Vortragsangebote für Schulen

Die Professoren des Instituts für Informatik, Informations- und Medientechnik bieten die folgenden, schülergerechten Vorträge an, in denen Themen der Informatik exemplarisch präsentiert werden. Anfragen und Terminabsprachen bitte über die Link zu einer externen Seite Institutssprecherin Prof. Dr. Petra Hofstedt oder direkt mit dem Vortragenden.

Datenbanken: Wie verwalte ich große Datenmengen richtig?

Prof. Dr.-Ing. Ingo Schmitt, Link zu einer externen Seite Fachgebiet für Datenbank- und Informationssysteme
Elektronisch gespeicherte Daten entstehen heutzutage auf Schritt und Tritt. Das betrifft etwa Interneteinkäufe, das Abheben von Geld von Geldautomaten, Suchanfragen in Internetsuchmaschinen (etwa Google). Für eine zuverlässige Auswertung der Daten ist eine professionelle Verwaltung der Daten durch ein Datenbankverwaltungssystem erforderlich. Im Vortrag erfahren Sie Grundideen der Datenbankverwaltung und lernen, wie Sie mit wenigen SQL-Befehlen ihre eigene Datenbank aufbauen können. Diese Wissen können Sie zum Beispiel einsetzen, wenn Sie Ihre Musiktitel oder auch Adressdaten von Freunden professionell verwalten wollen.

Kommunikation bewegt die Welt. Forschungsmöglichkeiten in Brandenburg

Prof. Dr.-Ing. Rolf Kraemer, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Mobile Systeme 
Im Vortrag werden die interessanten Herausforderungen der Mobilen Kommunikationstechnik aus der Sicht der Informatik vorgestellt. Die guten beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten als Informatiker, die Fachgebiete während der Ausbildung sowie die Forschung und zukünftigen drahtlose Systeme werden besprochen. Es wird ein Einblick in Vielfältigkeit des Gebiets geboten das auch langfristig von weltweiter Bedeutung ist.

Fehler können tödlich enden Hoch-zuverlässige und fehlertolerante Hardware / Software-Systeme für Elektronik-Baugruppen in sicherheitskritischen Anwendungen

Prof. Dr.-Ing. Heinrich Theodor Vierhaus, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Technische Informatik
Elektronik-Baugruppen mit vergraben und verborgen arbeitenden Rechnern bestimmen heute die Funktion und die Zuverlässigkeit von Fahrzeugen, Flugzeugen, Geräten und Anlagen. Ein Auto ist aus der Sicht des Informatikers ein heterogenes Multi-Prozessor-System mit 40-80 einzelnen Rechnern.

Bei plötzlichem Versagen solcher Systeme sind häufig erhebliche Schäden bis hin zu lebensgefährlichen Unfällen absehbar. Andererseits werden rechnerbasierte Systeme nicht nur zunehmend komplexer, sogar die bisher meistens als fehlerhart angenommenen digitalen Baugruppen zeigen eine zunehmende Anfälligkeit gegen Überlastung, Ermüdung und Alterung.

Der Vortrag stellt vor, mit welchen neuen Methoden digitale Hardware-Baugruppen für hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Langlebigkeit entworfen werden können.

Es wird auch gezeigt, welche regional und international vernetzte Forschung an der BTU Cottbus aktuell auf diesem Gebiet durchgeführt wird und was Studierende an der BTU Cottbus auf diesem Gebiet lernen können. 

Programmieren mit Constraints: Was Sudoku, Stundenplanung und Logistik gemeinsam haben

Prof. Dr. Petra Hofstedt, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Programmiersprachen
Bei der Programmierung mit klassischen, imperativen Sprachen, wie z.B. C, Pascal oder Java, beschreiben wir, durch welche Schritte ein Problem gelöst wird. Demgegenüber erfolgt die Problembeschreibung in der Constraint-Programmierung basierend auf Bedingungen und Relationen. Der Nutzer gibt hier lediglich an, was das Problem und seine Lösungen ausmacht. Der eigentliche Lösungsprozess wird weitgehend dem Laufzeitsystem, d.h. dem Auswertungsmechanismus der Sprache überlassen.

Die Constraint-Programmierung hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung vollzogen und wird heute in der Praxis vielseitig eingesetzt, z.B. für Stunden- und Personalplanungsprobleme, im Finanzwesen, zur Simulation, Diagnose und Optimierung. Im Vortrag stellen wir die Constraint-basierte Programmierung vor und und diskutieren und Lösen Beispiele vom Sudoku, über Stundenplanungs-probleme bis hin zu Logistik und Telephonbuch-Layout. 

Ich trag' noch einen Koffer nach Berlin - ein Rucksackproblem

Prof. Dr. Klaus Meer, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Theoretische Informatik
Angenommen, Sie leben in Cottbus und wollen auf dem nächsten Wochenmarkt in Berlin Ihre Waren verkaufen. Diese sind unterschiedlich schwer und erzielen unterschiedliche Gewinne. Ihr einziger Koffer, den Sie auf die Reise mitnehmen,kann maximal 50 KG fassen. Welche Ihrer Waren packen Sie geschickterweise ein,damit Ihr Gewinn am höchsten ist? ¬Obwohl es sich um eine vermeintlich leichte Fragestellung handelt, ist das obige 'Rucksackproblem' ein zentrales Problem der Algorithmentheorie. Im Vortrag soll erläutert werden, warum es bis heute nicht gelungen ist, ein allgemeines Verfahren zu entwickeln, das in allen Fällen schnell(!) eine optimale Lösung findet.

Schaltkreise des Lebens - wie die Informatik beim Lösen der Rätsel hilft, die uns die Evolution aufgibt

Prof. Dr.-Ing. Monika Heiner, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Datenstrukturen und Softwarezuverlässigkeit 
Die natürliche Evolution hat Pflanzen und Lebewesen hervorgebracht, deren genaue Funktionssweisen und Überlebensmechanismen uns immer noch in vielen Punkten Rätsel aufgeben. Das gilt nicht nur für hochentwickelte Lebewesen wie der Mensch, sondern auch für die Lebensmechanismen von scheinbar einfachen Organismen wie Einzellern, etwa Bakterien.

Im Vortrag wird anhand des sogenannten Halobakteriums demonstriert, wie die Informatik mit ihren Methoden hilft, bislang wohlgehütete Geheimnisse der Evolution schrittweise zu lüften. eine tragende Rolle spielen dabei Darstellungen, die eine erstaunliche Ähnlichkeit mit Hardware-Schaltkreisen haben.

Im Verlauf des Vortrags wird auch deutlich, wie unterschiedlich die Tätigkeitsfelder eines Informatikers ausfallen können. 

Intelligenter Dreck oder wie man mit Kleinstrechnern die Welt erfassbar macht

Prof. Dr.-Ing. Jörg Nolte, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Verteilte Systeme/Betriebssysteme
Der Vortrag gibt einen Überblick über die technische Entwicklungsgeschichte der Informatik, von den Anfängen bis hin zu heutigen vernetzten Kleinst-rechnern (drahtlose Sensornetze)mit deren Hilfe man Informationen aus der realen Welt in die virtuelle Welt übertragen kann. Die Leistungsfähigkeit dieser Kleinstrechner mit mobilen kommunizierenden Lego-Robotern machen ("Tanzende Roboter" und "Roboter Streichelzoo") demonstriert. 

Das Internet verändert die Welt

Prof. Dr.-Ing. Hartmut König, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Rechnernetze und Kommunikationssysteme
Ausgehend von einem kurzen historischen Abriss wird im Vortrag erläutert wie das Internet im Prinzip funktioniert. Es wird gezeigt, wie z. B. eine eMail ihren Weg nach Australien findet und warum es möglich ist, Webseiten aus Japan oder den USA abzurufen, als ob sie nebenan „stehen“ würden. Danach wird darauf eingegangen, wie zunehmend auch technische Systeme, Sensoren und die tägliche Umgebung in das Internet integriert werden. Eine Diskussion der damit verbundenen Probleme und Gefahren schließt den Vortrag ab.

Drahtlose Sensornetze und ihre Anwendungen

Prof. Dr. Peter Langendörfer, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Sicherheit in Pervasiven Systemen
Drahtlose Sensornetze bestehen aus i.d.R. Batterie betriebenen Geräte, die mit einem Mikrokontroller und einer Funkschnittstelle ausgestattet sind. An diese Sensorknoten werden Messgeräte wie Temperaturfühler, Bewegungsmelder angeschlossen. Mit solchen Geräten können Anwendungen im Bereich Umweltmonitoring, Automatisierungssysteme und Medizin realisiert werden, um nur einige Anwendungsfelder zu benennen.
 
Im Rahmen des Vortrages werden die unterschiedlichen Anforderungen der Anwendungsgebiete und Sensorknoten mit denen solche Anwendungen realisiert werden können vorgestellt. 

Realität erzeugen: Das Leben im Zeitalter der digitalen Bildmanipulation

Prof. Dr. Douglas W. Cunningham, Link zu einer externen Seite Fachgebiet Graphische Systeme
Sehen ist glauben. Durch computergrafische Verfahren ist es heute jederzeit möglich, ein Bild sehr leicht und schnell zu ändern. Manchmal ist die Änderung klein und harmlos, wie zum Beispiel Helligkeitsänderungen oder Kontrastverstärkung. Viele Änderungen sind allerdings gleichzeitig sehr subtil und sehr weitgehend. Fast jedes Magazin, jede Zeitschrift oder jeder Film verwendet viele Photographien, die stark geändert sind. Die Menschen, die wir auf diesen Photographien sehen, sind nicht die, die in der physischen Welt existieren. Aber genau diese Bilder bilden unser Schönheitsideal und manchmal sogar unsere Ideen von dem was „real“ ist. Welche Bilder sind echt und welche nicht? Wie ändert man Bilder? Wie kann man sogar real-aussehende Bilder komplett erzeugen? Wie kann man erkennen, ob ein Bild geändert wurde?