.
zum Leitfaden

Projektstruktur

Auftraggeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
Projektpartner: Jens Gerhardt, Deutscher Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e.V.
Projektlaufzeit: 2013-2014
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Sabine Breuning

Projektkonzept

URBAN CREATIVE POLES (UCP) - Development and Promotion of Creative Industry Potentials in Medium-Sized Cities of the Baltic Sea Region

Inhalt

Das Projekt URBAN CREATIVE POLES beschäftigt sich mit der Förderung und Stärkung der Kreativwirtschaft in Mittelzentren ländlicher Räume des Ostseeraums. Im Vordergrund stehen dabei vor allem klein- und mittelständige Unternehmen sowie selbständige Gewerbetreibende aus den unterschiedlichen Teilbereichen der Kreativwirtschaft. Diese Branche ist in Brandenburg (vgl. "Kultur- und Kreativwirtschaft in Brandenburg - Standortbestimmungen und Ausblick 2008/2009") eine Wachstumsbranche mit großen Beschäftigungspotentialen.

Exemplarisch für das Land Brandenburg und andere vergleichbare Räume des Ostseeraums wird ein integrierter Ansatz verfolgt, der klassische Instrumente der Wirtschaftsförderung (Standortmarketing, Förderung der Netzwerkbildung, u. a.), Coaching und Maßnahmen der Stadt(teil)entwicklung zusammenführt.Hauptziele des Projektes sind zum einen, die transnationale Vernetzung (räumlich, inhaltlich) von nachrangigen Standorten der Kreativwirtschaft, um deren Innovations- und Kooperationsfähigkeiten zu stärken und so zum Übergang ländlicher Gebiete in die Wissensgesellschaft beizutragen. Zum anderen sollen in den teilnehmenden Städten lokale und transnationale Potentialen der Kreativwirtschaft identifiziert und stärker ausgeschöpft werden. Hierin eingeschlossen sind die gemeinsame Entwicklung innovativer Handlungsansätze zur Förderung dieses Sektors und die Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Imagebildung, Vernetzung, Qualifizierung sowie vorbereitende Investitionen.

Projektstruktur

Auftraggeber:    Europäische Union/Programm INTERREG IV B - Ostseeraum
Projektpartner:  EGC Cottbus Development Corporation
                              Municipality of Zielona Gora
                              University of Zielona Gora
                              Östsam Regional Development Council
                              Municipality of Linköping
                              Tartu Centre of Creative Industries
                              City of Tartu
                              Klaipeda Economic Development Agency
Projektlaufzeit:  10/2010 - 03/2014
Verantwortlich:  Prof. Dr. Silke Weidner; Nadja Riedel; Marc Altenburg
Links: Urban Creative Poles, UCP auf Facebook

Projektkonzept

Begleitung Dialogprozess Nachhaltige Stadtentwicklung im Land Brandenburg

Inhalt

(Strukturfondsförderung EU 2014-2020)
Für die neue Förderperiode ab 2014 ist es geplant, die Strukturfonds stärker an den thematischen Leitlinien mit Bezug zur Europa 2020 Strategie zu orientieren. Die thematische Konzentration z.B. im Rahmen des EFRE auf die Ziele wie die Verringerung der CO2-Emissionen, den Umweltschutz und die Förderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung sowie einer nachhaltigen Mobilität verdeutlichen die verstärkte Fokussierung auf Klima- und Energieaspekte im Vergleich zur aktuellen Förderperiode.

Die Nachhaltige Stadtentwicklung soll entsprechend durch Strategien mit umfassenden Maßnahmen zur Bewältigung der wirtschaftlichen, ökologischen, klimatischen und sozialen Herausforderungen in den OP's verankert werden und mindestens 5% der EFRE Mittel ausmachen.

Ziel der Stufe 1 des Dialogprozesses im Land Brandenburg ist es, den inhaltlich thematischen Rahmen für die künftige Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung aus dem EFRE zu definieren. Dafür werden die Herausforderungen im Land und die Anforderungen und Ziele der EU Kommission überlagert. Im Weiteren gilt es, Bewertungs- und Auswahlkriterien für die Bewerberstädte im Land Brandenburg zu identifizieren.

Die Stufe 1 des Dialogprozesses zur zukünftigen Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung aus dem EFRE wird durch drei aufeinander aufbauende Workshopveranstaltungen strukturiert (s. Abb.).

Projektstruktur

Auftraggeber: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL), Potsdam
Projektpartner: insar consult, Berlin
Projektlaufzeit: 2012-07-17
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Marc Altenburg

Projektkonzept

DAAD Ostpartnerschaften - Austausch mit der Bauuniversität in Rostov am Don (Russland)

DAAD Ostpartnerschaften - Austausch mit der Bauuniversität in Rostov am Don (Russland)

Inhalt

Die Lehrstühle Stadtmanagement sowie Stadtplanung und Raumgestaltung nehmen von 2011 bis 2013 an einem Programm zur Stärkung der Zusammenarbeit der BTU mit osteuropäischen Hochschulen teil. Partnerhochschule der Lehrstühle ist dabei die Bauuniversität in Rostov am Don in Russland. Ziel ist neben dem Erfahrungsaustausch die Überarbeitung des Curriculums des Studiengangs Stadtplanung an der Bauuniversität sowie eine gemeinsame Antragstellung im Rahmen des TEMPUS-Programms der EU.

Projektstruktur

Auftraggeber: DAAD
Projektpartner: LS Stadtplanung und Raumgestaltung, Bauuniversität Rostov am Don
Projektlaufzeit: 2011 - 2013
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Nadja Riedel

Projektbausteine

Zum Auftakt fuhren Prof. Dr. Silke Weidner und Nadja Riedel Anfang November zu einem Kurzbesuch nach Rostov, um die Kollegen sowie die Partnerhochschule kennenzulernen. Neben der Besichtigung der Universität und Gespräche mit Hochschullehrern wurden die Zielstellungen für die weitere Zusammenarbeit besprochen. So wird bereits im Dezember 2011 der Gegenbesuch der russischen Kollegen stattfinden. Vom 5. bis 7.12. kommen Prof. Vitali Mironjuk vom Lehrstuhl Verkehrstechnik und Frau Irina Socha nach Cottbus, um in Gesprächen mit verschiedenen Lehrstühlen Anregungen für die Überarbeitung ihres Curriculums zu erhalten und einen Einblick in die Ausbildung der Stadt- und Regionalplaner an der BTU zu erhalten. Die Zusammenarbeit setzt sich in 2012 mit einem weiteren Besuch der russischen Kollegen fort.

Ideensammlung zur Altstadtentwicklung von Cottbus

Inhalt

Das Citykonzept Cottbus wurde im Jahre 1999 für die Innenstadt Cottbus erarbeitet. Darin wurden neben einer Stärken- und Schwächen-Analyse für die Cottbuser City bereits ein Leitbild sowie konkrete Entwicklungsleitlinien und Maßnahmen für die verschiedenen Angebotsquartiere in der Cottbuser Innenstadt formuliert. Über 10 Jahre später geht es nun darum, diese Festlegungen zu den Leitlinien sowie die Umsetzung der damals beschlossenen Maßnahmen zu überprüfen und gemäß den veränderten Rahmenbedingungen in Cottbus (z.B. Neubau Blechen-Carré), aber auch in der Region, zu aktualisieren. Wesentliche Voraussetzungen für eine mögliche Fortschreibung des Konzeptes sind neben der Überprüfung der vorgeschlagenen Maßnahmen des Citykonzeptes die Analyse der aktuellen Situation des innerstädtischen Einzelhandels und anderer städtischer Funktionen (z.B. Wohnen).

Projektstruktur

Auftraggeber: Cottbuser Altstadtverein e.V.
Projektpartner: Projektlaufzeit: 04/2008 - 12/2011
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner; Nadja Riedel, Carolin Pätsch

Projektbausteine

  1. Auswertung der Ideensammlung zum "Citykonzept" und Überprüfung des Umsetzungsstandes der genannten Maßnahmen
  2. Analyse des Status Quo des Einzelhandels in Cottbus (Händler- und Passantenbefragung, Passantenzählung und Einzelhandelskartierung) 
  3. Ideenworkshop mit Bürgern, Einzelhändlern und weiteren Akteuren der Altstadt in Cottbus zur Verbesserung der Attraktivität der Cottbuser Altstadt
  4. Erstellung einer Ideen- und Maßnahmensammlung zur Entwicklung der Cottbuser Altstadt
Kooperation mit der University of Architecture, Faculty of Urban Planning, in Ho Chi Minh City, Vietnam

Inhalt

Vietnam gehört zu den "emerging economies" Südostasiens und befindet sich in der Transformation von einer ländlich geprägten zu einer städtisch orientierten Wirtschaft. Bis zum Jahr 2020 wird der Anteil der in Städten lebenden Vietnamesen auf ca. 37% ansteigen. Ho Chi Minh City ist dabei auf dem Weg zur Megacity. Der zunehmend freie Immobilienmarkt mit unkontrollierten Spekulationsmöglichkeiten gegenüber einem starren Verwaltungssystem mit schwindendem Steuerungseinfluss verstärken zudem das Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis der Stadtplanung und -entwicklung. Besonders evident aus europäischer Perspektive sind das Fehlen integrativer und die Zivilgesellschaft einbeziehender Planungsmethoden, die mangelnde Sensibilität im Umgang mit bestehenden Stadtstrukturen sowie die unzureichende Steuerung der Stadtentwicklung.

Hauptziel der Kooperation ist die Unterstützung der University of Architecture, Faculty of Urban Planning bei der Implementierung von praxisnahen Modulen im Bachelorcurriculum Urban Planning. Die gemeinsame Modulgestaltung soll der HCMUARC ermöglichen ihre Lehre an international anerkannten akademischen Standards anzugleichen. Diesen komplexen Prozeß begleiten die Cottbuser Lehrenden mit verschiedenen Methoden: In Gastvorlesungen, Lehrhospitationen und Diskussionsforen werden Instrumente für das Urban Management, die Steuerung nachhaltiger Stadtentwicklung und für den nachhaltigen Umgang mit bestehenden Stadtstrukturen vermittelt. Zusätzlich werden diese im "Reallabor" angewendet indem Studierende in vietnamesisch-deutschen Workshops ihr Wissen an realen Planungssituationen erproben. Die für die vietnamesischen Lehrenden neue Form selbstständiger Erfassung und Erarbeitung von Zielen, Teamarbeit und kritischer Reflexion von Ergebnissen wird außerdem im "Training on the job" nachhaltig in die vietnamesische Lehrdidaktik implementiert. Ergänzend können Forschungsfragen und Inhalte aus dem BMBF geförderten Projekt "Megacities of Tomorrow" des Lehrstuhls Stadtplanung und Raumgestaltung mit dem Schwerpunkt Klimawandel thematisiert und im Curriculum verankert werden. Nicht zuletzt regten die verschiedenen Planungskulturen zu informellen Fachdiskussionen an und ermöglichten einen kritischen Blick auf das eigene Planungssystem. 

Die Kooperation wird vom DAAD im Programm "Fachbezogene Partnerschaften mit Entwicklungsländern" (Förderperiode 2008 - 2011) gefördert.

Projektstruktur

Förderer: Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
Projektpartner:  University of Architecture of Ho Chi Minh City (UARC HCMC); Lehrstuhl Stadtplanung und Raumgestaltung der BTU Cottbus
Projektlaufzeit:  2008 – 2011
Verantwortlich:  Prof. Dr. Silke Weidner, V-Prof. Frank Schwartze

Projektkonzept

Methodenbausteine

  1. Runder Tisch und öffentliche Diskussionen
    Experten, Lehrende und Studierende diskutieren über: u.a. Megacities- Adaption to Climate Change
  2. Lehrhospitationen und Gastvorträge
    In den unterstützten Lehrmodulen fanden gegenseitige Hospitationen und Gastvorträge zu den Themen: History of Urban Planning und Making Places, Understanding a neighbourhood und Urban Design sowie Urban Regeneration statt
  3. Workshops und Studienprojekte
    Zentraler Baustein der Kooperation ist der Annäherung an aktuelle stadtplanerische Themen durch vietnamesisch-deutsche Workshops (Reallabor).
  4. Praxistransfer
    Die erarbeiteten Inhalte der studentischen Arbeiten werden in der vietnamesischen Verwaltung präsentiert und mit der Praxis rückgekoppelt.
Die Städtische Dimension in den Deutschen Strukturfondsprogrammen

Inhalt

Belange und Interessen der europäischen Städte sollen auf Basis einer veränderten Architektur der EU-Strukturfonds zukünftig stärker gewichtet werden. Der URBAN – Ansatz wurde hierzu in die „Mainstream“ - Programme der aktuellen Förderperiode 2007-2013 überführt. In den Operationellen Programmen als Städtische Dimension auf nationaler und regionaler Ebene verankert, soll er umfassender in die regionale Strukturfondsförderung integriert werden.

Ziel des Forschungsvorhabens war es, Art und Maß der Berücksichtigung der Städtischen Dimension in den Operationellen Programmen von Bund und Ländern darzustellen und mit Projektbeispielen zu hinterlegen, die durch Strukturfondsmitteln co-finanziert werden. 

Projektstruktur

Auftraggeber:    Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)Projektpartner:  Aufbauwerk Region Leipzig GmbHProjektlaufzeit:  11/2008 – 04/2010Verantwortlich:  Prof. Dr. Silke Weidner; Jens Gerhardt

Veröffentlichung

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.) / Lehrstuhl Stadtmanagement BTU Cottbus, Aufbauwerk Region Leipzig GmbH (Bearbeitung): Die Städtische Dimension in den deutschen Strukturfondsprogrammen, BMVBS-Online-Publikation 15/10, 2010, 78 S. (zzgl. 25 S. Anhang), ISSN 1869-9324

ausführliche Informationen

Projektkonzept

Projektbausteine

1. Arbeitsschritt: Betrachtung der Städtischen Dimension auf Programmebene

  • Begriffliche Abgrenzung der Städtische Dimension
  • Bestimmung der Art sowie des Umfangs der Verankerung der Städtischen Dimension in den Operationellen Programmen des Bundes und der Länder 

2. Arbeitsschritt: Identifizieren der Städtischen Dimension auf Projektebene

  • Recherche und Analyse von EU-strukturfondsfinanzierten städtischen Maßnahmen
  • Auswahl und Vertiefung von good practice Beispielen
  • Diskussion der Zwischenergebnisse auf einem Workshop mit Vertretern von Bund, Ländern und Projektkommunen 

3. Arbeitsschritt: Ableiten von Handlungsempfehlungen

  • Verschneidung der Erkenntnisse aus der Untersuchung von Programm- und Projektebene ein
  • Ableitung allgemeiner Handlungsempfehlungen zur Implementierung der Städtischen Dimension in die Strukturfondsförderung 2014+
  • Diskussion der Handlungsempfehlungen auf der öffentlichen Projektabschlusskonferenz im BMVBS

Eindrücke

Europäischer Mehrwert in der Städtischen Dimension (Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung im Land Brandenburg)

Inhalt

In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurde die städtische Entwicklung in Brandenburg mit umfangreichen Mitteln seitens des Bundes, des Landes und seit der Strukturfondsperiode 2000-2006 auch durch die Europäische Union gefördert. Das Land Brandenburg hat in der Strukturfondsperiode 2007-2013 die Politik zur Entwicklung der städtischen Räume fortgeführt. Das Forschungsvorhaben soll nach knapp der Hälfte der Strukturfondsperiode ein Zwischenfazit der Förderung zur integrierten Stadtentwicklung nach Artikel 8 der EFRE-VO ziehen.
Auf Basis dieser Erkenntnisse soll ein Beitrag zur Fortführung einer zukunftsfähigen Stadtentwicklungspolitik im Rahmen der EU-Strukturpolitik erbracht werden, die bereits jetzt auf europäischer und bundesdeutscher Ebene diskutiert wird. Auf Basis der Befragung von sieben EFRE-Städten in Brandenburg und der Analyse bereits umgesetzter Projekte, werden die städtischen Wirkungen der EFRE-Förderung bewertet. Auch das Förderverfahren wird hinsichtlich der Auswahl der EFRE-Städte und der Mittelvergabe einer Analyse unterzogen. Für den Zeitraum 2014-2020 wird ermittelt, welcher konkrete Investitionsbedarf im Bereich der städtischen Entwicklung noch besteht und ob der bisherige Ansatz weiterverfolgt werden soll. Darüber hinaus ist die Vernetzung der Akteure, die Übertragbarkeit des Ansatzes für andere, ähnlich strukturierte Regionen in den neuen Mitgliedstaaten sowie allgemein der Beitrag der Städte Brandenburgs zur regionalen Entwicklung zu beleuchten.

Projektstruktur

Auftraggeber: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft (MIL), Potsdam
Projektpartner: MR Gesellschaft für Regionalberatung mbH, Bremen
Projektlaufzeit: 04/2010 - 10/2010
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner; Dipl.-Ing. Marc Altenburg; Dipl.-Ing. Carolin Pätsch

Projektkonzept

Projektbausteine

1. Arbeitsschritt: Analyse

  • Analyse des IST Zustandes der EFRE Förderung im Land Brandenburg 
  • Darstellung der Verankerung der Richtlinie nachhaltige Stadtentwicklung in den integrierten Stadtentwicklungskonzepten der Fallkommunen
  • Untersuchung der Bedeutung der EFRE Handlungsfelder in den Kommunen 

2. Arbeitsschritt: Analysewirkung und Bewertung

  • Beurteilung der städtischen Wirkungen umgesetzter Projekte in den EFRE Kommunen
  • Bewertung der Mittelverwendung und der Förderumsetzung

3. Arbeitsschritt: Ableiten von Handlungsempfehlungen

  • Weiterentwicklungen der Förderstrategie für die kommende Strukturfondsperiode
Ergänzung der europäischen Vergleichsstudie zum Stadtumbau West

Inhalt

Seit der Einrichtung des Programmbereichs "Stadtumbau West" im Jahr 2004 werden westdeutsche Städte vom Bund im Rahmen der Städtebauförderung finanziell unterstützt, die aufgrund veränderter demographischer und wirtschaftlicher Entwicklungen städtebauliche Anpassungsbedarfe haben.
Um von den Erfahrungen anderer EU-Mitgliedsstaaten zu profitieren, wurde bereits im Jahr 2005 eine Vergleichsstudie mit Städtebeispielen aus dem westeuropäischen Raum durchgeführt.
Im Rahmen der nun anzufertigenden Ergänzungsstudie sollen zusätzliche kommunale Praxiserfahrungen aus den neuen EU-Mitgliedstaaten recherchiert, dokumentiert und ausgewertet werden. Ziel ist es, Erfahrungen zum Umgang mit vergleichbaren Schrumpfungs- oder Umstrukturierungsprozessen aus mittel- und osteuropäischen Kommunen für die Stadtumbau-Diskussion in Deutschland nutzbar zu machen.

Projektstruktur

Auftraggeber: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Projektpartner: Insar consult, Berlin
Projektlaufzeit: 09/2009 - 02/2011
Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Nadja Riedel

Veröffentlichung

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (Hrsg.)/ Lehrstuhl Stadtmanagement BTU Cottbus, insar consult Berlin (Bearbeitung): Ergänzungsstudie zum Stadtumbau West, Werkstatt: Praxis, Heft 72, Bonn 2010

Projektkonzept

Projektbausteine

1. Arbeitsschritt: Analyse

  • Analyse der landesspezifischen Rahmenbedingungen in zehn mittel- und osteuropäischen Ländern
  • Festlegung und Identifikation vergleichbare Raumstrukturen: Stadtgröße, Raumtyp, Zentralität
  • Definition eines Kriteriensets zur Definition inhaltlicher Aspekte (gem. Hauptfragestellungen des Stadtumbaus): Ausgangslage, Handlungsbedarfe/-strategien, städtebauliche Prozesse, Projekte 

2. Arbeitsschritt: Vergleich 

  • Gegenüberstellung von über 20 best-practise Fallbeispielen in sieben Ländern 
  • Evaluierung anhand ausgewählter Kriterien, z.B. Innovationsansatz, Beteiligung, Übertragbarkeit
  • Auswahl und Vertiefung von good practice Beispielen

3. Arbeitsschritt: Projektvertiefung und Ableitung von Handlungsempfehlungen

  • Detailuntersuchung von 12 Fallstudien inkl. Bereisung und Interviews in 5 Ländern
  • Generierung übertragbarer beispielgebender Lösungsansätze für Stadtumbau West und Ost (Strategien, Instrumente,  Akteure, FinanzierungVorhaben/ Projekt) 
  • Durchführung eines internationalen Workshops in Cottbus

Eindrücke von den Studienreisen und vom internationalen Workshop

Marktanalyse des Stadtentwicklungsfonds Brandenburg

Inhalt

Stadtentwicklungsfonds sollen perspektivisch zur Finanzierung nachhaltiger Stadtentwicklungsprojekte eingesetzt werden. Ihre Anwendung wird derzeit in Modellvorhaben im Forschungsprogramm ExWoSt erprobt. Der Stadtentwicklungsfonds (SEF) Brandenburg ist eines der ersten arbeitsfähigen Fondsmodelle. Ziel der Analyse war es, den Finanzmarkt, in den sich der Fonds einbettet, zu beleuchten, Kommunen im Einsatz des SEF zu beraten und den SEF weiterzuentwickeln. Besonderes Augenmerk lag dabei auf der möglichen Einbindung privater Akteure und Mittel in die Finanzierung städtischer Entwicklung.

Projektstruktur

Auftraggeber: Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) Projektpartner: Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Universität Leipzig / Institut für Stadtentwicklung und BauwirtschaftProjektlaufzeit: 12/2009 - 05/2010Verantwortlich: Prof. Dr. Silke Weidner, Jens Gerhardt

Veröffentlichung

Investitionsbank des Landes Brandenburg (Hrsg.) / Lehrstuhl Stadtmanagement BTU Cottbus, Deloitte & Touche GmbH, Universität Leipzig: Marktanalyse Stadtentwicklungsfonds Brandenburg, 2010, 109 S.

Projektkonzept

Projektbausteine

1. Arbeitsschritt: Erste Stufe Projektauswahl

  • Recherche von SEF-tauglichen Projekten der Kommunen
  • Rückkopplung der Projekte mit den Integrierten Stadtentwicklungskonzepten der Kommunen
  • Dokumentation der Auswahlprojekte in Kurzsteckbriefen

2. Arbeitsschritt: Überblick Finanzmarkt - Fokus: Stadtentwicklung/ Brandenburg

  • Untersuchung des externen und internen Marktumfelds eines (realen oder potenziellen) fondsfinanzierten Stadtentwicklungsfonds
  • Outside Betrachtung der Rahmenbedingungen eines Stadtentwicklungsfonds für das Land Brandenburg (s. Abbildung)
  • Identifikation von Marktdefiziten im Sinne von Angebots- bzw. Nachfragelücken im Hinblick auf innovative Finanzierungsinstrumente 

3. Arbeitsschritt: Erarbeitung Interviewleitfäden, Organisation und Durchführung sowie Auswertung der Interviews

  • Erarbeitung von Gesprächsleitfäden
  • Befragung der kommunalen und weiterer Akteure der Stadtentwicklung (kommunale Entwicklungsgesellschaften, öffentliche Wohnungsbaugesellschaften etc.) in den 15 EFRE-Kommunen des Landes BB

4. Arbeitsschritt: Zweite Stufe Projektauswahl und -betrachtungPotentialanalyse zu fünf Fondsprojekten je EFRE-Kommune

  • Aufzeigen von Lücken für Projektansätze/Handlungsfelder und Ansatzpunkte für weitere potenziell fondsgeeignete Projekte

5. Arbeitsschritt: Erarbeitung eines Endberichtes und Präsentation der Projektergebnisse

  • Zusammenführung der Analyseergebnisse und Entwicklung von Handlungsempfehlungen zu einem SEF 2014+Präsentation und Diskussion der Marktanalyse auf einer SEF ExWoSt-Veranstaltung