Altersfreundliche Gemeinden sind Thema eines öffentlichen, virtuellen Symposiums

Über die Gesundheitsförderung und Früherkennung von Pflegebedarf im ländlichen Raum sprechen Experten am Dienstag, 15. Juni 2021

In ländlichen, strukturschwachen Regionen sind gesundheitliche und pflegerische Versorgung älterer und kranker Menschen zunehmend eine Herausforderung. Mehr und mehr von ihnen benötigen künftig altersgerechte Versorgungsstrukturen, spezifische Gesundheitsangebote und pflegerische Leistungen.

„Außerhalb der Städte, in den Gemeinden in Brandenburg sehen wir im gesamtdeutschen Vergleich die höchsten Zuwachsraten an älteren Menschen. Die Lebenserwartung steigt und damit auch die Zahl der Pflegebedürftigen“, so der Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Thomas Boggatz. „Oberstes Ziel ist es, die Selbständigkeit der älteren Menschen so lange wie möglich zu bewahren.“

Möglich machen das Gesundheitsförderungsprogramme, die frühzeitige Erkennung des Pflegebedarfes sowie die Pflege- und Wohnraumberatung. „Wir haben festgestellt, dass die Inanspruchnahme von gesundheitsförderlichen Angeboten und die Akzeptanz von entstehender Pflegebedürftigkeit für ältere Menschen zum Teil mit inneren Widerständen und einer Vermeidungstendenz verbunden ist,“ beschreibt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Barbara Erjauz die Situation. „Durch den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu den betreffenden Personen können Verantwortliche dem entgegenwirken. Dazu bedarf es einer  professionellen Pflegeberatung verbunden mit einem Nachbarschaftsnetzwerk, das ehrenamtliche Besuchs- und Unterstützungsleistungen anbietet.“

So können zurückgezogen lebende und weniger gut erreichbare Seniorinnen und Senioren beispielsweise durch ehrenamtliche, geschulte Helfer wie Nachbarn gesundheitsförderliches Verhalten unterstützen. Aufgrund ihres Vertrauensverhältnisses können die Helfenden eine professionelle Pflegeberatung anregen und die Verbindung zu einer Pflegerin oder einem Pfleger herstellen.

Präventive Hausbesuche helfen, den entstehenden Pflegebedarf rechtzeitig zu erkennen und bedarfsgerecht zu beraten, um Folgen wie Stürze oder Mangelernährung in den eigenen vier Wänden zu vermeiden. Sie können zudem dazu beitragen, weitere Unterstützungsdienstleitungen, wie die Anpassung des Wohnraums oder häusliche Pflege in Anspruch zu nehmen. Bei leichteren Beschwerden können stationäre Aufenthalte durch häusliche Pflege vermieden werden.

„Im Kontext des Strukturwandels in der Niederlausitz kann die Etablierung einer auf die Menschen zugehende Pflegeberatung durch professionelle Pflegekräfte ein wichtiger Baustein für die Entstehung einer Gesundheitsregion mit Modellcharakter sein, die über das Land Brandenburg hinaus Ausstrahlung entfaltet“, fasst Prof. Boggatz die Situation zusammen.

Datum: Dienstag, 15. Juni 2021, 15-18 Uhr
Ort: Online-Symposium
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung bei thomas.boggatz(at)b-tu.de wird gebeten.

Kontakt

Dr. rer. cur. Thomas Boggatz
Pflegewissenschaft und klinische Pflege
T +49 (0) 3573 85-702
thomas.boggatz(at)b-tu.de

Barbara Erjauz
Pflegewissenschaft und klinische Pflege
T +49 (0) 3573 85-737
erjauz(at)b-tu.de
Gesundheitsförderungsprogramme helfen, die Selbständigkeit der älteren Menschen so lange wie möglich zu bewahren

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