Aktuelle Projekte

INTERREG: LowTemp - Low Temperature District Heating in the Baltic See Region

Um im Ostseeraum (Baltic Sea Region - BSR) zu einer Reduzierung von Energieverschwendung und Treibhausgasemissionen beizutragen, müssen die Energieversorgungssysteme in allen Ländern deutlich effizienter werden. Fernwärmenetze (FW) spielen dabei eine wichtige Rolle. Gegenwärtig erfüllen bestehende Fernwärmesysteme jedoch keine erhöhten Energieeffizienzstandards und sind oft technisch veraltet. Daher müssen sie modernisiert werden und die Technologie muss sich ändern. Vorhandene FW-Systeme (Netze und Anlagen) müssen angepasst, bestehende Gebäude ertüchtigt und neue Gebäude im Niedrigenergie-Standard errichtet werden, um die Anforderungen an eine Versorgung mit Niedertemperatur-Fernwärme (NTFW) zu erfüllen. Im BSR ist Fernwärme weit verbreitet - in einigen Ländern werden mehr als 50% der Haushalte damit versorgt. Niedertemperatur-Fernwärme ist eine Möglichkeit, bestehende Fernwärmesysteme zu optimieren oder unabhängige zukünftige nachhaltige Netze zu entwickeln. Durch die Absenkung der Temperatur ist eine Reduzierung von Wärmeverlusten und die Nutzung von erneuerbaren Energien und Wärmequellen möglich.Im Rahmen des LowTEMP-Projekts kommen Partner aus neun BSR-Ländern zusammen, die lokale und regionale Behörden, FW-Anbieter, Energieagenturen, Forschungseinrichtungen und nationale Verbände aus dem Energie- und Fernwärmebereich vertreten. Gemeinsam wollen sie die FW-Versorgung in ihren Gemeinden oder Regionen, aber auch in anderen BSR-Regionen, durch die Integration von NTFW-Lösungen nachhaltiger gestalten.Die Projektaktivitäten und Ergebnisse zielen darauf ab, den lokalen und regionalen Behörden sowie Institutionen, die für die Energieversorgung verantwortlich sind, Know-how und strategische Instrumente zur Planung, Finanzierung, Installation und Verwaltung von NTFW-Systemen zur Verfügung zu stellen. Die Projektpartner erarbeiten gemeinsam eine Wissensplattform zur FW im Ost-seeraum, nehmen eine umfassende Bewertung der Nachhaltigkeitseffekte, Geschäftsmodelle und Finanzierungsstrukturen für die NTFW vor und entwickeln ein Trainingsprogramm zur Verbreitung und Förderung des Projekt-Know-hows und zur Verbesserung der Kapazitäten der verantwortlichen Stakeholder in der BSR. Ein zentrales Ergebnis werden die unter der Leitung des Fachgebietes Stadttechnik der BTU Cottbus- Senftenberg entwickelten Pilot-Energiestrategien (PES) für die Teilnehmenden Partnergemeinden sein. Weiterhin werden Pilotversuche als erste Schritte zur Umsetzung der neuen FW-Versorgungsstruktur durchgeführt. LowTEMP will dazu beitragen, das Bewusstsein und das Know-how der verantwortlichen öffentlichen und privaten Stakeholder in der Ostseeregion zu stärken und die Notwendigkeit eines schnellen Einsatzes nachhaltiger Energieversorgungssysteme zu fördern, die die Nutzung erneuerbarer oder Abwärme und eine Wärmeverteilung mit niedrigen Temperaturen ermöglicht. Über das Low-TEMP-Projekt werden Projektpartner und Zielgruppen mit Leitlinien, strategischen Ansätzen und Lösungen zur Integration von NTFW in ihren Gemeinden oder Regionen ausgestattet. Dies soll zur Umsetzung konkreter Projekte führen, die die bestehenden DH-Systeme in Richtung zukünftiger nachhaltiger LTDH-Netze umstrukturieren.

Bearbeitung 

Verbundprojekt mit 19 Voll- und 30 assoziierten Partnern aus acht EU-Mitgliedsstaaten sowie Russland: Vertreter von kommunalen, regionalen und nationalen Behörden, FW-Lieferanten, Energieagenturen, Verbänden, Wirtschaftsförderungsorganisationen sowie Forschungseinrichtungen aus der Baltic Sea Region (BSR).

Projektleitung 

Lead Partner: Institute of Fluid-Flow Machinery Polish Academy of Sciences, Gdańsk (Poland)

Laufzeit

01.09.2017 - 31.12.2020

Förderung 

Projektbudget; 3,8 Mio. EUR
Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) kofinanziert.

Ansprechpartner 

Lilian SenftStefan Simonides

Projektwebseite

www.lowtemp.eu

INTERREG: LowTemp - Low Temperature District Heating in the Baltic See Region - english version

In order to contribute to a reduction of energy waste and greenhouse gas emissions in the Baltic Sea Region (BSR), energy supply systems in all countries need to become much more efficient. Thereby, district heating (DH) infrastructures play an important role, but currently, existing DH systems do not comply with increased energy efficiency standards and often are technically outdated. Therefore, they need to be upgraded and technology has to change, i.e. present DH systems must undergo a change towards low temperature DH networks, supplying heat to new low energy buildings, but also to the existing building stock that has been or will be refurbished.

In the BSR, DH is very prevalent – in some countries more than 50 % of the households are supplied by DH. Low temperature district heating (LTDH) is a possibility to optimise existing DH systems or to develop independent future sustainable grids. By lowering the temperature, a reduction of heat losses and the utilisation of renewable energy and waste-to-heat sources are possible.

Within the LowTEMP project, partners from nine BSR countries come together, representing local and regional public authorities, DH providers, energy agencies, research institutions and national associations representing the energy and DH sector. Together they aim to make the DH supply in their municipalities or regions, but also on a broader scale in other BSR regions, more sustainable by integrating LTDH solutions.

To reach this aim, project activities and outputs will be realised, that provide local and regional public authorities as well as institutions, being responsible for the energy supply structures, with know-how and strategic tools on how to plan, finance, install and manage LTDH systems. The project partners will jointly produce a knowledge platform on DH in the BSR, an assessment of the sustainability effects, business models and funding structures for LTDH, as well as a training programme to disseminate and promote the project know-how and improve the capacities of responsible stakeholders in the BSR. A key result will be the Pilot Energy Strategies (PES) developed for the participating partner municipalities under the leadership of the Department for Urban Technical Infrastructure of BTU Cottbus Senftenberg. Furthermore, pilot projects will be carried out as the first steps to implement the new DH supply structure.

LowTEMP will strongly contribute to increased awareness and know-how among the responsible public and private stakeholders in the BSR, on the necessity to promote a fast deployment of sustainable energy supply systems, that allow the use of renewable or waste heat and low temperature heat distribution. Through the LowTEMP project outputs, project partners and target groups will be equipped with guidelines, strategic approaches and solutions on how to integrate LTDH in their municipalities or regions. This shall lead to the implementation of concrete projects restructuring the existing DH systems towards future sustainable LTDH grids.

Processing

Partnership of 19 full and 30 associated partners from eight EU member states and Russia, representing municipal, regional and national authorities, DH suppliers, energy agencies, associations, business support organisations, as well as research institutions in the BSR.

Project Management 

Project Lead Partner: Institute of Fluid-Flow Machinery Polish Academy of Sciences, Gdańsk (Poland)

Project term

01 september 2017 - 31 december 2020 

Funding 

Project budget; EUR 3.8 million

This project is co-funded by the European Union (European Regional Development Fund).

Contact

Lilian Senft Stefan Simonides

Website

www.lowtemp.eu

FLEXITILITY | BMBF

Flexible Utility – Mit sozio-technischen Flexibilisierungspotenzialen zu verbesserter Klimaresilienz und mehr Effizienz in der städtischen Infrastruktur

Das Vorhaben hat zur Zielsetzung, die Anpassungsfähigkeit des großteiligen, zentralen Systems, insbesondere die Rolle des einzelnen Abnehmers, neu zu denken und seine Handlungskapazität unter klimabedingten Veränderungen zu steigern. Die Vorteile eines flexibleren Infrastruktur- und Ressourceneinsatzes liegen im Verschlanken der benötigten Infrastruktur sowie der Optimierung des Ressourceneinsatzes. Kernaufgabe wird es sein, sozio-technische Flexibilisierungspotenziale entlang der Wertschöpfungsketten in den Bereichen Wasser/ Abwasser, Strom und Wärme zu betrachten und aus der Perspektive der Klimaresilienz und Wirtschaftlichkeit zu bewerten. Weiterhin sollen Forschungsarbeiten zur Entwicklung von Flexibilisierungsstrategien und -instrumenten (z.B. Geschäftsmodelle, IuK-Technologien zur Verbraucherinformation) zur Realisierung der Potenziale erfolgen. Die geplanten Arbeiten finden in enger Kooperation mit den Akteuren im Reallabor der Energieavantgarde Anhalt e.V. (EAA) statt.

BMBF - Forschungsprojekt im Rahmen der Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt. In der aktuell laufenden F+E Phase wird die Arbeit aus der Definitionsphase (2017/2018) fortgesetzt.

Bearbeitung

Das Forschungsvorhaben ist ein Verbundprojekt.

Wissenschaftspartner: inter3 - Institut für Ressourcenmanagement GmbH |  co2online gGmbH | Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE)

Praxispartner: Energieavantgarde Anhalt e.V. (EAA) |  Stadt Bitterfeld-Wolfen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft mbH (STEG) | Herzberger Wasser- und Abwasserzweckverband (HWAZ) | Dessauer Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (DVV)  |  Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH (SWB) | Köthen Energie GmbH

Projektleitung

inter3 - Institut für Ressourcenmanagement GmbH

Förderung

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Förderzeitraum August 2019 - Juli 2022

Ansprechpartner BTU

Jörg Walther

INFRA-URBAN E | BMBF

Umsetzungs- und Kommunikationsstrategie zur Implementierung von Sektorkopplungen am Beispiel des Modellgebiets Äußere Oststadt in Erfurt

Ziel des Verbundprojektes ist es, konkrete Forschungsergebnisse und „Handlungsoptionen und Potenzialabschätzung vernetzter Infrastrukturen“  im Modellgebiet Erfurt weiterzuentwickeln und diese in die Umsetzungsreife zu bringen. Die kommunalen Stadtwerke Erfurt streben gemeinsam mit der Stadtverwaltung die Anwendung der aus dem Erstvorhaben hervorgegangenen technischen Handlungsoptionen und Erkenntnisse zur sektorgekoppelten Wärme- und Stromversorgung im Modellgebiet „Äußere Oststadt“ an. 
Die vom Forschungsverbund ermittelten ökologischen und energetischen sowie langfristig auch ökonomisch eintretenden Effizienzvorteile der Sektorkopplung sollen im Zuge einer integrativen und mittelfristig angelegten Stadtteilentwicklung in die Praxis umgesetzt werden. Die Ergebnisse der räumlichen Analysen, Szenarienentwicklung und Effizienzberechnungen aus dem aktuell laufenden Erstvorhaben wurden bereits in das von der Stadtverwaltung für das Entwicklungsvorhaben „Äußere Oststadt“ initiierte Energiekonzept übernommen, welches die notwendigen Randbedingungen sowie eine gemeinsam mit den Stadtwerke Erfurt konzipierte und erprobte Versorgungsstrategie für das Modellgebiet auf Basis von Sektorkopplung vorgibt. Das Energiekonzept wurde im Rahmen des politischen Abstimmungsprozesses im Erfurter Stadtparlament vorgestellt und befürwortet. Die nun für die Umsetzung erforderlichen vorbereitenden nächsten Schritte sollen zeitnah erfolgen und durch das hier beschriebene Folgeprojekt untersetzt, konkretisiert und begleitet werden.
Das beantragte Anschlussvorhaben setzt also genau an dem aktuell laufenden Prozess zur Vorbereitung der Umsetzung von im Erstvorhaben erzielten Forschungsteilergebnisse an und soll diese bis zur Umsetzungsreife einer sektorgekoppelten Versorgungsstrategie weiterentwickeln. Die ersten Umsetzungsschritte sind konkret in einem Teilgebiet des im Erstvorhaben untersuchten Modellgebietes in Erfurt, dem „Stadtwerke-Areal“, vorgesehen

BMBF - Forschungsprojekt im Rahmen der Sozial-Ökologischen Forschung mit Themenschwerpunkt "Nachhaltige Transformation urbaner Räume"

Bearbeitung

Das Forschungsvorhaben ist ein Verbundprojekt.

Projektleitung

BTU Cottbus-Senftenberg | FG Stadttechnik

Förderung

Das Vorhaben wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektträger DLR. Förderzeitraum 01.01.2020 - 31.07.2021

Ansprechpartner

Cornelia Siebke

Projektwebseite

http://infra-urban-e.de

Transformation hin zu klimaresilienten und ressourcenschonenden Infrastrukturen | UBA

Das Projekt untersucht die Entwicklung von klimaresilienten und ressourcenschonenden Infrastrukturen unter Nutzung von Erkenntnissen der Transformationforschung. Im Fokus stehen gekoppelte Infrastrukturen. Infrastrukturen und Infrastruktursysteme stellen die Grundversorgung einer Gesellschaft sicher und sind ein Spiegelbild des gesellschaftlichen und technischen Fortschritts. Physische Infrastrukturen, z. B. Wasser- /Energienetze und Verkehrsinfrastrukturen wirken auf Umweltqualität und Ressourcenverbrauch, weil sie u. a. Fläche und Rohstoffe beanspruchen und Emissionen verursachen. Infrastrukturen sind jedoch mehr als ihre physischen Funktionen. Sie wirken auf das gesellschaftliche Verständnis, wie bestimmte Dienstleistungen erbracht werden (sollten) und beeinflussen oder führen zu kollektiven Verhaltensmustern. Die "große Transformation" zu einer nachhaltigen Gesellschaft kann daher nur bei einer gleichzeitigen Transformation hin zu nachhaltigen Infrastrukturen gelingen. Trotz dieser Dimension findet Infrastrukturplanung üblicherweise als Teil klassischer Stadtplanung statt, das Wissen um die Transformation hin zu nachhaltigen Infrastrukturen ist bisher begrenzt. In diese Lücke tritt das TRAFIS Projekt. Der Transformationsforschung folgend kann man Infrastrukturen in diesem Zusammenhang als Teil eines bestimmten "Regimes" verstehen. Das Regime umfasst u. a. das Geflecht von Regulierung, Infrastrukturen und die Akteure bzw. ihre Handlungen. Die zahlreichen Verbindungen zwischen diesen Teilbereichen des Regimes stabilisieren das Regime in einem bestimmten Entwicklungspfad. Für eine Transformation notwendige Innovationen - mittel oder langfristig ein Regimewandel - entstehen daher (meist) nicht aus dem Regime heraus, sondern in Nischen. In TRAFIS wird unter Nutzung der Transformationsforschung die Nischenentwicklung der gekoppelten Infrastrukturen betrachtet. Dies können beispielsweise Kopplungen von Stoff, Material und Energieströmen sein, aber auch Kopplungen von Informationsströmen. Charakteristisch ist der partizipative und explorative Prozess von Transformationsprozessen. Die Gestaltung von Infrastrukturen stellt besondere Anforderungen an Transformationsprozesse: Zum einen liegt die Verantwortung für die Bereitstellung von Infrastrukturen meist auf der Regimeebene und der Experimentierraum ist durch die bestehenden strukturellen und institutionellen Systeme eingeschränkt. Einmal gebaut, bringen die gebauten Infrastruktursysteme Lock-in-Effekte und Pfadabhängigkeiten mit sich. 

Das Projekt baut auf den Arbeiten des Projektes TRAFIS (Forschungskennzahl: UBA 3715 48 102 0) auf, dass im Zeitraum 2016 - 2019 umgesetzt wurde.

Laufzeit

2019 - 2022

Partner  

  • Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Deutschland  
  • Dutch Research Institute for Transitions (DRIFT), Holland
  • Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Fakultät 6 - Fachgebiet Stadttechnik  
  • Ecologic Institut, Deutschland

Finanzierung

Das Projekt wird durch das Umweltbundesamt gefördert (Forschungskennzahl: 3719 15 103 0).

Ansprechpartner BTU

Matthias Koziol, Cornelia Siebke, Jörg Walther

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