Wissenschaftliche Mitarbeiter

Associate Professor Dr. Ingmar Lippert

Associate Professor Dr. Ingmar Lippert

Wie treffen sich das Digitale und das Soziale? Dieses Interesse treibt Ingmar Lipperts Forschung an. Ingmar Lippert untersucht die situierten Politiken im Herzen der „Digitalen Gesellschaft“, er analysiert die Strukturen und detaillierten Zusammenhänge zwischen Macht, Wissen, Technologie und Gesellschaft.

Inbesondere fokussiert er seine Forschung auf Datenpraktiken und die Politik durch, und in, Daten – in den sich teilweise überlappenden empirischen Domänen von Umwelt und Technik. Ingmar Lippert fragt wie Menschen Daten „gut“ praktizieren; er hinterfragt wie Werte und Verpflichtungen in Datenmanagement und -governance eingebettet sind; und er analyisiert problematisierend wie Wissen durch digitale Systeme formiert werden, auch durch deren „Bugs“, Reibungen und reibungslosen Integrationen.

Ingmar Lipperts Forschung interagiert mit, und zieht sich durch, Soziologien der Technik, der Umwelt und (Nicht-)Nachhaltigkeit und von Wissen und Wissenschaft. Seine Arbeit nutzt Science and Technology Studies (STS), welche er in einem transdisziplinären Modus heranzieht um mit Daten- und Wissenspraktizierenden, die er untersucht, zusammen zu arbeiten.

Als Associate Professor an der IT University of Copenhagen in der Technologies in Practice Research Group, ist er Ko-Leiter des Projektes Socio-Cultural Carbon und beforscht in diesem Rahmen sowohl Umweltmonitoring und-berichterstattung als auch Energiegovernance im Verhältnis zu Autochthonen Umweltwissen. Das Interesse an Umweltwissen brachte ihn zur BTU, wo er die Verhältnisse zwischen Wissen, Technik und Kohle beforscht. Als Senior Visiting Research Fellow im Museum für Naturkunde Berlin, im Bureau for troubles, analysiert er die Infrastruktur der Umweltberichterstattung der Europäischen Union.

Frühere Stationen von Ingmar Lippert waren eine Assistant Professorship an der IT University of Copenhagen and ein Lectureship am Tembusu College der National University of Singapore. Er ist in der Soziologie promoviert mit einer Dissertation zu Enacting Environments: An Ethnography of the Digitalisation and Naturalisation of Emissions, die er zwischen der Universität Augsburg und Lancaster University verfasste. Mehrmals war er als Research Fellow und Gastwissenschaftler an dem Institute of Advanced Studies of Science, Technology and Society (Graz) und an dem Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF, Bielefeld).

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Associate Professor Dr. Ingmar Lippert
Lehrgebäude 10, Raum 130b
Erich-Weinert-Str.
03046 Cottbus

ingmar.lippert(at)b-tu.de
www.ingli.de


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Nur nach Vereinbarung


Forschungsgebiete
 
Technik als Wissenskultur
  • „Digitale Gesellschaft“ (Datenbanken; Überlappungen von kleinen und großen Daten; Qualkulation and Datenpraktiken; Monitoring und Zurechenbarkeit)

  • Soziologische Theorien zur Problematisierung von Technik/Wissen (Praxistheorien, insbesondere Pierre Bourdieu; Feministische Analysen der Technikwissenschaften; (Post)Akteur-Netzwerk Theorie, inbesondere ontologische und ontische Politik; Performativität der Ökonomie; Diskurs- und Dispositifanalyse)

  • Sozialwissenschaftliche Methoden als Technik (Methodgraphie; Arbeitsplatzethnografie; Experimentelle digitale Methoden)

Umweltanthropologie
  • (Nicht-)Nachhaltigkeit; Umweltmanagement; Umweltgovernance

  • Umweltmonitoring

  • Umwelt als Infrastruktur

  • „Carbon“, CO2e und Kohle

  • Biodiversität und Pflanzen

  • Ökosystemdienstleistungen und Naturkapital

Dr. Suzana Alpsancar

Dr. Suzana Alpsancar Akademische Mitarbeiterin

Suzana Alpsancar studierte Philosophie, Germanistische Sprachwissenschaft, Neuere und Neueste Geschichte und Informatik in Chemnitz und Alicante. Von 2007 bis 2010 gehörte sie dem Graduiertenkolleg „Topologie der Technik“ der TU Darmstadt an und promovierte 2010 in Darmstadt mit einer technikphilosophischen Arbeit zu den Computerkonzepten von Vilém Flusser und Mark Weiser.

Als Post-Doc forschte sie an der TU Darmstadt und ging als Visiting Fellow an die Yale University zu Prof. Dr. Seyla Benhabib und Prof. Dr. Karsten Harries. Darüber hinaus war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im BMBF-Forschungsverbund „Die Sprache der Biofakte“ an der TU Braunschweig und im BMBF-Projekt „KIVA VI: Entwicklung Interdisziplinarität“ und an der TU Darmstadt tätig. Von Oktober 2016 bis September 2018 leitete sie als Gastprofessorin das Arbeitsgebiet „Technikphilosophie“ an der BTU Cottbus-Senftenberg. Seit Oktober 2018 ist Suzana Alpsancar Akademische Mitarbeiterin am Fachgebiet Allgemeine Technikwissenschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg.

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Dr. Suzana Alpsancar
Lehrgebäude 10, Raum 130k
Erich-Weinert-Str. 1
03046 Cottbus

suzana.alpsancar(at)b-tu.de


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Forschungssemester! – Aktuell keine Sprechzeiten


Forschungsgebiete
 
Technik als Wissenskultur
  • Computerisierung von Wissenskulturen
Ethisches und politisches Handeln
  • Theoriegeschichte des Technikdeterminismus
  • Technikethik
    (z. B. informatisierte Handlungsumgebungen wie AAL, Smart Cars)
Zukunftsnarrative
  • Theorie und Geschichte der Technikfolgenabschätzung/-Bewertung
  • Computervisionen (Vilém Flusser, Mark Weiser)

Dr. Baruch Gottlieb

Dr. Baruch Gottlieb

Dr. phil. Baruch Gottlieb promovierte im Bereich Digital Aesthetics an der Universität der Künste Berlin, nachdem er sich zunächst als Filmemacher an der Concordia University Montreal ausbilden ließ. Zwischen 2005 und 2008 hatte er eine Professur für Media Art an der Yonsei University Graduate School of Communication & Arts in Seoul (Südkorea) inne. Er ist aktives Mitglied des Künstlerkollektivs „Telekommunisten“ und Autor der Werke „Gratitude for Technology“ (Atropos 2009), „A Political Economy of the Smallest Things“ (Atropos 2016) und „Digital Materialism“ (Emerald 2018).

Aktuell doziert Baruch Gottlieb im Bereich Philosophy of Digital Art an der Universität der Künste Berlin und ist Kurator der Wanderausstellungen „Flusser & the Arts“, die auf den philosophischen Schriften Vilém Flussers basiert (präsentiert am ZKM Karlsruhe, an der AdK Berlin, im West Den Haag und in der Galerie der Akademie der musischen Künste in Prag), sowie „Feedback: Marshall McLuhan and the Arts“ (präsentiert im West Den Haag und beim 34. Chaos Communication Congress Leipzig). Er erstellt weiterhin detaillierte Studien über digitale Medien (insbesondere im öffentlichen Raum), digitale Archivierung, produktive und interaktive Prozesse sowie sozio-politische Aspekte vernetzter Medien. Baruch Gottlieb pendelt regelmäßig zwischen Berlin, Paris und Toronto.

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Dr. Baruch Gottlieb
Lehrgebäude 10, Raum 130a
Erich-Weinert-Str. 1
03046 Cottbus

baruch.gottlieb(at)b-tu.de


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Dr. Mario Marino

Dr. Mario Marino Akademischer Mitarbeiter

Mario Marino hat das Studium der Philosophie an der Universität Pisa mit einer Arbeit zu Herders Anthropologie und Sprachphilosophie abgeschlossen. Mit einer Dissertation über das Sprachursprungsproblem in der Philosophischen Anthropologie des 20. Jahrhunderts und der deutschen philosophischen Debatte des 19. Jahrhunderts hat er an der Internationalen Schule für Kulturwissenschaften „Fondazione Collegio San Carlo“ in Modena promoviert. Die Dissertation hat eine Auszeichnung der „Consulta Nazionale di Filosofia“ bekommen.

2004 bis 2010 erfolgte eine Erweiterung seiner Interessen und Kompetenzen im Bereich der Wissenschaftsgeschichte durch eine Forschungs- und Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichte der Technik, Medizin und Naturwissenschaften „Ernst-Haeckel-Haus“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena (SFB 482 „Ereignis Weimar-Jena. Kultur um 1800“, Teilprojekt D3: Anthropologie und Kulturmorphologie). Daraus resultierten u. a. die Veranstaltungen von Tagungen zu Naturforschung im 18. Jahrhundert (Jena, 2006), bzw. Rasse und Rassismus in der Philosophischen Anthropologie (München, 2013) sowie die Herausgabe der „Beyträge zur Naturgeschichte“ von Johann Friedrich Blumenbach im deutschen Original (Olms-Verlag, Reihe „Historia Scientiarum“) und in italienischer Übersetzung (Mimesis Edizioni, Reihe Scienza/Filosofia).

Nach einer zweijährigen Gastprofessur an der UAM (Adam-Mickiewicz-Universität) Poznań und einer Fellowship in Residence im Kolleg „Friedrich Nietzsche“ der Klassikstiftung Weimar (mit einem Projekt zu Primo Levi als Anti-Agamben) ist er an der BTU. Gleichzeitig schloss er erfolgreich zwei italienische kumulative Habilitationsverfahren in Moralphilosophie, bzw. Geschichte der Philosophie ab. In Cottbus habilitiert er zu klimaethischen und umweltanthropologischen Themen und Positionen in der internationalen Anthropozän-Debatte.

Mario Marino kooperiert international u. a. mit folgenden Hochschulen: UAM Poznań (Lehrstuhl: Angewandte Ethik), Università di Modena e Reggio Emilia (Lehrstuhl: Moralphilosophie), Università di Bologna (Lehrstuhl: Ästhetik), Universidad Nova de Lisboa (Philosophisches Institut).

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Dr. Mario Marino
Lehrgebäude 10, Raum 114b
Erich-Weinert-Str. 1
03046 Cottbus

mario.marino(at)b-tu.de


Sprechzeiten

Donnerstag, 17–18:30 Uhr
und nach Vereinbarung


Forschungsgebiete
 
Ethisches und politisches Handeln
  • Ethik und Politik im technischen Zeitalter
    (u. a. Gehlen)
  • Umwelt- und Klimaethik
  • Primo Levi als Denker
  • Machiavelli und der Machiavellismus
Umweltanthropologie
  • Anthropozän vs. Kapitalozän
  • Natur- und Umweltphilosophie
    (u. a. Herder, Marx und der Marxismus)
  • Philosophische Anthropologie (Gehlen, Alsberg, Claessens, Blumenberg)
  • Naturkatastrophen: Philosophie und Kulturgeschichte
Bilder als Instrumente
  • Bilder in der physischen Anthropologie (Blumenbach und die Rassenklassifikationen, Rassentheorien und Rassismus)
Georg Hausladen, M.Sc.

Georg Hausladen, M.Sc. Doktorand

Georg Hausladen studierte Biologie, Architektur und Philosophie an der Technischen Universität München. Nach Abschluss seines Studiums 2010 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an verschiedenen interdisziplinären Forschungsprojekt im Schnittfeld zwischen Ökologie, Architektur, Stadtplanung und Landschaftsarchitektur an der Technischen Universität München beteiligt: „Animal Aided Design“ bei Prof. Dr. Wolfgang Weisser (2014); „Klimaschutz und Grüne Infrastruktur in der Stadt“ bei Prof. Dr. Stephan Pauleit (2015-2017) am Zentrum für Stadtnatur und Klimaanpassung. 2013 war er an der Technischen Universität Darmstadt im Rahmen des Projekts „Genesis and Ontology of Technoscientific Objects“ bei Prof. Dr. Alfred Nordmann tätig, von Februar bis März 2014 als Gastwissenschaftler an der University of Texas in Austin.

Seit Abschluss seines Studiums arbeitet Georg Hausladen selbständig im Bereich der Naturschutz- und Landschaftsplanung als Kartierer, Gutachter und Planer. Außerdem ist er seit 2010 Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München zum Thema Ökologie in den Studiengängen Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung (sowie bis 2016 im Masterstudiengang ClimaDesign). Seit Februar 2019 promoviert er am Fachgebiet Allgemeine Technikwissenschaft an der BTU Cottbus-Senftenberg zum Thema Ökologie der Technik – Technik der Ökologie. Seit Oktober 2019 ist er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

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Georg Hausladen, M.Sc.
Lehrgebäude 10, Raum 130a
Erich-Weinert-Str. 1
03046 Cottbus

georg.hausladen(at)b-tu.de
www.georghausladen.de


Sprechzeiten

Nur nach Vereinbarung


Forschungsgebiete
 
Technik als Wissenskultur
  • Ökologie als Technologie
  • Ökosystemtheorien
  • Kybernetik
Ethisches und politisches Handeln
  • Hege und Pflege als Handlungsformen
  • Gärtnerische Praxis
Umweltanthropologie
  • Ökotechnologien
  • Industrieökologie
  • Grüne Infrastruktur
  • Natur- und Umweltschutz
Bilder als Instrumente
  • Ökologische und ökotechnologische Utopien
Sigrun Strange, M.A.

Sigrun Strange, M.A. Doktorandin

Sigrun Strange absolvierte einen dualen, deutsch-englischsprachigen Master-Studiengang an der deutschen Friedrich-Schiller-Universität Jena und der dänischen Universität Kopenhagen. In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit der Interpretation von Musik und Kunst im Werk Nietzsches im zeitgenössischen Kontext unter Berücksichtigung einer Auswahl von Erkenntnistheorien, speziell Embodiment-Theorien, und Kunsttheorien im Verhältnis zur Ontologie. In ihrer Dissertationsarbeit an der BTU Cottbus-Senftenberg konzentriert sich Sigrun Strange auf den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs zum globalen Klimawandel, wobei sie Fragen zu Komplexität, Epistemologie und Technologie von Klimadaten und ihrer Interpretation als Kulturerscheinung untersucht. Weiterhin interessiert sie sich für die Modellierung von Zukunftsszenarien, die das globale Klima als konzeptionellen Rahmen berücksichtigen.

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Sigrun Strange, M.A.
Lehrgebäude 10, Raum 535
Erich-Weinert-Str. 1
03046 Cottbus

sigrunsander.strange(at)b-tu.de


Sprechzeiten

Donnerstag, 13:30–14:30 Uhr


Forschungsgebiete
 
Technik als Wissenskultur
  • Philosophie des Klimawandels
  • Philosophie des globalen Wandels
Ethisches und politisches Handeln
  • Politisches Handeln und Klimawandel
Zukunftsnarrative
  • Zukunftsszenarien des ethischen Handelns und der Umweltforschung