Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Einen guten Überblick über die Situation auf dem Arbeitsmarkt gibt die Broschüre "Der Arbeitsmarkt für Akademiker in Deutschland - Naturwissenschaften/Informatik" von der Bundesagentur für Arbeit (Nürnberg, 2012). Der Bereich Informatik wird ab Seite 84 behandelt. Auf Seite 87 heißt es unter anderem: "Der Arbeitsmarkt für IT-Fachleute hat vom wirtschaftlichen Aufschwung 2011 kräftig profitiert. Die Zahl der Beschäftigten stieg, die bereits geringe Arbeitslosigkeit ist weiter zurückgegangen und die Nachfrage nach Fachkräften deutlich gestiegen. Damit zeigten sich die durch die Wirtschaftskrise 2008/09 verursachten Eintrübungen mittlerweise mehr als überwunden. Im Bereich der hochqualifizierten IT-Spezialisten mehren sich sogar Anzeichen für zunehmende Schwierigkeiten von Unternehmen bei der Besetzung offener Stellen. Dies dürfte zum Teil auf eine geringere Zahl von Informatik-Studierenden zurückzuführen sein, die in den letzten Jahren neu auf den Arbeitsmarkt kamen." Die Abbildung 41 auf Seite 87 zeigt, dass auch in unserer Region ein Bedarf an IT-Fachleuten besteht.

Andere Quellen bestätigen die bundesweite große Nachfrage an Absolventen im IT-Bereich. Dies wird zum Beispiel im der Pressemitteilung vom 20. Oktober 2011 des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. dokumentiert.

Das Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA) hat eine ähnliche Einschätzung für den Bereich Informatik

Die BTU hat ein Career-Center, das Praktika und Jobs vermittelt (z.B.durch Jobmessen). Daneben wird Know-how für Studierende vermittelt, werden Seminare für sogenannte weiche Kompetenzen für Studium und Beruf organisiert.

Das Career-Center harbeitet unter anderem mit der Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt (KOWA) zusammen (unterstützt von der Hans-Böckler-Stiftung). Ein gemeinsames Projekt war zum Beispiel laFEMME, ein Projekt für junge qualifizierte Frauen unter 35 Jahren und Unternehmen in der Region (siehe Projektseite).

Technische Ausgründungen der BTU (BRAVIS, Softwaretomographie, Simulario), Filialen von Software-Häusern und kleinere Software-Firmen (teilweise von Absolventen der BTU gegründet) bieten Arbeitsplätze direkt in Cottbus.

Besondere Anstrengungen werden unternommen, um den Frauenanteil bei den IT-Berufen zu erhöhen:

  • Mentoring für Frauen, eine Initiative der brandenburgischen Hochschulen.
  • Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit: Die verstärkte Nutzung der Potenziale von Frauen zur Gestaltung der Informationsgesellschaft und der Technik sowie die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern fördert das Kompetenzzentrum Technik-Diversity- Chancengleichheit mit seinen bundesweiten Aktivitäten. Auf denen Internetseiten wird über die aktuellen Themen und Projekte informiert
  • BrISaNT (Brandenburger Initiative Schule und Hochschule auf dem Weg zu Naturwissenschaft und Technik) BrISaNT will Schülerinnen, Schüler, Lehrkräfte und Eltern in der naturwissenschaftlichen oder technischen Studien- und Berufs-wahlorientierung im Land Brandenburg begleiten
  • Nationalen Pakts für Frauen in MINT-Berufen Der nationale Pakt zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft soll das Bild der MINT-Berufe in der Gesellschaft verändern, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Karrieren in der Wirtschaft zu gewinnen. Der Pakt ist Bestandteil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung "Aufstieg durch Bildung".

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