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Modulnummer:
| 14680
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| Modultitel: | Physiotherapeutische Versorgung über die Lebensspanne |
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Physiotherapeutic Care across the Lifespan
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| Einrichtung: |
Fakultät 4 - Humanwissenschaften
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| Verantwortlich: | -
Prof. Dr. rer. medic. Kopkow, Christian
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| Lehr- und Prüfungssprache: | Deutsch |
| Dauer: | 1 Semester |
| Angebotsturnus: |
jedes Sommersemester
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| Leistungspunkte: |
10
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| Lernziele: | Praktisches Handeln Die Studierenden sind in der Lage:
- bei Patient*innen unterschiedlicher Lebensphasen und Fachbereiche, von der Neonatologie über das Kindes und Jugendalter, den gynäkologischen, urologischen und onkologischen Kontext bis ins hohe Alter, eine personenzentrierte physiotherapeutische Diagnostik zu planen, durchzuführen und ICF orientiert zu dokumentieren
- für die Fachbereiche Pädiatrie, Gynäkologie, Geriatrie, Onkologie sowie Urologie spezifische, altersgerechte Interventionsstrategien zu entwickeln und umzusetzen
- fachbereichsspezifische Behandlungsschwerpunkte gezielt umzusetzen, etwa Beckenbodentraining und Rückbildung in der Gynäkologie, Kontinenz und Beckenbodenarbeit bei urologischen Funktionsstörungen sowie Bewegungstherapie, Fatigue und Lymphödemmanagement in der Onkologie
- die physiotherapeutische Versorgung an die biopsychoökosozialen Anforderungen der jeweiligen Patient*innengruppe anzupassen und Angehörige, etwa Eltern in der Pädiatrie, in Beratung und häusliche Förderung einzubeziehen
- Behandlungsverläufe anhand funktioneller Ziele und Teilhabeperspektiven zu überprüfen und anzupassen
Wissenschaft und Forschung Die Studierenden sind in der Lage:
- die physiotherapeutischen Besonderheiten und Bedürfnisse in den verschiedenen Lebensphasen zu beschreiben, zu differenzieren und auf entwicklungsbezogene, altersbezogene und geschlechtsbezogene Grundlagen zurückzuführen
- evidenzbasierte Interventionen in den genannten medizinischen Fachbereichen, also Pädiatrie, Gynäkologie, Geriatrie, Onkologie und Urologie, zu recherchieren, kritisch zu bewerten und für die eigene Versorgung zu identifizieren
- diagnostische Verfahren und Outcome Parameter fachbereichsspezifisch hinsichtlich Aussagekraft und klinischer Relevanz einzuordnen
Professionalität Die Studierenden sind in der Lage:
- die Bedeutung von Gender und Diversität in der physiotherapeutischen Versorgung kritisch zu reflektieren und in die eigene Berufspraxis zu integrieren
- Patient*innen aller Altersstufen ressourcenorientiert und autonomiefördernd zu begegnen und dabei Grenzen von Nähe, Scham und Intimität, etwa im gynäkologischen, urogenitalen und geriatrischen Kontext, zu wahren
- ethische und sicherheitsbezogene Aspekte im Umgang mit vulnerablen Gruppen, also Früh und Neugeborenen, hochbetagten, multimorbiden oder onkologischen Patient*innen, zu berücksichtigen.
Management & Leadership Die Studierenden sind in der Lage:
- interdisziplinäre Zusammenhänge zu erkennen und die Rolle der Physiotherapie im Zusammenspiel mit anderen Gesundheitsberufen, insbesondere in der gynäkologischen, onkologischen sowie urologischen Versorgung, zu reflektieren
- Versorgungsprozesse über die Lebensspanne hinweg sektorenübergreifend und settingübergreifend, also in Klinik, Rehabilitation, ambulant und häuslich, mitzugestalten
- Befund und Therapieverläufe nachvollziehbar zu dokumentieren und im interprofessionellen Team abzustimmen.
Lernen & Entwicklung Die Studierenden sind in der Lage:
- eigene Lernbedarfe im Umgang mit den unterschiedlichen Fachbereichen und Altersgruppen zu identifizieren
- Rückmeldung zu Übungssituationen und entlang der Kasuistiken für ihr eigenes professionelle Handeln zu nutzen evidenzbasiertes Wissen alters und adressatinnengerecht aufzubereiten und in Beratung, Anleitung und Edukation von Patientinnen und Angehörigen zu übertragen.
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| Inhalte: | Pädiatrie: Spezielle Krankheitslehre und Pathogenese - Entwicklungsneurologische Störungen (Zerebralparese, Muskeldystrophie)
- Genetische Erkrankungen des Kindesalters (Trisomie 21, spinale Muskelatrophie, Muskeldystrophien)
- Juvenile rheumatische Erkrankungen (juvenile idiopathische Arthritis)
- Diabetes mellitus Typ 1 sowie metabolische Störungen (Adipositas) im Kindes und Jugendalter
- Orthopädische Fehlstellungen (Klumpfuß, Skoliose)
- Psychosomatische und psychiatrische Erkrankungen des Kindesalters und insbesondere des Jugendalters (Ess, Angst und depressive Störungen, post traumatische Belastungsstörungen, Burn- und Boreout)
- Frühgeborenennachsorge und Unterstützung der motorischen Entwicklung, neonatologische Interventionen
Methodische Aspekte der physiotherapeutischen Versorgung - Entwicklung der motorischen Ontogenese als Grundlage physiotherapeutischer Befundung und Förderung
- Haut und Gewebeschutz sowie Dekubitusprophylaxe bei Immobilität und hilfsmittelversorgten Kindern
- Bewegungsbezogene Förderung und Edukation bei Diabetes Typ 1 und metabolischen Störungen
- Aktivitätsfördernde und psychomotorische bweungsfördernde Therapiekonzepte neuromuskulärer chronischer Erkrankungen
- Elternberatung und Anleitung zur häuslichen Förderung
Krankengymnastische Techniken - Entwicklungsfördernde und funktionelle krankengymnastische Techniken (neurophysiologische Behandlungskonzepte, Handling, Bewegungsförderung)
- Elektrophysiotherapeutische und psychomotorische Verfahren bei neuromuskulären und metabolischen Störungen im Kindes- und Jugendalter
Gynäkologie: Anatomie - Funktionelle Anatomie des weiblichen Beckens, des Beckenbodens und der Reproduktionsorgane im Kontrast zum männlichen Becken
Spezielle Krankheitslehre und Pathogenese - Gynäkologische Beschwerden und Funktionsstörungen (Menstruationsbeschwerden, Prämentruelles Syndrom, Beckenbodendysfunktion, Postpartio)
- Zustand nach gynäkologischen Operationen
- Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett als physiologische und pathophysiologische Prozesse
Methodische Aspekte der physiotherapeutischen Versorgung - Physiotherapeutische Befunderhebung im gynäkologischen Kontext unter Wahrung von Intimität und Vertrauensbeziehung
- Physiotherapeutische Begleitung während der Schwangerschaft, zur Geburtsvorbereitung und im Wochenbett
Krankengymnastische Techniken - Beckenbodentraining und Beckenbodenrehabilitation bei gynäkologischen Beschwerden und Funktionsstörungen
- Behandlungsmaßnahmen bei Menstruationsbeschwerden und nach gynäkologischen Operationen
- Hydrotherapie und Massagetherapie im gynäkologischen und onkologischen Kontext (Entstauung, Tonus und Schmerzregulation, Lymphödemmanagement)
Geriatrie Spezielle Krankheitslehre und Pathogenese - Altersbedingte Erkrankungen (z. B. Arthrose, Osteoporose, Sarkopenie, Frailty)
- Rheumatische Erkrankungen im Alter (z. B. rheumatoide Arthritis, Polymyalgia rheumatica)
- Diabetes mellitus Typ 2 und metabolisches Syndrom
- Dermatologische Aspekte des Alterungsprozesses und physiotherapierelevante Hautkrankheitsbilder im Alter (z. B. Hautalterung, Dekubitus, Narbengewebe, Lymphödem)
- Psychiatrische Erkrankungen im Alter (Demenz, Depression, Isolationssyndrome)
- Multimorbidität / Geriatrische I’s
Methodische Aspekte der physiotherapeutischen Versorgung - Sturzprophylaxe und Mobilitätsförderung
- Belastungssteuerung, Bewegungsförderung und Edukation bei Diabetes Typ 2 und metabolischem Syndrom
- Physiotherapeutische Diagnostik und Behandlung bei psychischen Erkrankungen im Alter, mit Fokus auf die physiotherapeutische Perspektive
- Dekubitus und Wundmanagement im Kontext von Immobilität und Multimorbidität
- Anpassung der Versorgung an Multimorbidität
Krankengymnastische Techniken - Funktionelle und kräftigende krankengymnastische Techniken zur Mobilitäts und Kraftförderung bei Sarkopenie, Frailty, Osteoporose
- Hydrotherapie und Massagetherapie in der geriatrischen Versorgung (z. B. Schmerzlinderung, Tonusregulation, Durchblutungsförderung
- Bewegungsbezogene Intervention zur Mobilitätsverbesserung, erhalt der Teilhabefähigkeit und Steigerung der affektiven und kognitiven Stabilität
Urologie und Onkologie Anatomie - Funktionelle Anatomie des Beckenbodens und der ableitenden Harnwege
Spezielle Krankheitslehre und Pathogenese - Urologische Funktionsstörungen (Harninkontinenz, Beckenbodendysfunktion)
- Onkologische Erkrankungen über die Lebensspanne und ihre Folgen (z. B. tumorassoziierte Fatigue, Lymphödem)
Methodische Aspekte der physiotherapeutischen Versorgung - Physiotherapeutische Versorgung bei urologischen Funktionsstörungen
- Bewegungstherapie und Fatiguemanagement in der Onkologie über die Lebensspanne
Krankengymnastische Techniken - Beckenbodentraining und Beckenbodenrehabilitation bei urogenitalen Funktionsstörungen (z. B. Harninkontinenz, nach urologischen Operationen)
- Lymphödemmanagement und entstauende Techniken in der Onkologie
Geschlechtsspezifische und diversitätsspezifische Versorgung - Geschlechtsspezifische und diversitätsspezifische Aspekte in Diagnostik und Behandlung v.a. in der pädiatrischen und geriatrischen Versorgung, Kommunikation und Intervention
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| Empfohlene Voraussetzungen: | keine |
| Zwingende Voraussetzungen: | Bestehen der Modulprüfung der Module - 14677 Kardiovaskuläres und kardiorespiratorisches System
- 14679 Neurologisches System I
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| Lehrformen und Arbeitsumfang: | -
Vorlesung
/ 4 SWS
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Übung
/ 6 SWS
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Selbststudium
/ 150 Stunden
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| Unterrichtsmaterialien und Literaturhinweise: | Für das Modul erforderliche Fachliteratur sowie Literaturempfehlungen, werden in der ersten Veranstaltung des Semesters durch die*den Lehrende*n bekannt gegeben. |
| Modulprüfung: | Modulabschlussprüfung (MAP) |
| Prüfungsleistung/en für Modulprüfung: | |
| Bewertung der Modulprüfung: | Prüfungsleistung - benotet |
| Teilnehmerbeschränkung: | keine |
| Zuordnung zu Studiengängen: | -
Bachelor (universitär) - Duales Studium, ausbildungsintegrierend /
Physiotherapie /
PO 2026
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| Bemerkungen: | keine |
| Veranstaltungen zum Modul: | - V: Pädiatrie (1 SWS)
- V: Gynäkologie (1 SWS)
- V: Geriatrie (1 SWS)
- V: Organfunktionsstörungen (Urologie, Onkologie) (1 SWS)
- Ü: Pädiatrie (2 SWS)
- Ü: Geriatrie (2 SWS)
- Ü: Gynäkologie (1 SWS)
- Ü: Genderspezifische Versorgung (1 SWS)
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| Veranstaltungen im aktuellen Semester: | - keine Zuordnung vorhanden
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