#WundeErde SEQUENZA SISMICA – Fotoausstellung | Begleitprogramm kuratiert von Mario Marino

Werke von Alicja Dobrucka, Hallgerður Hallgrímsdóttir, Naoki Ishikawa, Tomoko Kikcuhi, Eleonora Quadri, Olivier Richon, Valentina Sommariva und Daniele Ferrero & Roberto Rabitti. Zur Ausstellung findet ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Diskussionen, einer Filmvorführung und einer Lesung statt, das von Mario Marino kuratiert wird.

Für das Projekt SEQUENZA SISMICA waren sieben Fotografen aus der ganzen Welt nach Italien eingeladen: Alicja Dobrucka aus Polen, Hallgerður Hallgrímsdóttir aus Island, die beiden Japaner Naoki Ishikawa e Tomoko Kikcuhi, der Schweizer Olivier Richon und die Italienerinnen Eleonora Quadri und Valentina Sommariva. Sie sollten von den Erdbeben berichten, von denen das Land zwischen 2007 und 2017 betroffen war. Handelt es sich dabei auch um eine Reihe voneinander unabhängiger Ereignisse, so werden diese nun durch die Fotografien – trotz der stilistischen Unterschiede und Eigenheiten der Künstler – in eine vereinheitlichende, gemeinsame Dimension vereint. Ergänzt wird die Fotoausstellung, die ein breit gefächertes und kompaktes Bild des behandelten Themenkomplexes ergibt, von einem Dokumentarfilm der Regisseure Daniele Ferrero und Roberto Rabitti.

Die Fotoausstellung SEQUENZA SISMICA zeigt die dramatische Realität der Erdbeben, von denen Italien in den letzten Jahren betroffen war. Dank des zeitlichen Abstands, der uns heute von diesen Ereignissen trennt, ist der Blick zwar gemildert, vereinnahmt uns emotional aber nicht weniger. Dies betrifft vor allem die vielen Italiener, die die Auswirkungen eines Bebens am eigenen Leib erfahren haben. In Regionen wie der Emilia-Romagna folgten auf die Zerstörungen schnelle Maßnahmen zum Wiederaufbau, in anderen Gegenden bleibt noch viel zu tun. Auch dies dokumentieren die Bilder der Ausstellung. Was aber sollen die bildlichen Erkundung der Ausstellung SEQUENZA SISMICA erreichen: die Erinnerung daran wach zu halten, was geschehen ist; den Seelenzustand und das Gefühl der Unsicherheit der Betroffenen zu evozieren; und, sollte es erforderlich sein, – auch metaphorisch – all diejenigen aufzurütteln, die meinen, die Gefahr sei gebannt und Erdbeben gehörten der Vergangenheit an. Die Fondazione Modena Arti Visive, die in den letzten Jahren einige Projekte zu aktuellen gesellschaftlichen Themen realisiert hat, setzt auf diese positive Kraft der Bilder. Der Fondazione Modena Arti Visive ist es ein Anliegen, das Publikum durch einen bewussten und verantwortungsvollen Einsatz künstlerischer Mittel zu sensibilisieren.


Aus dem Begleitprogramm des Istituto Italiano di Cultura Berlino:

Bemerkung zum Termin:
Auf Italienisch und Deutsch mit Konsekutivübersetzung.
Uhrzeit: von 10:00 bis 16:00
Organisiert von : Istituto Italiano di Cultura Berlino
In Zusammenarbeit mit : Fondazione Modena Arti Visive
Eintritt : Frei

Ort:
Istituto Italiano di Cultura Berlino | Hildebrandstraße 2 | 10785 Berlin

Kontakt

Dr. Mario Marino
Allgemeine Technikwissenschaft
T +49 (0) 355 69-2284
Mario.Marino(at)b-tu.de