| Lernziele: | Praktisches Handeln Die Studierenden sind in der Lage:
- eine strukturierte, personenzentrierte physiotherapeutische Diagnostik der Wirbelsäule und des Rumpfes unter Berücksichtigung anatomischer, funktioneller, biomechanischer, schmerzphysiologischer und biopsycho-sozialer Aspekte zu planen und durchzuführen
- Funktionsprüfungen, Bewegungsanalysen, spezifische Tests, Palpationstechniken, manualtherapeutische Befundtechniken und physiotherapeutische Funktionsanalysen der Wirbelsäule indikationsbezogen anzuwenden und die Ergebnisse ICF-orientiert zu dokumentieren
- Erkrankungen, Verletzungen und Funktionsstörungen der Wirbelsäule, einschließlich Low Back Pain, Bandscheibenbeschwerden, radikulärer Symptomatik, funktioneller Instabilitäten, Schleudertrauma, Frakturen und sportbezogener Beschwerden, fallbezogen zu analysieren und daraus physiotherapeutische Behandlungsansätze abzuleiten
- physiotherapeutische Maßnahmen zur Mobilisation, Stabilisation, Kräftigung, Medizinischen Trainingstherapie, Schmerzregulation, Bewegungskoordination und funktionellen Aktivierung zu planen, durchzuführen und anzupassen
- aktive und passive krankengymnastische Techniken, Entspannungstechniken, Manuelle Therapie, Medizinische Trainingstherapie, Übungen zur Rumpfstabilisation und koordinative Übungsformen indikationsbezogen und sicher einzusetzen
- Patient*innen mit Beschwerden der Wirbelsäule durch Edukation, Belastungssteuerung, Bewegungsförderung und Strategien zur Reduktion von Kinesiophobie und Chronifizierungsrisiken in ihrer aktiven Mitwirkung am Therapieprozess zu unterstützen
Wissenschaft und Forschung Die Studierenden sind in der Lage:
- anatomische, physiologische, biomechanische, schmerzphysiologische und pathophysiologische Grundlagen der Wirbelsäule zu erklären und deren Bedeutung für physiotherapeutische Diagnostik, Therapieplanung und Clinical Reasoning abzuleiten
- evidenzbasierte Empfehlungen, Leitlinien und wissenschaftliche Grundlagen zur Versorgung von Wirbelsäulenbeschwerden zu recherchieren, kritisch einzuordnen und fallbezogen auf physiotherapeutische Entscheidungen zu übertragen
- diagnostische Verfahren, funktionelle Assessments und therapeutische Interventionen bei Wirbelsäulenbeschwerden im Hinblick auf Aussagekraft, Gütekriterien, klinische Relevanz und patient*innenbezogene Zielsetzungen zu reflektieren
Professionalität Die Studierenden sind in der Lage:
- physiotherapeutische Entscheidungen begründet, sicherheitsorientiert und unter Berücksichtigung von Indikationen, Kontraindikationen, Belastbarkeit, Risiken, Red Flags und professionellen Grenzen zu treffen
- Patient*innen ressourcenorientiert über Befundergebnisse, Schmerzmechanismen, Belastungsaufbau, Heimübungen, aktive Bewältigungsstrategien und Mitwirkung im Therapieprozess zu informieren
- in Untersuchung, Behandlung und Anleitung eine respektvolle, personenzentrierte und autonomiefördernde therapeutische Haltung einzunehmen
Management & Leadership Die Studierenden sind in der Lage:
- physiotherapeutische Untersuchungs- und Behandlungsprozesse im Rahmen muskuloskelettaler Fallbeispiele zur Wirbelsäule strukturiert, zielorientiert, sicher und ressourcenschonend zu organisieren
- Befund- und Therapieverläufe nachvollziehbar zu dokumentieren und für die Kommunikation mit Patient*innen, Lehrenden und weiteren beteiligten Akteur*innen aufzubereiten
Lernen & Entwicklung Die Studierenden sind in der Lage:
- eigene Lernbedarfe in Bezug auf Untersuchung, Clinical Reasoning, Schmerzverständnis, manuelle Fertigkeiten, funktionelle Übungsanleitung, Bewegungsanalyse und Belastungssteuerung zu identifizieren
- Feedback aus Übungs- und Prüfungssituationen zur Weiterentwicklung ihres physiotherapeutischen Handelns zu nutzen
- evidenzbasiertes Wissen zu Wirbelsäulenbeschwerden verständlich aufzubereiten und in patient*innenorientierte Übungs-, Edukations- und Selbstmanagementprozesse zu übertragen
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| Inhalte: | Integration - Physiologische Grundlagen
- Diagnostik und Behandlungsansätze für Erkrankungen und Verletzungen der Wirbelsäule
Anwendung der ICF-Klassifikation zur strukturierten Analyse und Therapieplanung - Sportmedizinische Fallbeispiele im Kontext der Wirbelsäule und des Rumpfes, insbesondere bei bewegungs- und sportbezogenen Beschwerden, akuten Verletzungen, Überlastungsproblemen und wiederkehrenden Rückenschmerzen. Inhalte sind sportbezogene Funktionsanalyse, Belastungssteuerung, Rumpfstabilität, Bewegungsqualität, koordinative Fähigkeiten, Gleichgewicht, neuromuskuläre Kontrolle, funktionelle Kräftigung, Schmerz- und Belastungsmanagement sowie die stufenweise Rückführung in Alltagsaktivität, Training, Wettkampf und Sport
- Behandlungsmethoden und deren praktische Anwendung
- Patientenedukation
- Clinical Reasoning in der physiotherapeutischen Diagnostik und Therapieplanung
- Planetary Health
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