Für dual Studierende

Die Grundlage für das duale Studium bilden die Praxisphasen im Lernort Betrieb. Diese sind verpflichtend im Unternehmen zu absolvieren.

Welche Unterschiede es hierzu bei den beiden Modellen gibt, wird im Folgenden erläutert.

Studierende im ausbildungsintegrierenden Modell

Berufsschule

Die dual Studierenden besuchen im 1. Jahr die Berufsschule und wechseln ab dem 2. Jahr zwischen den Lernorten BTU und Betrieb. Da das Studium immer am 1. Oktober (Wintersemester) beginnt, gilt folglich die Berufsschulpflicht im 1. Jahr bis zum 30. September. Die dual Studierenden müssen nach dem 1. Ausbildungsjahr keinen Antrag auf Befreiung von der Berufsschulpflicht stellen. Gemäß dem Brandenburgischen Schulgesetz (BbgSchulG § 39 Abs. 2) ist es im 1. Jahr möglich, sich von der Berufsschulpflicht befreien zu lassen. Voraussetzung hierfür ist die Vollendung des 21. Lebensjahres vor Ausbildungsbeginn. In dem Fall würde das komplette 1. Jahr als Praxisphase im Unternehmen absolviert werden.

Zusätzlich zu den Modul-Prüfungen der BTU müssen die Kammerprüfungen des jeweiligen Ausbildungsberufes absolviert werden. Die Zwischenprüfung findet im 2. Jahr (HWK) bzw. im 3. Jahr (IHK) statt. Die Abschlussprüfung der entsprechenden Kammer absolviert die/der Studierende im 5. Jahr.
Welche Kammer für den jeweiligen Ausbildungsberuf zuständig ist, erfahrt Ihr in eurem Unternehmen oder unten auf der Startseite > "euer Studiengang"

Praxisphasen

Für die Praxisphasen im ausbildungsintegrierenden Modell erwirbt man keine Credit Points (CP). Alle Module, entsprechend des Curriculums des jeweiligen Studienganges, müssen an der BTU absolviert werden. Anders als im praxisintegrierenden Modell, müssen hier folglich auch keine Modulblätter für die Praxisphasen ausgefüllt werden. Für die inhaltliche Struktur der Praxisphasen gilt der Ausbildungsplan des entsprechenden Ausbildungsberufes im Unternehmen.

Studierende im praxisintegrierenden Modell

In diesem Modell erwirbt die/der dual Studierende für jede Praxisphase Credit Points (CP). Damit die Gesamt-CP-Anzahl nicht überschritten wird, werden teilweise Module in das Unternehmen verlagert bzw. werden Module durch die Praxisphasen ersetzt und müssen folglich nicht an der BTU absolviert werden.

  • Betriebliche Phase 1 & 2
    Diese beiden ersetzen jeweils ein Wahlpflichtmodul. Diese beiden Wahlpflichtmodule müssen nicht an der BTU absolviert werden. Anstelle der Wahlpflichtmodule müssen die betrieblichen Phasen im Unternehmen absolviert werden.
  • Betriebliche Phase 3
    Diese steht für das Modul "Fachübergreifende Projektarbeit" (Elektrotechnik & Wirtschaftsingenieurwesen) bzw. "Entwicklungsprojekt" (Maschinenbau) . Auch dieses Modul wird nicht an der BTU, sondern als betriebliche Phase im Unternehmen absolviert.
  • Betriebliche Phase 4
    Diese betriebliche Phase steht für das Bachelor-Praktikum.
  • Betriebliche Phase 5
    Diese betriebliche Phase steht für die Bachelor-Arbeit.

Jede betriebliche Phase muss mittels eines eigenen Modulblattes nachgewiesen werden. Hierbei ist bei jeder Praxisphase wie folgt vorzugehen:

  1. Themenfindung in Absprache vor Beginn der Praxisphase zwischen Studierender/Studierendem, Betrieb und Studiengangleiter/-in.
  2. Dokumentation während der Praxisphase (ggf. mit Empfehlung zur Bewertung der Praxisphase durch den Betrieb).
  3. Abgabe zur Genehmigung und Bewertung des ausgefüllten Modulblattes nach jeder Praxisphase bei der/dem Studiengangleiter/-in.

Die folgende Grafik verdeutlicht die zeitliche Planung: