An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus–Senftenberg sind in der Fakultät für Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik in Cottbus bzw. Senftenberg folgende Stellen zum 01.09.2019 bzw. ab dem nächstmöglichen darauf folgenden Zeitpunkt zu besetzen:

5 Akademische Mitarbeiter/innen (m/w/d)

als Doktorandinnen/Doktoranden

befristet bis zum 31.03.2024, jeweils 75v. H., E 13 TV-L

Kennziffer: 57/19

Wir suchen motivierte Doktorandinnen/Doktoranden für unser innovatives, neu eingerichtetes Graduiertenkolleg „Professionalisierung der Gesundheits- und Sozialberufe im Kontext gesellschaftlicher Transformationsprozesse“. Das Kolleg ist gefördert durch das Zukunftsprogramm für die Fachhochschulen des Landes Brandenburg des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur. Vor diesem Hintergrund geht es uns insbesondere um die wissenschaftliche Qualifizierung von Absolvierenden anwendungsbezogener Studiengänge der Sozial- und Gesundheitsberufe. Das Graduiertenkolleg befasst sich mit den miteinander verwobenen gesellschaftlichen, politischen, sozio-kulturellen und ökonomischen Folgen der Transformationsprozesse (nach 1989 und im Kontext des aktuellen Kohleausstiegs) in lokalen und regionalen Gemeinwesen Ostdeutschlands – mit besonderem Schwerpunkt auf Brandenburg – sowie in Polen und Rumänien. Es werden aktuelle Herausforderungen für die Professionalisierung von Sozial- und Gesundheitsberufen sowie für ihre Schnittstellen untersucht. Dabei gehen die Mitwirkenden von einem breiten Transformationsverständnis aus, dessen Symptome sich u. a. in Tendenzen sozialer Schließung, der Desintegration sozioökonomisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen, dem Abbau öffentlicher Infrastruktur, sozialer und gesundheitsbezogener Angebote zeigen.

Inhaltlich werden Sie Ihre Forschungsarbeiten je nach Qualifikation in einem der vier folgenden Schwerpunkte vertiefen:

  1. Wie können demokratische Akteure und Strukturen, insbesondere marginalisierte communities im Gemeinwesen gestärkt werden im Umgang mit rechtspopulistischen und -extremen Gruppierungen? Welche Ansätze der Gemeinwesenarbeit können in ländlichen und urbanen Räumen identifiziert und im Sinne einer
    Professionalisierung weiterentwickelt werden? Welche Bedeutung erhält hierbei die
    Thematisierung der Transformationserfahrungen nach 1989 und in der Gegenwart?
  2. Wie können Ansätze der Migrationssozialarbeit angesichts der unter 1.
    beschriebenen Herausforderungen im Gemeinwesen professionalisiert werden?
    Von Interesse sind Handlungsansätze, die auf die Arbeit mit Familien im Sinne
    eines weiten, ausdifferenzierten Begriffsverständnisses abzielen.
  3. Unterstützungsmöglichkeiten der sozialpflegerischen Versorgung aus
    bildungswissenschaftlicher Perspektive durch Aus-, Fort- und Weiterbildung –
    Welchen Beitrag können Bildungsprozesse in Gesundheits- und Sozialberufen zu den gesellschaftlichen Transformationsprozessen leisten? Wie kann aus einer Bildungsperspektive auf die Herausforderungen reagiert werden, die sich aus der demographischen Entwicklung – insbesondere der Versorgung im ländlichen Raum – ergeben?                                                                                                                                                               Welche Möglichkeiten bieten caring communities für die sozial-pflegerische Versorgung der Bevölkerung im ländlichen Raum? Wie muss sich das berufliche Selbstverständnis Pflegender in den Transformationsprozessen verändern?
  4. Gelingen einer inklusiven professionellen Haltung in Sozial- und Gesundheitsberufen, mit dem Thema transkulturelle Vielfalt in der Pflege: Aspekte einer erfolgreichen transkulturellen Interaktion im Rahmen des Erstkontaktes aus der Sicht von
    Patientinnen/Patienten und Pflegekräften in Einrichtungen der stationären Gesundheits- und Krankenpflege in Brandenburg.

Aufgaben:

Im Fokus wird die Forschung im Rahmen der v. g. Themen des Graduiertenkollegs mit dem Ziel der Promotion stehen, einschl. der zugehörigen Vortrags- und Publikationstätigkeit zum Forschungsgegenstand sowie der Erstellung von Beiträgen für Berichte und Präsentationen.

Die Teilnahme am Programm des Graduiertenkollegs ist erforderlich.

Des Weiteren gehören auch wissenschaftliche Dienstleistungen in der Lehre zu den Aufgaben.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium im Sinne der Entgeltordnung zum TV-L (akkreditierter Master/universitäres Diplom/gleichwertig) in einer der folgenden für die Tätigkeit einschlägigen Fachrichtungen mit Bezug zur thematischen Ausrichtung des Graduiertenkollegs:
    • Sozialwissenschaften, wie Soziale Arbeit, Sozialpädagogik bzw. vergleichbar
    • Berufspädagogik in Gesundheitsberufen / Gesundheitswissenschaften / Pflegewissenschaft / Pflegedidaktik bzw. vergleichbar

    Absolventinnen/Absolventen von Fachhochschulen bzw. anwendungsorientierten Studiengängen werden bevorzugt berücksichtigt.

  • erste (ggf. bereits im Studium erworbene) Forschungserfahrungen, insbesondere im Bereich qualitativer Forschung, sind erwünscht
  • Fähigkeit zum wissenschaftlichen Arbeiten, Selbständigkeit, Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit sowie Leistungsbereitschaft

 

Für weitere Informationen über die zu besetzenden Stellen steht Ihnen der wissenschaftliche Koordinator des Graduiertenkollegs, Herr Gerd Kaufmann (Telefon: 0355 / 58 18 413;E-Mail: gerd.kaufmann(at)b-tu.de), gern zur Verfügung.

 

Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität.

Die BTU Cottbus–Senftenberg strebt in allen Beschäftigtengruppen eine ausgewogene Geschlechterrelation an.

Schwerbehinderte Bewerber/innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Auf die Vorlage von Bewerbungsfotos wird verzichtet.

Bitte beachten Sie die näheren Hinweise zum Auswahlverfahren auf der Internetseite der BTU.

Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 31.08.2019 mit den im Anschluss aufgeführten Unterlagen unter Angabe der Kennziffer an die Prodekanin Fr. Prof. Dr. A. Walter der Fakultät für Soziale Arbeit, Gesundheit und Musik, Brandenburgische Technische Universität Cottbus–Senftenberg, Universitätsplatz 1, 01968 Senftenberg.

Bewerbungsunterlagen:

  • Anschreiben
  • vollständiger tabellarischer Lebenslauf
  • Exposé des Promotionsvorhabens (10-15 Seiten, Projektbeschreibung, leitende Fragestellungen, Forschungsstand, ggf. Stand der Vorarbeiten, Zeitplan)
  • Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung
  • Urkunden und Zeugnisse der Hochschulabschlüsse
  • Zusammenfassung der Abschlussarbeit (max. 2 Seiten)
  • zwei Empfehlungsschreiben von Hochschulprofessorinnen/Hochschulprofessoren, früheren Arbeitgebern bzw. Projektpartnern (ggf. zeitnah nachzureichen)
  • ggf. Nachweis über Deutschkenntnisse
  • ggf. Nachweis über soziales und/oder politisches Engagement
  • Erklärung darüber, ob ein Hindernisgrund im Sinne des § 5 Abs. 6 RahmenO PhD der BTU vorliegt (erfolgloser Versuch der Promotion)
  • Erklärung an Eides statt darüber, ob bereits früher Promotionsanträge gestellt wurden und mit welchem Ergebnis, ggf. unter Angabe des Zeitpunktes, der betreffenden Hochschule, der Fakultät und des Themas der Dissertation
  • ausreichend frankierter Rückumschlag.