Dipl.-Ing. Leonie Plänkers „Learning from new old towns - Städtebauliche Rekonstruktionen und ihre Wirkungen auf Stadt und Gesellschaft“

Kontakt

Dipl.-Ing. Leonie Plänkers

Doktorandin
LOEWE-Schwerpunkt „Architekturen des Ordnens“
Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main
T +49 (0)69 798 28701

Wissenschaftliche Mitarbeiterin TU Darmstadt
FB Architektur, Fachgebiet Entwerfen und Städtebau
El-Lissitzky-Strasse 1, 64287 Darmstadt
T +49 (0)6151 16 23402

plaenkers(at)eus.tu-darmstadt.de 

seit 01/2020Wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Prof. Dr. Christiane Salge am Fachgebiet Architektur- und Kunstgeschichte am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt für den LOEWE-Schwerpunkt „Architekturen des Ordnens. Praktiken und Diskurse zwischen Entwerfen und Wissen.
seit 03/2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Entwerfen und Städtebau am Fachbereich Architektur der Technischen Universität Darmstadt, Prof. i. V. Verena Schmidt / Andreas Krauth (bis 07/2019 Prof. Dr. Nina Gribat)
 2017-2019büro luchterhandt, Frankfurt am Main. Praktische Tätigkeit.
2016-2017bb22 architekten + stadtplaner, Frankfurt am Main. Praktische Tätigkeit.
2011-2016büro luchterhandt, Hamburg. Praktische Tätigkeit.
2004-2011Architekturstudium an der Technischen Universität Darmstadt und der Università degli Studi di Firenze, Florenz. Städtebauliche Diplomarbeit bei Prof. Markus Gasser.

Laufendes Promotionsprojekt im Teilprojekt C2 des LOEWE-Schwerpunkts "Architekturen des Ordnens" unter Leitung von Prof. Dr. Nina Gribat, BTU Cottbus

Learning from new old towns –
Städtebauliche Rekonstruktionen und ihre Wirkungen auf Stadt und Gesellschaft

Im Zentrum des Dissertationsprojekts steht die Erforschung von Wirkungen gebauter Stadtbilder. Annahmen darüber, welche Wirkungen eine bauliche Konzeption entfaltet und was sie leistet, sind Bestandteil jeden Entwurfs- bzw. Planungsprozesses in Architektur und Städtebau – unabhängig davon ob es sich um eine einzelne entwerfende Person oder einen diskursiven öffentlichen Planungsprozess handelt. Sobald ein Entwurf einmal realisiert ist, werden dessen Wirkungen jedoch in der Regel nicht systematisch untersucht. Dabei könnten derartige Erkenntnisse nicht nur zukünftige Entwurfsentscheidungen informieren, sondern auch zum Verständnis der Wechselwirkungen von Architektur und Gesellschaft insgesamt beitragen. Das Promotionsvorhaben möchte diese Wirkungen anhand der vieldiskutierten städtebaulichen Rekonstruktionsprojekte der sogenannten „postmodernen Rekonstruktionswelle“ (BMVBS 2010) untersuchen, die seit den 1980er Jahren in Deutschland beobachtete wird. Beispiele sind die Potsdamer Mitte, der Dresdner Neumarkt und die Frankfurter Neue Altstadt. Sie betreffen Gestaltung, Nutzung und Prägung der zentralsten Lagen der Stadt und werden dementsprechend lebhaft diskutiert. Fachleute und Laien gleichermaßen bringen ihre Erwartungen an die Projekte zum Ausdruck, die von der Hoffnung auf einen gestärkten sozialen Zusammenhalt durch eine ‚geheilte‘ urbane Identität über touristische Effekte bis zu einer befürchteten Verdrängung der deutschen Geschichte und Kriegsschuld reichen. Gleichzeitig stehen in der Debatte ästhetische Präferenzen und die Deutungshoheit um das ‚richtige‘ Stadtbild im Fokus. Als Grundlage für eine empirische Erforschung von Wirkungen der Rekonstruktionsprojekte steht somit ein reicher Fundus an Erwartungen, Annahmen, Behauptungen und Wünschen zur Verfügung. Das Promotionsvorhaben möchte untersuchen, welche der diskutierten Erwartungen sich heute bestätigen lassen. Es fragt außerdem danach, welche neuen städtischen Alltagspraktiken, Ordnungen und Narrative die Rekonstruktionsprojekte hervorbringen und wie sie auf Diskurs und Praxis in Architektur und Städtebau zurückwirken.

Untersucht werden sollen diese Fragen einerseits anhand einer Diskursanalyse der begleitenden fachlichen und nichtfachlichen Debatten, andererseits anhand der empirischen Betrachtung zweier Fallbeispiele jüngerer Zeit. Ein wesentlicher Teil der Arbeit wird die Entwicklung angepasster empirischer Methoden betreffen, die auf Arbeitsweisen und Erkenntnisse anderer Disziplinen basieren. Analog zu den vielschichtigen gesellschaftlichen Bezügen von Städtebau soll somit ein interdisziplinärer methodischer Fortschritt erzielt werden. Das Dissertationsprojekt möchte außerdem nicht nur zur Qualifizierung der Debatten um rekonstruktive und historistische Planungen beitragen, sondern auch Erkenntnisse über die Wirkungsweisen baulicher Ästhetik im Stadtraum allgemein erzielen. 

Urban Identities and Reconstruction. Germany’s Late Second Wave of Post-War Reconstruction and the Case of Frankfurt‘s New Old Town. New Urban Identities Conference, Universität Florenz, 19.-20. Juni 2018

(Re-)Building Urban Identity: Questions for Amatrice. Symposium “Creative Heritage” Leibniz Universität Hannover, 11.-13. Oktober 2017

Spaghetti and Community (2018) in: Jörg Schröder/Maurizio Carta/Sarah Hartmann (eds.): Creative Heritage. Jovis, Berlin 2018, p. 78/79.

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