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DESCRIPTION:Die Veranstaltung findet im Rahmen der Ringvorlesung »Wofür stehen wir« des Instituts für Bau- und Kunstgeschichte und der »Cottbuser Filmgespräche« des Lehrstuhls für Angewandte Medienwissenschaften der BTU Cottbus-Senftenberg statt.\nVeranstaltungsort: Weltspiegel, Rudolf-Breitscheid-Straße 78, 03046 Cottbus\nFür Studierende und Mitarbeiter der BTU ist der Eintritt frei.\n 	 		 			 			17.00 Uhr 			 			 			Filmvorführung mit Peter Kahane, Regisseur, „Die Architekten“ (DDR, 1990) 			 		 		 			 			19.00 Uhr 			 			 			Lesung mit Florentine Anders, Autorin, „Die Allee“ (Galiani Verlag, 2025) 			 		 		 			 			19.30 Uhr 			 			 			Gespräch mit der Autorin und dem Regisseur, moderiert von Prof. Dr. Sylvia Claus und Prof. Dr. Christer Petersen 			 		 	 \nDas freieste Land der Welt sei die DDR 1989/90 gewesen, resümiert der amerikanische Germanist Stephen Brockmann das Jahr zwischen friedlicher Revolution und Wiedervereinigung.&amp;nbsp;In dieser Zeit, in der sowohl politisch, als auch für den Einzelnen alles möglich schien, wirkte die Trostlosigkeit, die der letzte DEFA-Film »Die Architekten« von 1990 ausstrahlte und die auch ein politisches Statement war, wie aus einer fernen Vergangenheit. Uns heute, 35 Jahre nach seinem Erscheinen, vermittelt der Film ein differenziertes Bild der Herausforderungen und Beschränkungen durch Bürokratie und politische Indoktrination,&amp;nbsp;denen ein Planungskollektiv mit idealistischen Vorstellungen und dem Willen, die sozialistische Gesellschaft zu verbessern, in der späten DDR ausgesetzt waren.\nAnders als der Regisseur Peter Kahane, der seine Architekten am System scheitern lässt, zeigt der Roman »Die Allee« von Florentine Anders einen Architekten, dem das Ausloten von Spielräumen gelang. Der charismatische, von den Ideen des Bauhauses und der Avantgarde durchdrungene Hermann Henselmann avancierte nach dem Krieg zum Chefarchitekten Ost-Berlins. Die Berliner Stalinallee, der Fernsehturm, das Haus des Lehrers, der Leipziger Uniturm und das Zeiss-Hochhaus in Jena sind mit seinem Namen verbunden. Florentine Anders, Journalistin und Enkeltochter, erzählt die Geschichte Henselmanns auch als Emanzipationsgeschichte zweier Frauen, die ihrer Großmutter Isi und ihrer Mutter Isa, die gegen den cholerischen Künstlerarchitekten ihre jeweils eigenen Wege durchsetzten.
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