Architekturvermittlung für Architekt*innen, Modul 1

Viele Jugendliche und auch Erwachsene fühlen sich inkompetent, wenn es um Architektur geht  (»Architektur, da muss man viel Mathematik machen«, »Grundrisse kann ich nicht lesen«). Sie trauen sich auch nicht zu, sachgerecht über Architektur zu sprechen. Dieses Inkompetenzgefühl gegenüber der Architektur soll abgebaut werden.
Die Weiterbildung für Architekt*innen, Lehrer*innen, Erzieher*innen und selbständigen Architekturvermittlerinnen schult auf universitärem Niveau in der Vermittlung von Architektur (Architektur, Landschaftsarchitektur, Hochbau, Städtebau, Planung, Entwurf, Gebrauch) an Laien.
Es werden unterschiedliche Konzepte der Architekturvermittlung vorgestellt, diskutiert und eingeübt, die von den unmittelbaren Lebenswelten (Schule, Wohnquartier, Arbeit, eigene Innenstadt usw.) ausgehen. Die Seminare befähigen die Teilnehmer*innen, junge und erwachsene Laien an Architektur und gebauter Umwelt heranzuführen, diese sinnlich und intellektuell zu erschließen und Handlungskompetenz auszubilden.
 

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Architekt*innen, Landschaftsarchitekt*innen und Städtebauer*innen der Architektenkammern des Landes Brandenburg und angrenzender Bundesländer zur Architekturvermittlung.Willkommen sind alle Interessierten wie Handwerker:innen, Lehrkräfte, usw.

Zugangsvoraussetzungen bestehen nicht.

Themenschwerpunkte

Konkret sollen in der Architekturvermittlung jüngere und ältere Menschen kompetent gemacht werden, sich ihrer körperlichen Eigenräumlichkeit, der Räumlichkeit sozialer Interaktionen und der architektonischen Zumutungen ihrer Umwelt kritisch bewusst zu werden und durch Interventionen in die gebaute Umwelt überlegt und planvoll einzugreifen.
Die Sinnhaftigkeit einer Fachsprache soll ihnen nahe gebracht werden. Es soll ihnen aber besonders geholfen werden, ihre persönliche Sprachfähigkeit zu entwickeln, um sich in Diskurse über Architek­tur einzumischen.
Jüngere und ältere Menschen sollen so Interesse an Architektur bekommen, erste Kriterien zur eigenen Entscheidung über die Qualität von Architektur entwi­ckeln und Einblick in Berufe in der Architektur erhalten.

  • Vorrangig ist es, das Gefühl von Inkompetenz gegenüber der Architektur abzubauen.
  • Vorurteile („Architektur, da muss man viel Mathematik machen“, „Grundrisse kann ich nicht lesen“, Darstellung von Architekten in TV-Spielfilmen usw.) werden angesprochen und kritisch hinterfragt.
  • Die Sinnhaftigkeit einer Fachsprache wird Laien nahe gebracht. Es soll ihnen geholfen  werden, ihre persönliche Sprachfähigkeit zu entwickeln, um über Architektur zu sprechen.
  • Laien sollen ihre körperliche Eigenräumlichkeit erfahren und die Kompetenz erwerben, gebaute Umwelt zu verstehen. Sie werden in die Lage versetzt, durch kleinere Interventionen in die gebaute Umwelt überlegt und planvoll einzugreifen.
  • Laien sollen Interesse an Architektur bekommen und erste Kriterien zur eigenen Entscheidung über die Qualität von Architektur entwickeln.
  • Laien sollen erste Einblicke in Kunsttheorien und Funktionsverständnisse erhalten.
  • Jugendliche sollen über die Möglichkeiten eines Berufes im Bereich der Architektur informiert  werden.
Ablauf

Das Blended-Learning-Angebot folgt dem Konzept des Integrierten Lernens und verknüpft Präsenzveranstaltungen und Formen von E-Learning.

Es werden unterschiedliche Konzepte der Architekturvermittlung vorgestellt, diskutiert und eingeübt, die auf die unmittelbaren Lebenswelten (Schule, Wohnquartier, Arbeit, eigene Innenstadt usw.) eingehen und und sie intellektuell zugänglich machen.

Nach einem Tagesseminar (einzeln buchbar) befähigen Aufbaukurse die Teilnehmenden:

  • im Rahmen des Kunst- oder Sozialkundeunterrichts,
  • bei Stadterkundigungen und Stadtführungen,
  • bei Architekturausstellungen usw.

angemessen tätig zu werden.

Es wird als eigene Leistung ein Konzept (Zertifikatsarbeit) entwickelt und präsentiert.

Zertifikatsarbeit:

  • Konzept für eine Doppelschulstunde für Jugendliche zwischen 14 und 18 oder
  • Konzept für eine Doppelschulstunde für Kinder zwischen 10 und 14 oder
  • Konzept für eine Stadteroberung mit erwachsenen Laien

Im ersten Modulteil (WiSe) sollen die Studierenden kompetent gemacht werden, jungen  Menschen einen reflektierten, kritischen und aktiven Umgang mit ihren unmittelbaren Le­benswelten (Schule, Wohnquartier, Arbeit, eigene Innenstadt usw.) zu vermitteln.
Die Teilnehmer sollen dazu mit Erkenntnissen, Methoden und Arbeitsmaterial ausgestattet werden, um Kindern und Jugendlichen einen sinnlichen, intellektuellen und proaktiven Zugang zu ihrer materiellen Umwelt zu verschaffen. Die Teilnehmer sollen zudem lernen, wie mit Kindern und Jugendlichen erste reale ‚architektonische‘ Interventionen in ihre materiale Umwelt geplant, realisiert, im nachhinein analysiert und bewertet werden können.

Modulübersicht & Lehrplan

1. Modul = Wintersemester 2021/2022

Im ersten Modulteil (WiSe) sollen die Studierenden kompetent gemacht werden, jungen  Menschen einen reflektierten, kritischen und aktiven Umgang mit ihren unmittelbaren Le­benswelten (Schule, Wohnquartier, Arbeit, eigene Innenstadt usw.) zu vermitteln.
Die Teilnehmer sollen dazu mit Erkenntnissen, Methoden und Arbeitsmaterial ausgestattet werden, um Kindern und Jugendlichen einen sinnlichen, intellektuellen und proaktiven Zugang zu ihrer materiellen Umwelt zu verschaffen. Die Teilnehmer sollen zudem lernen, wie mit Kindern und Jugendlichen erste reale ‚architektonische‘ Interventionen in ihre materiale Umwelt geplant, realisiert, im nachhinein analysiert und bewertet werden können.

Lehrplan für das Wintersemester 2021/2022

PS = Seminar in Präsenz   
VP = Vorlesung  in Präsenz
VO= Vorlesung online
bPR = betreute Projektarbeit      
O = Onlineveranstaltung
SPO = Online-Sprechstunde

Tagesseminar  (6 UE)
(kann gesondert belegt werden) Teilnahmebescheinigung

12.11.21 13:00 – 18:00 Uhr1 UEVPWahrnehmung und  -beschreibung von Stadt und Architektur
2 UEbPRVorbereitung von Präsentationen der Teilnehmer zu Methoden der Architekturaneignung und
-interpretation
(Handout von Textausschnitten
2 UEPSPräsentationen und Diskussion über Methoden der Aneignung und
–interpretation von Stadt und Architektur
1 UEVPMethoden der Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen für ihren Umraum

Aufbauseminar  (36 UE)
(setzt Teilnahme am Tagesseminar voraus)

19.11.21   13:00 – 16:15 Uhr1 ,5 UEVPParadigmen und Begriffe der Historisierung der Architektur
1,5 UEPSRäumlichkeit und Dinglichkeit von Architektur und Stadt
1 UEPSDiskussion zu den Vorlesungen
26.11.21 13:00 Uhr – 16:15 Uhr3 UEOAnalyse von Clips zum räumlichen Verhalten von Kindern und Jugendlichen im eigenen Umfeld (Innenräume und Außenräume)
1 UEO Vorbesprechung Experiment 1  
27.11. – 10.12.21
13:00 Uhr – 16:15 Uhr
4 UEbPRExperimente mit Kindern und Jugendlichen zur Eigenraumempfindung und zur räumlichen Wahrnehmung: Herstellung von Clips.
Sprechzeit nach ndividueller Verabredung
17.12.21 13:00 Uhr – 16:15 Uhr3 UEOPräsentation der Clips der Seminarteilnehmer; Diskussion
1 UEOVorbesprechung Experiment 2
18.12. – 13.1.22 13:00 Uhr – 16:15 Uhr4 UEbPRExperimente mit Kindern und Jugendlichen zu ihrem Verstehen und Ändern der Ordnung von Räumen und deren Gebrauch;  Herstellung von Clips.
Sprechzeit nach Individueller Verabredung
14.1.22 13:00 Uhr – 16:15 Uhr4 UEOPräsentation und Diskussion der Clips der Seminarteilnehmer 
21.1.22 13:00 Uhr – 16:15 Uhr1 UEVOWie Kinder und Jugendliche ihre räumliche und dingliche Umwelt abbilden 
1 UEOWie Kinder und Jugendliche ihre Abbildungen verstehen 
  
2 UE Austausch über Möglichkeiten eines Entwurfs einer eigenen Zertifikatsarbeit 
   
21.01.22- 20.02.228 UEbPRKonzeption, Umsetzung und Darstellung eines eigenen Konzepts (Zertifikatsarbeit) 
SPOOnline-Sprechzeit nach individueller Absprache 
23.02.22, 24:00 Uhr bis 04.03.22Deadline Abgabe der Zertifikatsarbeit Bewertung der Zertifikatsarbeiten

Insgesamt: 42 Unterrichtseinheiten (UE) a 45 min, 9 Termine, davon zwei Präsenztermine (12.11.21 und 19.11.21)
Seminarbeginn: Präsenz und Online stets um 13 Uhr
Seminarende : Tageseminar 18:00 Uhr, Aufbauseminar 16:15 Uhr

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