BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//BTU Veranstaltungskalender//DE
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:Europe/Berlin
X-LIC-LOCATION:Europe/Berlin
BEGIN:DAYLIGHT
DTSTART:19700329T020000
RRULE:BYMONTH=3;FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU
TZNAME:CEST
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
DTSTART:19701025T030000
RRULE:BYMONTH=10;FREQ=YEARLY;BYDAY=-1SU
TZNAME:CET
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
UID:news-17524@www-t3-2.b-tu.de:51201
SUMMARY:Symposium zu Forschungsmethodologien am Graduiertenkolleg
DESCRIPTION:Rekonstruktive Forschung beansprucht für sich die Stärke einer besonderen Sensibilität mittels offener, auf (Sinn)Verstehen bezogener Methoden. Sie will den Menschen, über deren Leben geforscht wird, größtmöglichen Raum für eigene ‚Relevanzsetzungen‘ geben, ohne diese vorab schon in einer normativen Positionierung theoretisch zu rahmen. Methodologische Offenheit bedingt in diesem Sinne zunächst einmal normative Enthaltsamkeit. Diese Güteargumente qualitativ-interpretativer Forschung werden auch dort reklamiert, wo es um die Erforschung von marginalisierten Gruppen und vulnerablen Lebenslagen geht. Gerade in diesen Kontexten wird partizipatives Forschen allerdings zunehmend als forschungsethisches ‚Korrektiv’ gefordert. Sei es, weil die Forschungssubjekte legitime Erwartungen an akademische Forscher*innen im Hinblick auf Verbesserungen ihrer Lebensbedingungen haben, oder weil sie sich über die Beteiligung an Forschungsprojekten eine Diskursstärkung und größere politische Aufmerksamkeit ihrer lebensweltlichen und politischen Anliegen erhoffen.\nSpätestens hier können sich rekonstruktiv arbeitende Forscher*innen den Fragen eigener normativer und ethischer Positionierungen nicht mehr allein mit Verweisen auf forschungsmethodische Güteargumente entziehen.\nWie kann rekonstruktive Forschung also partizipativer werden, ohne sich dabei methodologisch zu verlieren oder gar methodisch beliebig zu werden? Wo gilt es legitime oder womöglich auch illegitime Erwartungen des Feldes in welcher Weise aufzugreifen und wo könnten oder sollten sich Forschende aus eigenen normativen und forschungsethischen Gründen auch dagegen verwahren? In dem Workshop soll nach einem kurzen Impulsvortrag ein offener Austausch über diese und weitere angrenzende Fragen entstehen. Ziel des Workshops ist es, eine reflektierte Auseinandersetzung mit den spannungsreichen Implikationen unterschiedlicher Forschungsstile anzuregen, um sie ggf. in eigenen Forschungsprojekten auszubalancieren.\nMatthias Otten ist seit 2009 Professor für Politikwissenschaft und Interkulturelle Bildung an der Technischen Hochschule Köln. Seine Lehr- und&amp;nbsp; Forschungsschwerpunkte sind: Interkulturelle Bildung und Migrationsforschung, Internationale Soziale Arbeit, internationale Hochschulforschung, Diversity Studies und Methoden der Qualitativen Sozialforschung. Er leitet die Kompetenzplattform „Migration – Interkulturelle Bildung – Organisationsentwicklung“ der TH Köln.\nSebastian Hempel ist Sozialarbeiter und seit 2018 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt ParLink an der Technischen Hochschule Köln. Er promoviert am Hessischen Promotionszentrum für Soziale Arbeit und forscht rekonstruktiv zu Normalitätsorientierungen von Sozialarbeiter*innen im Rahmen ihrer beruflichen Praxis. Sein methodologischer Schwerpunkt liegt auf der dokumentarischen Methode.\nDie Veranstaltung findet im Onlineformat statt:\nLink zur Plattform: https://b-tu.webex.com/meet/graduiertenkolleg\n(Bitte nutzen Sie nach Möglichkeit die Desktop-App, da es bei der Nutzung der Sitzung in bestimmenten Browsern aufgrund der Voreinstellungen im Browser zu technischen EInschränkungen kommen kann - insbesondere der eigenen Sichtbarkeit)
DTSTAMP;TZID=Europe/Berlin:20201118T150000
DTSTART;TZID=Europe/Berlin:20201118T150000
DTEND;TZID=Europe/Berlin:20201118T163000
URL:https://www.b-tu.de/news/artikel/17524-forsch
END:VEVENT
END:VCALENDAR

