1. Platz beim Ideenwettbewerb EnEff.Gebäude.2050 für BTU Cottbus-Senftenberg

Studentisches Team des Studiengangs Klimagerechtes Bauen und Betreiben für herausragendes Wettbewerbskonzept mit 40.000 € ausgezeichnet

In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Thema Energiewende häufig auf die Energieversorgung verengt. Einen sehr großen Anteil an der notwendigen Reduzierung des fossilen Primärenergie­verbrauchs und der damit verbundenen Treibhausgasreduzierung muss jedoch auch der Gebäude­sektor leisten. Die Bundesregierung hat deshalb vor zwei Jahren die Energieeffizienzstrategie Gebäude verabschiedet. Dabei wurde das Ziel eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands zugrunde gelegt. Zu dieser Strategie gehört auch die Förderinitiative »EnEff.Gebäude.2050 – Innovative Vorhaben für den nahezu klimaneutralen Gebäudebestand 2050«, die unter anderem von einem Ideenwettbewerb begleitet wurde.

Auf Initiative von Studierenden im Masterstudiengang »Klimagerechtes Bauen und Betreiben« hat sich auch die BTU Cottbus-Senftenberg an diesem Ideenwettbewerb beteiligt. Das von den Studierenden Paulo Danzer, Stephan Dietl, Luisa Drope, Daniela López und Lilian Senft erarbeitete Konzept wurde am Mittwoch, den 6. Dezember 2017 im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem von zwei ersten Plätzen und einem Preisgeld von 40.000 € prämiert. Die Studierenden wurden bei der Bearbeitung durch das Fachgebiet Stadttechnik von Prof. Dr.-Ing. Matthias Koziol, dort vor allem durch Diplom-Wirtschaftsingenieur Jörg Walther, und das Fachgebiet Energiemanagement von Prof. Dr.-Ing. Günter Mügge unterstützt. Die Erarbeitung des Konzepts wurde in vielen Gesprächen mit Partnern aus Kommunen (Stadt Cottbus, Stadt Lübbenau, Stadt Spremberg) und Wirtschaftsunternehmen begleitet.

Das prämierte Konzept entwirft einen internationalen Energiewettbewerb, der in der Stadt Cottbus und weiteren Spielstätten in Spremberg und Lübbenau ausgetragen werden soll. Der Wettbewerb besteht aus unterschiedlichen Disziplinen in den Kategorien Architektur, Städtebau, Technik & Energie, Soziales & Kultur, Ökonomie, Mobilität & Transport. Der Wettbewerb soll als Energy Endeavour Competition in Zusammenarbeit mit der Internationalen Energieagentur (IEA) durchgeführt werden. Dafür sieht das Konzept eine 4-jährige Wettbewerbsdauer mit 6-wöchigem Höhepunkt im Jahr 2025 vor.

Der Ideenwettbewerb »EnEff.Gebäude.2050« wurde im Rahmen der Förderinitiative durch den Projektträger Jülich anlässlich der diesjährigen Berliner Energietage am 04. Mai ausgelobt. Der Wettbewerb stellt innovative Projekte und Initiativen in den Mittelpunkt, mit denen die heutigen Hemmnisse zur Umsetzung eines klimaneutralen Gebäudebestandes überwunden werden können.

Master-Studiengang »Klimagerechtes Bauen und Betreiben«

Der seit mehreren Jahren angebotene, interdisziplinäre Masterstudiengang richtet sich an Bachelor-Absolventen aller Studiengänge des Bauwesens (Architektur, Bauingenieurwesen, Stadtplanung, Energie- und Gebäudetechnik u.a.) sowie anderer Ingenieurwissenschaften. Das. Ziel des Studiums ist die Vermittlung eines ganzheitlichen Verständnisses von Gebäuden und Siedlungsstrukturen in Hinblick auf Energie- und Ressourceneffizienz. Das Studium führt zu einer Verbreiterung des im ersten berufsqualifizierenden Studium erworbenen Wissens und ermöglicht eine fachwissenschaftliche Spezialisierung in individuell gewählten Schwerpunktbereichen. Der ursprünglich an der Hochschule Lausitz angesiedelte Studiengang soll ab Sommersemester 2018 mit einem neuen universitären Profil angeboten werden.

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Paulo Danzer, Luisa Drope, Stephan Dietl, Daniela Lopez und Lilian Senft (v.l.n.r) haben als studentisches Team beim Ideenwettbewerb »EnEff.Gebäude.2050« einen der der zwei ersten Plätze und damit ein Preisgeld von 40.000 € gewonnen.