Das Problem des Technikdeterminismus

In den 1980er Jahren erklärten führende Persönlichkeiten aus STS, Industrie- und Techniksoziologie das Problem des sogenannten Technikdeterminismus für erledigt. Man hatte ihn seiner theoretischen Unzulänglichkeit überführt und reichlich alternative Ansätze im Aufgebot. Dennoch kam dieser wie ein Bumerang zurück und bleibt bis heute eine Art Fallstrick, vor dem sich anständige Forschende hüten. In einer philosophischen Untersuchung der Debatten der späten 1970er bis frühen 1990er Jahre (Publikation erscheint demnächst) stellt Suzana Alpsancar heraus, dass die Figur des Technikdeterminismus als akademischer Kontrahent geschaffen worden ist, die vor allem dazu diente, die eigenen Position zu stärken und zu legitimieren. Im Zuge dessen attackierte man den Technikdeterminismus als symmetrische, nämlich opponierende theoretische Position und verkannte darin seinen politischen Charakter.

Alpsancar hält dies für einen der Hauptgründe, warum der Technikdeterminismus bis heute vermeintlich als eine Position gilt, gegen die man argumentativ viel ausrichten könnte. Ihr Vorschlag bezieht sich darauf, mit dem Problem anders umzugehen. Erstens behauptet sie, dass die konzeptuellen Schwierigkeiten nicht in der Idee des Determinismus (oder eines technischen Determinismus) liegen, sondern im Begriff der Technik. Zweitens behauptet sie, dass man gegen den Technikdeterminismus vor allem als diskursiven Effekt arbeiten muss, d.h. man muss sich engagieren, alternative Vorstellungswelten zu entwerfen und zu verbreiten.

Das Projekt wird bearbeitet von Suzana Alpsancar.

Lausitzblog

Der Lausitzblog geht zurück auf eine Initiative von Sozial- und Kulturwissenschaftlern, die im Mai 2018 in einem ersten „Netzwerktreffen der sozial- und kulturwissenschaftlichen Transformationsforschung“ zusammenkamen. Der Lausitzblog versteht sich als Platform für Informationsaustausch und Diskussionsforum zwischen Lausitzer Akteuren in der Forschung und setzt sich für Wissenskommunikation mit der Zivilgesellschaft ein.

NanoCap

Das Projekt „NanoCap“ wurde zwischen 2006 und 2009 gefördert im Rahmen des 6. Europäischen Forschungsprogramms „Wissenschaft und Gesellschaft“. Beteiligt waren 15 europäische Partner, die sich regelmäßig austauschten über Fragen zum Wissenstransfer zwischen NGOs, Gewerkschaften und Wissenschaftlern. Astrid Schwarz gehörte zum Team der Technischen Universität Darmstadt, das verantwortlich war für die ethischen Aspekte dieser Debatte. Es wurde ein Ethik-Portfolio erstellt und Schwarz publizierte mit dem Koordinator des Projektes einen Artikel zu Positionen von Gewerkschaften und NGOs in den Debatten um die Nanotechnologie.

► Publikation in der Bibliothek der BTU


Körper, Leibideen und politische Gemeinschaft

Mario Marino (Hg.). 2020. Körper, Leibideen und politische Gemeinschaft. „Rasse“ und Rassismus aus der Sicht der Philosophischen Anthropologie. Reihe: Philosophische Anthropologie Themen und Positionen, Band 10, herausgegeben von Joachim Fischer, Ada Neschke, Gérard Raulet, Hans Rainer Sepp.
Verlag Traugott Bautz.

► In der Bibliothek der BTU


BTU News 52

Alpsancar, Suzana. 2018. „Die Ethik der künstlichen Intelligenz“.
BTU News 52: 12-13.

► In der Bibliothek der BTU
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