Dipl.-Ing. Stephan Schwarz Selbstorganisierte Wohnprojekte in alternativen Eigentumsstrukturen

Promotionsprojekt gefördert von der Heinrich-Böll-Stiftung

Seit 10/2018Stipendiat der Heinrich Böll Stiftung für das Promotionsvorhaben: „Selbstorganisierte Wohnprojekte in alternativen Eigentumsstrukturen am Beispiel Berlins“.
Seit 2011Gründungspartner des Architektur und Städtebaubüros ISSS research | architecture | urbanism in Paris mit Sitz seit 2012 in Berlin. Seit 2016 Mitglied der Architektenkammer Berlin als freischaffender Architekt. Mehr Infos zu den Projekten des Büros: www.isssresearch.com
01/2013 – 09/2018Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachgebiet Stadtplanung und Raumgestaltung an der BTU Cottbus-Senftenberg bei V-Prof. Miller Stevens (bis 2013 V-Prof. Frank Schwartze)
2010 – 2011Mitarbeit bei DFA | Dietmar Feichtinger Architectes in Paris
2000 – 2009Studium der Architektur an der TU Graz, Österreich und der ENSA Paris-Belleville. Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Joost Meuwissen am Institut für Städtebau der TU Graz.

Selbstorganisierte Wohnprojekte in alternativen Eigentumsstrukturen am Beispiel Berlins

Privates Wohnungseigentum ist im Gegensatz zu Hauseigentum als Konzept aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts relativ jung, entfaltet jedoch heute großen Einfluss auf das soziale Gefüge unserer Städte. Die angespannte Situation auf den gegenwärtigen Wohnungsmärkten der Städte beruht neben steigenden Bevölkerungszahlen auf den Auswirkungen globalisiert operierender Finanzmärkte mit zunehmenden Investitionen in Immobilien und einer neoliberalen Bodenpolitik mit besonderer Konzentration auf privates Wohnungseigentum in den letzten Jahrzehnten. Diese Dynamiken auf dem Wohnungsmarkt haben eine Wohnungskrise ausgelöst, die sich in Form von erheblichen Mietsteigerungen, einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum und daraus resultierender sozialer Segregation und Verdrängung manifestiert. Als Antwort darauf kommen staatliche Steuerungsinstrumente wie Mietpreisbremsen, Milieuschutzgebiete, Modelle der kooperativen Baulandentwicklung, wie zum Beispiel in München, zur Anwendung. Die großen Vermieter, wie etablierte Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften, reagieren in den wachsenden Städten mit dem Bau neuer Wohnanlagen. Als Reaktion auf die gegenwärtige Wohnungskrise entstehen jedoch auch selbstorganisierte Wohnprojekte aufbauend auf alternativen Eigentumsstrukturen, die über die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums hinausgehen und lebendige Orte in ihren Quartieren schaffen. Obwohl einige dieser Projekte bereits heute verschiedene relevante Ansätze für sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Zukunftsperspektiven aufzeigen und testen, sind sie bisher nur unzureichend systematisch erfasst um ihren Beitrag zu einer sozial gerechten Stadtentwicklung wissenschaftlich belegt benennen zu können. An dieser Forschungslücke setzt die vorliegende Arbeit an um diese Projekte und ihren Mehrwert in den Quartieren und Nachbarschaften am Beispiel Berlins zu untersuchen und stellt dabei folgende Forschungsfrage:

Welche quantitative Relevanz und welchen qualitativen Mehrwert weisen selbstorganisierte Wohnprojekte aufbauend auf alternativen Eigentumsstrukturen, als nachhaltige Lösungsansätze auf die gegenwärtige Wohnungskrise auf und welche langfristigen Perspektiven können sie dabei eröffnen?

Aktuell wird das Potential selbstorganisierter Wohnprojekte unterschiedlich eingeschätzt, unter anderem weil, wie viele Gespräche mit Expert*innen gezeigt haben, eine wissenschaftliche Einschätzung und damit eine stabile Grundlage für eine mögliche strukturelle Berücksichtigung derselben fehlt. Durch die Beantwortung der obenstehenden Forschungsfrage und eine differenzierte Betrachtung und Evaluierung relevanter Beispiele selbstorganisierter Wohnprojekte aufbauend auf alternativen Eigentumsstrukturen verfolgt die vorliegende Arbeit das Ziel eine wissenschaftliche Basis bereitzustellen um die Potentiale dieser Akteure für eine sozial gerechte Stadtentwicklung klarer benennen und in der Praxis besser einbeziehen zu können.

2019
Geteilte Räume-Lebendige Räume, in Dresden Commoning (Hrsg.: Bentlin, Felix; Million, Angela; Tabackova, Zuzana), Universitätsverlag der TU Berlin

2017
Self-organized and self-initiated production of urban space without the aim of profit maximization and their impact on local urban planning structures - Case Study Berlin, im AESOP YA Journal PlaNext, (peer reviewed)

2016
Form follows ... 9 optimistic architects, Publikation zur gleichnamigen Ausstellung im HDA - Haus der Architektur Graz im Rahmen der Future Architecture Platform, HDA Verlag

2015
Akteure und Prozesse selbstorganisierter Stadtproduktion und ihr Einfluss auf formale Stadtentwicklung | Case Study Berlin im ÖGFA Tagungsband zur Tagung Kritik oder Krise

2014
Possible Futures of Bromley by Bow in „Possible Futures for Poplar“ by the IAS - International Architecture Showcase of the British Council and the London Architecture Festival, London.

2013
Istanbul ein Prozessdiagramm, in Arch+213, Berlin, 2013.

2012
Sarigöl - Ein Gecekondu in Istanbul im Brennpunkt urbaner Krisensituationen, Textbeitrag im Ausstellungskatalog Hands-on Urbanism 1850 - 2012 (Hrsg.: Elke Krasny), AZW Verlag,  Wien, 2012.

Sarigöl - Ein Gecekondu in Istanbul im Brennpunkt urbaner Krisensituationen, Bildbeitrag im Ausstellungskatalog der Architekturbiennale „Common Ground“ in Venedig im Rahmen des Beitrags Hands-on Urbanism 1850 - 2012 von Elke Krasny, (Hrsg.: Venice Archiecture Biennale).

Urban Foam, in Alterarchitectures Manifesto: Observatoire des processus architecturaux et urbains innovants en Europe (Hrsg.: Thierry Paquot, Yvette Masson-Zanussi and Marco Stathopoulos) Infolio Edition, 2012.

2017
The role of real-estate ownership for bottom-up initiatives and projects undertaken by new forms of spatial entrepreneurs - Case Study Berlin, Vortrag auf der AESOP YA Conference „Planning and Entrepreneurship“ in München

2016
Self-organized and self-initiated production of urban space without the aim of profit maximization and their impact on local planning structures - Case Study Berlin, Vortrag auf der AESOP YA Conference „Spatial Governance “ in Ghent

FORM FOLLOWS ... ,Vortrag zum Projekt Form follows im Rahmen des Forschungstages 2016 der Fakultät 2 an der BTU Cottbus-Senftenberg

J‘aime ma Lagune - Interventionen in Abidjan, Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums an der BTU Cottbus-Senftenberg

2015
Akteure und Prozesse selbstorganisierter Stadtproduktion und ihr Einfluss auf formale Stadtentwicklung - Case Study Berlin, Vortrag am Forschungstag 2015 der Fakultät 2 der BTU Cottbus-Senftenberg

Akteure und Prozesse selbstorganisierter Stadtproduktion - Case Study Berlin, Vortrag an der LAU in Beirut

Akteure und Prozesse selbstorganisierter Stadtproduktion und ihr Einfluss auf formale, Stadtentwicklung - Case Study Berlin, Vortrag auf der ÖGFA - Tagung Kritik oder Krise, in Wien

2014
STADTSCHAUM, Vortrag im Rahmen des Open Berlin Festivals für Architektur und Kunst im ZK/U, Berlin

STADTSCHAUM - Die informelle Stadt in Istanbul, Berlin und Mumbai, Vortrag im Rahmen des Forschungskolloquiums an der BTU Cottbus - Senftenberg, Cottbus

2013
URBAN FOAM - Urban Crisis - Generator of the informal city?, Case Study Berlin, Istanbul, Mumbai, Vortrag an der LAU - Libanese American University, Beirut

2012
STADTSCHAUM - Die informelle Stadt in Istanbul, Berlin und Mumbai, Vortrag im Rahmen der Großen Weltausstellung, Berlin

2011
Spotlight on Istanbul, Vortrag am Arbour Research Initatives in Architecture, Kurator: Kaiwan Mehta, Mumbai

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