Transistoren so klein wie ein Tausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares

Die öffentliche Vortragsreihe Physik am Freitag befasst sich heute, am 14. Dezember 2018, mit Halbleiterbauelementen der Zukunft

In unseren Computern, Smartphones und Tablets arbeiten Milliarden von Silizium-Transistoren. Diese Halbleiterbauelemente wirken als elektrische Schalter. Seit den sechziger Jahren ist die Größe der Transistoren beständig geschrumpft und beträgt heute nur noch etwa 50 Nanometer. Das ist etwa ein Tausendstel des Durchmessers eines menschlichen Haares.

Im Rahmen der Öffentlichen Vortragsreihe Physik am Freitag spricht Prof. Dr. Inga Anita Fischer aus dem BTU- Fachgebiet Experimentalphysik und funktionale Materialien über diese Entwicklung. Mit der stetigen Verkleinerung geht eine Leistungssteigerung von Computerchips einher, die an physikalische Grenzen stößt. Schon in wenigen Jahren werden Transistoren die Ausdehnung von nur wenigen Silizium-Atomen haben und nicht weiter schrumpfen können. In ihrer Antrittsvorlesung beleuchtet die Wissenschaftlerin, ob und welche Alternativen es zur Verkleinerung von Transistoren gibt. Sie zeigt auf, welche Halbleiterbauelemente für die Zukunft der Mikro- und Nanoelektronik eine wichtige Rolle spielen werden.

Zeit: Freitag, 14.12.2018 | 17:00 - 18:30 Uhr
Ort: Zentrales Hörsaalgebäude (ZHG) | Zentralcampus

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Über die Referentin

Nach dem Physikstudium an der Universität Karlsruhe promovierte Inga Anita Fischer an der Universität zu Köln auf dem Gebiet der theoretischen Festkörperphysik über Quantenphasenübergänge in Metallen. Sie war in den Jahren 2007 bis 2010 für die Siemens AG tätig und leitete dort unter anderem konzerninterne Forschungsprojekte im Bereich der Entwicklung numerisch-stochastischer Algorithmen zur Simulation und Optimierung von Produkten und Prozessen. Von 2010 an forschte sie am Institut für Halbleitertechnik der Universität Stuttgart an Materialien und Technologien für nanoelektronische Halbleiterbauelemente und habilitierte sich im Jahr 2016. An der BTU übernimmt sie die Professur für Experimentalphysik und Funktionale Materialien. Ihre Forschungsinteressen gelten der Entwicklung und Nutzung funktionaler Materialien für nanoelektronische Bauelementkonzepte.

Kontakt

Kristin Ebert
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
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